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Lehrbuch der radiologischen Einstelltechnik

  • 2019
  • Buch
  • 7. Auflage

Über dieses Buch

Dieses Buch erschien in der Vorauflage unter dem Titel "Lehrbuch der röntgendiagnostischen Einstelltechnik - begründet von Marianne Zimmer-Brossy".

Einstelltechniken und standardisiertes Vorgehen bei Interventionen in der Radiologie sind anspruchsvoll und werden immer wieder aktualisiert. Dieses Buch gibt Ihnen das notwendige Rüstzeug an die Hand, um allen Anforderungen im radiologischen Alltag gerecht zu werden. Das bewährte Standardwerk wurde von den Herausgebern vollständig überarbeitet und ergänzt z.B. um eine ganz neue Sektion "Pädiatrische Radiologie" und gehört in jede radiologische Abteilung und Praxis.

Alles enthalten:

alle wesentlichen Einstellungen und interventionellen Vorgehensweisen detailliert und präzise beschrieben.

alle wichtigen Informationen zu Kontrastmitteln für CT, MRT und Ultraschall auf dem neuesten Stand.

StrahlenschutzBerücksichtigung der aktuellen Leitlinien

…immer ganz praxisnah:

Patientenvorbereitung und LagerungQualitätskriterien und Bildmerkmaleviele Tipps und Checklisten für die tägliche Routine

Neu in der 7. Auflage:

Erneuerung vieler Einstellungs- und Röntgenaufnahmen an modernsten Geräten.

ausführliche Darstellung digitaler Techniken in der Radiologie (Bilderzeugung und Verarbeitung, Bildspeicherung). neue Sektion „Pädiatrische Radiologie“ mi neuem Bildmaterial

Aktualisierung und Erweiterung der minimal-invasiven radiologischen Interventionen.Anpassung der CT-Untersuchungsprotokolle an die neuen Mehrzeilensysteme und Niedrigdosis-Vorgaben.

digitale Mammografie

Ihr wertvoller und unverzichtbarer Begleiter für Ausbildung und Berufspraxis

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. I Allgemeiner Teil

    1. Frontmatter

    2. 1. Der Beruf des/der Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten/-in (MTRA)

      A. Ohmstede
      Zusammenfassung
      Der MTRA-Beruf hat unter den nichtärztlichen Gesundheitsfachberufen eine lange Tradition und ist im Laufe der Zeit immer wieder in der Ausbildungsstruktur verändert worden. Diese Veränderungen gingen einher mit der technischen Entwicklung in der Radiologischen Diagnostik, Strahlentherapie und Nuklearmedizin. MTRA haben eine Brückenfunktion zwischen Mensch und Technik, denn die Tätigkeit in der Radiologie bringt es mit sich, auf der einen Seite hochkomplexe Technik zu bedienen und auf der anderen Seite den Patienten durch die Untersuchung zu führen.
    3. 2. Die Röntgenabteilung

      A. Ohmstede
      Zusammenfassung
      Anhand der folgenden Unterkapitel wird der Weg eines Patienten durch eine Röntgenabteilung von der Anmeldung bis zur fertigen Untersuchung exemplarisch dargestellt. Dies gilt sowohl für eine analog als auch für eine digital arbeitende Abteilung.
    4. 3. Strahlenschutz in der radiologischen Diagnostik

      A. Ohmstede
      Zusammenfassung
      Das Kapitel bespricht den Strahlenschutz in der radiologischen Diagnostik gemäß der Röntgenverordnung, beschreibt die Wirkung ionisierender Strahlen und führt Grenzwerte für die Körperdosis beruflich strahlenexponierter Personen auf.
    5. 4. Qualitätssicherung und Konstanzprüfung

      A. Ohmstede
      Zusammenfassung
      In diesem Kapitel werden die Qualitätssicherung von Röntgeneinrichtungen gemäß dem § 16 der Röntgenverordnung sowie die Konstanzprüfung besprochen. Ziel der Konstanzprüfung ist die Feststellung, ob repräsentative Parameter, die die Bildgüte und die Strahlenexposition beschreiben, innerhalb der zulässigen Toleranzen der Bezugswerte liegen.
    6. 5. Physikalische Grundlagen der Röntgentechnik

      A. Ohmstede
      Zusammenfassung
      Das Kapitel soll die/den MTRA an einige Grundregeln erinnern, die auch über das Examen hinaus ihre Bedeutung für die Praxis behalten.
    7. 6. Faktoren, die die Röntgenbildqualität bestimmen

      A. Ohmstede
      Zusammenfassung
      Überbelichtete, zu dunkle Aufnahmen ebenso wie unterbelichtete, zu helle Aufnahmen sind eine diagnostische Fehlerquelle und müssen bei rechtfertigender Indikation wiederholt werden. Das Kapitel bespricht die wichtigsten Faktoren, die die Aufnahmequalität der Röntgenbilder bestimmt.
    8. 7. Digitale Bildentstehung und -verarbeitung

