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Die Chirurgie

Multimorbidität in der Leberchirurgie

Erschienen in:

Zusammenfassung

Multimorbidität ist charakterisiert durch das Vorliegen von mindestens 3 chronischen Erkrankungen mit einer Prävalenz von über 50 % der Patienten über 60 Jahre. Der Charlson Comorbidity Index (CCI) erlaubt eine Beschreibung des Schweregrades der Multimorbidität und zeigt ebenfalls eine Korrelation mit dem postoperativen Ergebnis nach Leberresektionen. Demnach weisen multimorbide Patienten eine gesteigerte Morbidität und Mortalität nach Leberresektion auf, die zumeist durch postoperatives Leberversagen bedingt ist. Insbesondere offene Major-Leberresektionen mit Gallengansrekonstruktionen und primäre Lebertumoren auf dem Boden einer metabolisch assoziierten Fettlebererkrankung (MALFD) bergen ein erhöhtes Risiko für multimorbide Patienten. Minimal-invasive Resektionen hingegen führen zu einer deutlichen Reduktion postoperativer Morbidität und Mortalität. Maßnahmen wie eine Präkonditionierung der Leber und die Implementierung perioperativer Maßnahmen nach dem Enhanced-recovery-after-surgery(ERAS)-Konzept können ebenfalls zu einer Verbesserung des postoperativen Ergebnisses führen.
Titel
Multimorbidität in der Leberchirurgie
Verfasst von
Prof. Dr. Emrullah Birgin
Jan Heil
Elisabeth Miller
Marko Kornmann
Nuh N. Rahbari
Publikationsdatum
08.01.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 2/2025
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-024-02222-7
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