      J. Hausmann
      Zusammenfassung
      Die digitale Technik hat in der Radiologie Einzug gehalten. Seit 1984 besteht die Möglichkeit, in der konventionellen Projektionsradiographie digital zu arbeiten. Vorrangig kommen dabei heute Speicherfolien- und Flachdetektorsysteme zum Einsatz. Die Bildgebungskette ist in die Bildaufnahme, die Bildverarbeitung und die Bildwiedergabe inkl. Bildbearbeitung untergliedert. Bei der Bildaufnahme wird, je nach Technik mit oder ohne Licht im Zwischenschritt, das Strahlenbild in ein elektrisches Signalbild umgesetzt. Dieses wird mittels Analog-Digital-Wandler in ein Digitalbild umgewandelt. Anschließend wird das Bild durch Anwendung mathematischer Operationen optimiert. Die Darstellung der Bildgebung erfolgt über Monitore oder Beamer unter Anwendung eines digitalen Bildarchivierungssystems. Sowohl die Bildverarbeitung als auch die Bildbearbeitung stellen markante Vorteile gegenüber der konventionellen Technik dar. Ebenso bietet die digitale Technik ein erhebliches Potenzial zur Dosisreduktion.
    9. 8. Archivierung

      J. Hausmann
      Zusammenfassung
      Der rechtliche Rahmen zur Archivierung von Röntgenaufnahmen ist durch die RÖV gegeben. Röntgenbilder sind demnach mindestens 10 Jahre aufzubewahren, bei Personen unter 18 Jahren bis zum vollendeten 28. Lebensjahr. Die Daten sind in einer für den Anforderer geeigneten Form bereitzustellen. Die Pflicht zur Herausgabe obliegt und verbleibt bei dem Strahlenschutzverantwortlichen. Die Archivierung erfolgt entweder konventionell oder digital. Bei der konventionellen Archivierung bedarf es eines Systems zur Sortierung der ausgedruckten Röntgenfilme. So bietet sich z. B. die Sortierung nach dem Geburtsdatum in Kombination mit dem Nachnamen an. Bei der digitalen Archivierung erfolgt die Zuordnung der Bilddaten zu dem Patienten anhand der vorher an der Modalität erfassten Daten. Studien können dabei anhand der Patientennummer, der Untersuchungsnummer, dem Patientennamen und dem Geburtsdatum identifiziert und zugeordnet werden. Die Speicherung erfolgt digital, heute oft auf Festplatten-RAIDs.
    10. 9. Bildwiedergabesysteme

      G. Schüler
      Zusammenfassung
      Der herausragende Vorteil der digitalen Methoden besteht in ihrem hohen Graustufenumfang. Um diese Bildinformationen umfassend nutzen zu können, ist es erforderlich, die Bildwiedergabesysteme sowohl den digitalen Bildaufnahmetechniken als auch den Tätigkeiten des Mediziners anzupassen. Unter diesem Gesichtspunkt definiert die Qualitätssicherungs-Richtlinie vom 23. Juni 2014 die Begriffe „Befundung“ und „Betrachtung“. In der DIN 6868-157 „Sicherung der Bildqualität in röntgendiagnostischen Betrieben: Abnahme- und Konstanzprüfung nach RöV an Bildwiedergabesystemen in ihrer Umgebung“ werden den Tätigkeiten der Mediziner sogenannte Raumklassen zugeordnet.
    11. 10. Reproduzierbarkeit, Identifikation und Zeichenlegung

      A. Ohmstede, C. Verloh
      Zusammenfassung
      Das Kapitel beschäftigt sich mit der Reproduzierbarkeit, die durch röntgenologische Standardprojektionen und die standardisierten Spezialaufnahmen gewährleistet wird. Die Reproduzierbarkeit gilt dabei nicht nur für die Projektion (Einstelltechnik), sondern auch für die technischen Daten (Aufnahmetechnik). In diesem Kapitel werden außerdem die Identifikation in der digitalen Radiologie über den DICOM-Standard sowie die Zeichenlegung besprochen.
    12. 11. Röntgenologische Standardprojektionen

      A. Ohmstede
      Zusammenfassung
      Die Nomenklatur für die Einstelltechnik orientiert sich an der Richtung des Zentralstrahls (Mittelstrahl des Röntgenstrahlenbündels) durch den menschlichen Körper. Das Kapitel gibt eine Übersicht über die röntgenologischen Standardprojektionen sowie Richtungs- und Lagebezeichnungen.
  3. II Skelettdiagnostik

    1. Frontmatter

    2. 12. Einleitung

      S. Becht
      Zusammenfassung
      In den folgenden Kapiteln wird die Einstelltechnik anhand der anatomisch topographischen Reihenfolge, beginnend mit den oberen Extremitäten und dem Brustkorb bis zum Schädel, dargestellt. Es folgen Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, Becken und untere Extremitäten. Neben der ausführlichen Beschreibung von Standardaufnahmen in den jeweiligen Kapiteln gehören auch einzelne Spezialaufnahmen zu den Inhalten. Zahlreiche anatomische Abbildungen und Fotos zur Einstellung veranschaulichen die Beschreibungen. Die abgebildeten Röntgenbilder helfen beim Verständnis und unterstützen bei der Interpretation. Die Einstelltechniken und technischen Aufnahmedaten richten sich nach den aktuellen Leitlinien der Bundesärztekammer und den Qualitätsanforderungen röntgendiagnostischer Untersuchungen. Die Empfehlungen der Strahlenschutzkommission werden berücksichtigt bzw. Erwähnung finden.
    3. 13. Hand und Handwurzel

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel beschreibt die Einstelltechnik der Hand, Handwurzelknochen und der Finger. Die Komplexität der Hand verlangt eine exakte Kenntnis der Anatomie und der korrekten Einstelltechnik, die Inhalt dieses Kapitels sind. Für jede Aufnahme werden Indikationen, die technischen Aufnahmeparameter, der Ablauf der Untersuchung und der richtige Strahlenschutz beschrieben. Zahlreiche Fotos, anatomische Skizzen und Tipps zur Aufnahme und Einstellungen komplettieren die Beschreibungen. So wird beispielsweise die Anatomie des Handskeletts beschrieben und auf Besonderheiten wird mit zahlreichen Hinweisen eingegangen. Neben den Standard- und Spezialaufnahmen werden auch alternative Techniken für schwierige Aufnahmebedingungen dargestellt.
    4. 14. Unter- und Oberarm

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel widmet sich der Einstelltechnik des Unter- und des Oberarms mit den dazugehörigen Gelenken. Zahlreiche anatomische Skizzen, Fotos zur Patientenlagerung und Röntgenaufnahmen helfen bei der Vorbereitung und Durchführung der Aufnahmen und der Bewertung der Aufnahmen. Besonderer Wert wird auf die Skelettanatomie des Unter- und Oberarms, sowie die anatomischen Besonderheiten des Hand- und Ellenbogengelenkes gelegt. Neben den Standardaufnahmen werden auch Spezialaufnahmen, insbesondere des Hand- und Ellenbogengelenks, sowie alternative Einstellungen bei schwierigen Aufnahmebedingungen gezeigt und beschrieben.
    5. 15. Schultergelenk

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel beinhaltet eine Reihe von Aufnahmetechniken, die bei den zahlreichen Indikationen orthopädischer und unfallchirurgischer Fragestellungen zur Anwendung kommen können. Eine exakte Einstelltechnik des Schultergelenkes ist in Abhängigkeit der Verletzung ist eine Herausforderung bei der technischen Durchführung. In einer Tabelle werden unterschiedliche Einstelltechniken in Abhängigkeit der Fragestellung aufgezählt, die als Entscheidungshilfe für die richtige Wahl der Aufnahmetechnik dienen kann. Jede Aufnahme wird mit den zugehörigen Indikationen, technischen Parametern, Vorbereitungen der Untersuchung und Lagerung beschrieben. Anatomische Skizzen, Fotos und Röntgenbilder vervollständigen die Beschreibungen und geben so ein umfassendes Bild der Qualitätskriterien.
    6. 16. Schultergürtel

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      Dieses Kapitel befasst sich mit dem Schultergürtel. Dieser besteht aus dem Schulterblatt, Schlüsselbein, Schultereckgelenk, Brustbein und Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk und stellt bei der Aufnahmetechnik eine besondere Herausforderung dar. Durch die Vielzahl von Verletzungsmustern kann die Aufnahmetechnik variieren. Zahlreiche anatomische Skizzen, Fotos zur Lagerung und Röntgenaufnahmen, sowie Spezialaufnahmen und alternative Einstelltechniken in Abhängigkeit der Fragestellung werden erklärt.
    7. 17. Brustkorb

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      Inhalt dieses Kapitels ist der Brustkorb. Das Skelett des Brustkorbes besteht aus den Rippen, den Brustwirbeln, dem Brustbein. Diese Skelettapparatur umschließt die Lunge, das Mediastinum und das Herz. Rippenfrakturen sind sehr schmerzhaft und in Abhängigkeit der Aufnahmetechnik oft schwer zu diagnostizieren. Die exakte Einstelltechnik und die Wahl der korrekten Belichtungsdaten werden beschrieben, anatomische Skizzen, Fotos zur Lagerung und Röntgenaufnahmen vervollständigen das Kapitel.
    8. 18. Schädel

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      Aufnahmen des Schädels in der Unfalldiagnostik werden – auch nach den Empfehlungen der Strahlenschutzkommission – durch die Computertomographie ersetzt. Allerdings sind nach wie vor bestimmte Einstelltechniken am Schädel indiziert, weshalb die Autoren eine Auswahl der konventionellen Röntgenaufnahmen aus der Vorauflage übernommen haben. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Anatomie des Schädels gelegt, die durch Zeichnungen verdeutlicht werden und bei der Interpretation der unterschiedlichen Aufnahmen behilflich sein können.
    9. 19. Zähne

      A. Pfeiffer
      Zusammenfassung
      Von den etwa 135 Millionen Röntgenuntersuchungen pro Jahr entfällt mehr als ein Drittel auf die Zahn- und Kieferdiagnostik. Die Untersuchungstechnik unterscheidet intraorale (enorale) und extraorale Aufnahmen. Intraorale Aufnahmen liefern alle Untersuchungstechniken, bei denen der Patient den Detektor (Zahnfilm oder Flachdetektor) in den Mund nimmt. Die bedeutendste intraorale Aufnahmetechnik ist heute die Paralleltechnik. Für extraorale Zahnaufnahmen ist das Orthopanthomogramm der Standard. In der Mund- und Kieferchirurgie kommt zusätzlich die dentale digitale Volumentomographie (DVT) zum Einsatz.
    10. 20. Wirbelsäule

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      Die Wirbelsäule ist Inhalt dieses Kapitels. Die Interpretation von Wirbelsäulenverletzungen setzt sehr gute anatomische Kenntnisse und für eine optimale Einstelltechnik gute aufnahmetechnische Fähigkeiten voraus. Neben der anatomischen Beschreibung, die durch Zeichnungen verdeutlicht werden, ist der Schwerpunkt in diesem Kapitel die Lagerung und Einstelltechnik in Abhängigkeit von den klinischen Angaben und der Fragestellung. Zusätzlich werden Indikationen, technische Aufnahmedaten und die Vorbereitung beschrieben und mit Tipps und Hinweisen zu Qualitätskriterien vervollständigt. Neben den Standard- und Spezialaufnahmen der einzelnen Wirbelsäulenbereiche werden auch alternative Techniken bei schwierigen Aufnahmebedingungen aufgezeigt.
    11. 21. Becken, Hüftgelenk und Oberschenkel

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      Das Becken ist der untere Stützgürtel des menschlichen Körpers und Thema dieses Kapitels. Durch den Anstieg des Lebensalters und der demografischen Entwicklung spielen Sturzverletzungen eine immer größere Rolle. Häufig sind die Hüftgelenke betroffen. Wesentlich zur Beurteilung der Verletzungen in diesem Bereich ist eine exakte Einstelltechnik, eine objektbezogene Einblendung und individuelle Belichtungen. Auch der Umgang mit Strahlenschutzmitteln muss vor einer Aufnahme geprüft und durchdacht werden. Zahlreiche anatomische Skizzen, Fotos zur Lagerung, allgemeine Einstelltechniken und Spezialaufnahmen sowie alternative Einstelltechniken bei schwierigen Aufnahmebedingung werden hier aufgeführt.
    12. 22. Oberschenkel, Kniegelenk und Unterschenkel

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      In diesem Kapitel werden die zahlreichen Einstelltechniken vom proximalen Oberschenkel mit dem Hüftgelenk bis zum distalen Unterschenkel inkl. der zugehörigen Anatomie beschrieben. Das Kniegelenk und das Sprunggelenk sind besonders von orthopädischen und unfallchirurgischen Verletzungen betroffen und gewährleistet bei exakter Einstelltechnik zumindest im knöchernen Bereich eine schnelle und aussagekräftige Beurteilung. Neben den Standardaufnahmen werden auch Spezialaufnahmen, insbesondere des Kniegelenkes, sowie alternative Einstellungen bei schwierigen Aufnahmebedingungen gezeigt und erklärt.
    13. 23. Sprunggelenk und Fuß

      S. Becht, S. Heyl
      Zusammenfassung
      Thema dieses Kapitels sind der Fuß und das Sprunggelenk. Für die radiologische Darstellung dieser Skelettteile sind – ähnlich wie bei der Hand – exakte Kenntnisse über die Anatomie eine Grundvoraussetzung für die optimale Einstelltechnik. Anatomische Skizzen, Fotos für die korrekte Positionierung und Röntgenaufnahmen helfen bei der Umsetzung. Tipps zu Aufnahmen und Einstellungen komplettieren die Beschreibungen.
  4. III Pädiatrische Radiologie

    1. Frontmatter

    2. 24. Einführung

      E. Steinhilber
      Zusammenfassung
      Untersuchungen bei Kindern verlangen ein besonderes Einfühlungsvermögen, Zeit und Geduld. Die konventionelle Röntgenuntersuchung sollte mit geringstmöglicher Strahlendosis bei höchst möglicher Qualität der diagnostischen Bilder durchgeführt werden. Strahlenschutz ist insbesondere bei Kindern wichtig auf Grund von längerer Lebenserwartung, potenzieller Elternschaft und höherer Zellteilungsrate wachsender Organe. Der Erfolg der Untersuchung hängt nicht nur von den Geräten und dem speziell für die Kinderradiologie ausgebildeten medizinischen Personal ab, sondern auch von der Kooperation des Kindes und dessen Angehörigen.
    3. 25. Schultergürtel

      D. E. Heupel
      Zusammenfassung
      Wie auch in der Erwachsenen-Radiologie, kommt es bei den Aufnahmen des Schultergelenkes auf die entsprechende Indikation an. In der Regel werden zwei Ebenen angefertigt, über Ausnahmen entscheidet der anfordernde Arzt. Wir gehen auf die pädiatrischen Besonderheiten bei der a.-p.-Projektion und der Y-Aufnahme ein und geben nützliche Tipps.
    4. 26. Ellenbogengelenk

      D. E. Heupel
      Zusammenfassung
      Ellenbogengelenk a.-p. und seitlich sind die wichtigsten Projektionen für die Darstellung des Ellenbogengelenks. Bei der Geburt bestehen zunächst die gelenkbildenden Epiphysen des Ellenbogengelenkes vollständig aus Knorpelgewebe. Im Wachstum ossifizieren diese in einer absehbaren Reihenfolge und werden im Röntgenbild sichtbar. Hierbei bedarf es einer umfassenden Kenntnis des befundenden Arztes über die verschiedenen Wachstumsphasen, um echte Frakturen und Dislokationen von physiologischen Entwicklungsstadien des kindlichen Ellenbogengelenkes zu unterscheiden.
    5. 27. Schädel

      D. E. Heupel
      Zusammenfassung
      Anfragen zu Röntgen-Schädel-Aufnahmen bei Kindern sind streng zu prüfen, da Kinder relativ viel rotes Knochenmark in der Kalotte aufweisen. Bei einem leichten Schädel-Hirn-Trauma, ohne klinische Symptomatik, ergeben sich aus einer Schädelfraktur keinerlei therapeutische Konsequenzen für den Patienten. Hier kann alternativ eine Sonographie des Schädels zum Ausschluss der Fraktur durchgeführt werden. Bei kindlichen Schädeltraumen mit neurologischen Defiziten ist, im Rahmen der Notfalldiagnostik, eine Computertomographie indiziert.
    6. 28. Wirbelsäule

      E.-J. Beck, E. Steinhilber
      Zusammenfassung
      Die Hauptindikation dieser Aufnahme ist die Skoliose. Diese kann idiopathisch sein (meist bei Adoleszenten) oder eine bekannte Ursache haben wie z. B. Muskeldystrophie, Spina bifida oder Osteogenesis imperfecta. Mit zunehmendem Wachstum kann sich die Erkrankung verschlechtern. Eine Behandlungsmethode ist, mit Hilfe eines speziell angefertigten Korsetts eine Verschlechterung der Skoliose aufzuhalten und die bestehenden Krümmungen zu korrigieren. Diese Patienten werden über Jahre betreut und bekommen häufig halbjährliche klinische und radiologische Kontrollen. Von daher ist es wichtig, die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten.
    7. 29. Becken und Hüftgelenk

      E.-J. Beck, E. Steinhilber
      Zusammenfassung
      Hauptindikationen für Becken- und Hüftgelenksaufnahmen sind Hüftdysplasien, Luxationen, Frakturen oder entzündliche und tumoröse Erkrankungen. Zur Beurteilung einer Hüftdysplasie ist aus Strahlenschutzgründen im ersten Lebensjahr die Ultraschalluntersuchung der Röntgenaufnahme vorzuziehen, da in diesem Alter die knorpeligen Anteile der Hüfte noch überwiegen. Ergänzt wird die Aufnahmetechnik durch Spezialaufnahmen wie Faux-Profil oder die Bestimmung der Antetorsionswinkel nach Rippstein.
    8. 30. Ganzbeinaufnahmen

      E.-J. Beck, E. Steinhilber
      Zusammenfassung
      Ganzbeinaufnahmen zur Bestimmung der Beinlängendifferenz oder zur Winkel- und Achsbestimmung werden heute digital angefertigt. Für Speicherfolien, benötigt man üblicherweise ein Spezialstativ (mit Maßstabsraster), in das drei sich überlappende Speicherfolienkassetten eingelegt werden. An der Workstation werden die Aufnahmen anschließend mittels entsprechender Software größenrichtig zusammengesetzt. Ähnliche Funktionen finden sich oftmals auch an stationären Multifunktionsgeräten für die Direktradiographie.
    9. 31. Sprunggelenk und Fuß

      Y. Röhlk
      Zusammenfassung
      Aufnahmen des Fußes haben in der pädiatrischen Radiologie einen hohen Stellenwert. Fehlstellungen und Deformitäten sollten im Kindesalter frühzeitig erkannt und diagnostiziert werden, um noch während der Wachstumsphase eine erfolgsversprechende Therapie zu starten. So zeigen Stehaufnahmen die Verhältnisse unter Belastung, gehaltene Aufnahmen zeigen die Korrigierbarkeit und Flexibilität, wohingegen die klassische Fußaufnahme (d.p. und schräg) den Fokus auf der Anatomie und Traumatologie hat.
    10. 32. Thorax, innere Organe und Urogenitalsystem

      Y. Röhlk, E. Steinhilber
      Zusammenfassung
      Die Aufnahme der Thoraxorgane bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern unterliegt einer sehr strengen Indikationsstellung. Eine Ebene ist meist ausreichend. Nur bei besonderen Fragestellungen ist eine zweite Ebene notwendig. Ebenfalls einer sehr strengen Indikationsstellung unterliegen bei Kindern Durchleuchtungsuntersuchung des Gastrointestinaltraktes oder des Urogenitalsystems zum Nachweis eines Rückflusses von Urin über die Harnleiter (Ureter) in das Nierenbecken (vesiko-uretero-renaler Reflux, VUR). Es sollte immer an alternative Untersuchungen ohne Strahlenexposition wie die Ultraschalluntersuchung und die Endoskopie gedacht werden.
    11. 33. Sonstige Aufnahmen

      D. E. Heupel, E. Steinhilber
      Zusammenfassung
      Die sonstigen Aufnahmen umfassen Einstelltechniken zur Bestimmung des Knochenalters durch Aufnahme der linken Hand, zur Durchleuchtung bei Verdacht auf Fremdkörperingestion sowie die Röntgenuntersuchung bei Verdacht auf Kindesmisshandlung.
  5. IV Innere Organe

    1. Frontmatter

    2. 34. Thoraxorgane

      A. Pfeiffer, R. Roßdeutscher
      Zusammenfassung
      Der Röntgenthorax gehört zu den in der Diagnostik unverzichtbaren Aufnahmetechniken, egal ob an einer stationären Röntgeneinrichtung oder als Bettlunge auf Station am fahrbaren Röntgengerät. Weitgehend durch das CT ersetzt sind jedoch ergänzende Einstellungen wie die Lungenspitzen oder Durchleuchtungszielaufnahmen.
    3. 35. Halsweichteile

      A. Pfeiffer, R. Roßdeutscher
      Zusammenfassung
      Die Röntgenuntersuchung der Halsweichteile nativ, mit Kontrastmittel und unter Durchleuchtung ist eine noch vorgesehene Indikation zur Fremdkörperlokalisation oder als Spezialverfahren zur (präoperativen) Dokumentation der lufthaltigen Trachea und ggf. Alteration durch Struma o. ä.
    4. 36. Bauchraum (Abdomen)

      A. Pfeiffer, R. Roßdeutscher
      Zusammenfassung
      Die Aufnahme des Abdomens im Stehen, Liegen oder in Linksseitenlage sind Übersichtsaufnahmen, die bei akuten Bauchschmerzen, Koliken oder stumpfen Verletzungen der Bauchorgane angefertigt werden.
    5. 37. Gastrointestinaltrakt (Speiseröhre, Magen und Dünndarm)

      A. Pfeiffer, R. Roßdeutscher
      Zusammenfassung
      klassischen Röntgenuntersuchungen des Magen-Darm-Traktes sind weitgehend durch die Endoskopie, den Ultraschall oder MRT ersetzt. Für wenige Ausnahmen, z. B. postoperative Anastomosenkontrolle oder Schluckbeschwerden, empfiehlt die Strahlenschutzkommission in ihrer Orientierungshilfe noch die Röntgenuntersuchung. Zum Einsatz kommt dabei Vorzugsweise die Darstellung im Doppelkontrastverfahren.
    6. 38. Dickdarm (Kolon, Intestinum crassum)

      A. Pfeiffer, R. Roßdeutscher
      Zusammenfassung
      Die Röntgenuntersuchung des Dickdarms in Doppelkontrast gilt als Alternative oder als weiterführende Untersuchung zur Endoskopie. Ohne diagnostischen Wert ist die Methode bei der Frage nach gastrointestinaler Blutung zu sehen.
    7. 39. Gallenblase und Gallenwege

      A. Pfeiffer, R. Roßdeutscher
      Zusammenfassung
      Durch die Sonographie, Computertomographie, Endosonographie, endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) und die Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) sind sämtliche konventionellen Röntgenkontrastdarstellungen der Gallenwege heute obsolet. In speziellen Fällen wird eine perkutane transhepatische Cholangiographie (PTC) durchgeführt.
  6. V Spezielle röntgendiagnostische Methoden

    1. Frontmatter

    2. 40. Radiologische Untersuchungen der weiblichen (und männlichen) Brust

      C. Verloh
      Zusammenfassung
      Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Für eine qualifizierte Mammadiagnostik nimmt die MTRA eine zentrale Rolle ein. Voraussetzung für eine korrekte Befundung ist das adäquat durch die MTRA erstellte Mammogramm. Dies erfordert eingehende Kenntnisse der ganzheitlich anatomischen Verhältnisse, der Menschenführung, der Einstell- und Gerätetechnik sowie Erfahrung bei der Beurteilung der diagnostischen Bildqualität. Dieses Kapitel gibt eine Übersicht über die Untersuchungsmethoden der weiblichen und männlichen Brust. Schwerpunkt dieses Kapitels ist die mammographische Einstelltechnik nach den Anforderungen der Qualitätssicherung.
    3. 41. Röntgendiagnostik der Gelenke (Arthrographie mit Röntgenkontrastmittel)

      R. Bittner, R. Roßdeutscher
      Zusammenfassung
      Ziel der Untersuchungen ist die röntgenologische Darstellung von Gelenken und den zugehörigen Gelenkräumen begrenzt durch die Gelenkkapseln mit Hilfe von intraartikulär injiziertem jodhaltigen Röntgenkontrastmittel.
    4. 42. Röntgendiagnostik des Urogenitalsystems

      R. Bittner, R. Roßdeutscher
      Zusammenfassung
      Ziel der Untersuchungen ist die röntgenologische Darstellung der Nieren, der ableitenden Harnwege einschließlich Harnblase und Urethra mithilfe von intravenös appliziertem und ausgeschiedenen jodhaltigen Röntgenkontrastmittel.
    5. 43. Röntgendiagnostik von Gängen, Höhlen und Fisteln

      R. Bittner, R. Roßdeutscher
      Zusammenfassung
      Ziel ist die röntgenologische Darstellung von Drüsengängen, Flüssigkeitsdepots und Fistelgängen; sie wird heute nur noch sehr selten durchgeführt.
  7. VI Interventionelle Radiologie

    1. Frontmatter

    2. 44. Röntgendiagnostik der Arterien (Arteriographie, Angiographie)

      R. Bittner, U. Kraemer
      Zusammenfassung
      Die Angiographie erlaubt eine minimal-invasive Darstellung aller arteriellen Gefäße des Körpers zur Diagnostik und zur Planung vor Therapie.
    3. 45. Gefäßintervention, perkutane transluminale Angioplastie (PTA)

      R. Bittner, U. Kraemer
      Zusammenfassung
      Bei diesen Eingriffen werden mithilfe spezieller Dilatations- oder Ballonkatheter Gefäße aufgedehnt und Stents (Metallgitterendoprothesen) eingesetzt.
    4. 46. Angiographische medikamentöse Thrombolyse

      R. Bittner, U. Kraemer
      Zusammenfassung
      Die lokale Einbringung von chemischen thrombolytischen Medikamenten kann die Durchblutung deutlich verbessern sowie bestehende frische thrombembolische Veränderungen insbesondere in den kleinen Arterien beseitigen.
    5. 47. Angiographische Embolisation und mechanische Thrombektomie

      R. Bittner, U. Kraemer
      Zusammenfassung
      Die angiographische Embolisation verursacht einen gewollten Verschluss eines oder mehrerer Gefäße (z. B. zur Durchblutungsreduzierung von Tumoren) bzw. die Thrombosierung von Aneurysmata durch Einbringen von kleinen Fremdkörpern (Coils, Partikel) über geeignete Katheter in die ausgewählten Gefäße bzw. Gefäßaussackungen. Die mechanische Rekanalisation von thrombosierten Gefäßen erlaubt eine schnelle Wiedereröffnung mittels sog. Aspirationskathetern und Stent-Retrievern in ausgewählten Fällen. Auch ältere Thromben können so entfernt werden, die mittels klassischer Thrombolyse nicht mehr beseitigt werden können.
    6. 48. Röntgendiagnostik der Venen (Veno- oder Phlebographie)

      R. Bittner, U. Kraemer
      Zusammenfassung
      Die Venographie ist das minimal-invasive Pendant zur Arteriographie. Hier können auch indirekt sämtliche venöse Gefäße des Körpers diagnostisch und zur Planung vor Therapie dargestellt werden.
    7. 49. Radiologische Diagnostik der Lymphgefäße und -knoten

      R. Bittner, U. Kraemer
      Zusammenfassung
      Die Lymph(angioaden)ographie zur Darstellung der Lymphgefäße und -knoten mit öligem, jodhaltigem Röntgenkontrastmittel wird heute nicht mehr durchgeführt. Als alternative Verfahren zur Darstellung von Lymphknoten dienen hauptsächlich CT und MRT, bei onkologischen und speziellen Fragestellungen kommt auch die kombinierte Positronenemissionstomographie mit der Computertomographie (PET-CT) zum Einsatz. In Einzelfällen z. B. bei Chylothorax kann eine szintigraphische Darstellung der Lymphbahnen und -knoten versucht werden.
    8. 50. Röntgendiagnostik des Rückenmarks (Myelographie)

      R. Bittner, U. Kraemer
      Zusammenfassung
      Die Myelographie ist die indirekte Darstellung des Rückenmarks und der Nervenwurzeln mithilfe der Kontrastierung des umgebenden Liquorraumes durch minimal-invasive Einbringung von geeignetem Röntgenkontrastmittel. Sie kann noch verfeinert werden durch eine Post-Myelo-CT. Die alternative nicht invasive MR-Myelographie ohne Strahlenexposition ist heute das Verfahren der Wahl.
    9. 51. Sonstige bildgesteuerte Interventionen

      R. Bittner, U. Kraemer
      Zusammenfassung
      Bildgesteuerte radiologische Interventionen haben einen hohen Stellenwert wegen der minimalen Invasivität und können oft chirurgische Eingriffe ersetzen bzw. vermeiden.
  8. VII Spezielle bildgebende Verfahren

    1. Frontmatter

    2. 52. Computertomographie (CT)

      A. Riemer
      Zusammenfassung
      Die Computertomographie ist ein nichtinvasives röntgenologisches Schnittbildverfahren, das einen digitalen Bildaufbau verwendet. Es hat sich zur wichtigsten radiologischen Untersuchungstechnik für die meisten Körperregionen entwickelt. Heute werden CT-Untersuchungen fast ausschließlich in Spiral-CT-Technik durchgeführt. Sequenzielle Akquisitionstechniken finden meist nur noch bei Schädel-CT-Untersuchungen Anwendung.
    3. 53. Ultraschalldiagnostik (Sonographie)

      C. Vockelmann
      Zusammenfassung
      Die Sonographie als nichtinvasives Verfahren ist fester Bestandteil und oftmals primäres Verfahren der bildgebenden Diagnostik. Erzeugt werden bei der Sonographie Schnittbilder des Körpers durch den Einsatz von Schallwellen, die oberhalb des menschlichen Hörvermögens liegen.
    4. 54. Magnetresonanztomographie (MRT)

      R. Bittner, V. Diehl
      Zusammenfassung
      Das Kapitel beschreibt die Bildgebung mittels der Magnetresonanztomographie (MRT). Kurz erläutert werden die physikalischen Grundlagen der MRT, die Bildbeurteilung, Indikationen, Anwendung von Kontrastmitteln, Untersuchungsdauer, Artefakte sowie die Vor- und Nachteile des Verfahrens.
  9. VIII Kontrastmittel

    1. Frontmatter

    2. 55. Röntgenkontrastmittel

      P. Kuvvetli
      Zusammenfassung
      Röntgenkontrastmittel werden eingeteilt in positive (Barium, Jod) und negative (z. B. Luft, CO2), je nach ihrer Röntgendichte. Röntgenkontrastmittel werden parenteral (intravenös, intraarteriell), oral, rektal oder intrakavitär (in Körperhöhlen) angewendet. Parenterale Röntgenkontrastmittel sind jodhaltig und werden über die Niere wieder ausgeschieden. Sie dienen zur Darstellung der Nieren (Urographie), Venen (Phlebograpie), Arterien (Arteriographie) und anderen Organen. Das Hauptanwendungsgebiet ist jedoch die Computertomographie (CT). Orale und rektale Röntgenkontrastmittel sind entweder nicht-wasserlösliche Bariumsulfat-haltige Suspensionen (BaSO4) oder wasserlösliche jodhaltige Röntgenkontrastmittel. Bariumsulfat wird nicht resorbiert und wird zur Darstellung von Speiseröhre, Magen oder Darm angewendet. Bei Kontraindikation von Bariumsulfat wie z. B. Verdacht auf Magendurchbruch oder Aspirationsgefahr werden wasserlösliche jodhaltige Röntgenkontrastmittel eingesetzt.
    3. 56. Eigenschaften der kontrastgebenden Substanzen und ihre Anwendung

      P. Kuvvetli
      Zusammenfassung
      Der Einsatz von Kontrastmittel (KM) ist erforderlich, wenn die zu untersuchende Regionen aufgrund geringer Absorptionsunterschiede mit der Umgebung im Röntgenbild nicht ausreichend zu differenzieren sind. Die negativen KM (dazu gehören alle Gase) vermindern die Absorption und stellen sich im Röntgenbild dunkel dar. Positive KM sind z. B. alle jodhaltigen Kontrastmittel (wasserlöslich) und Bariumsulfat (nicht-wasserlöslich), im Röntgenbild erhält man einen weißen Kontrast. Bariumsulfat wird in der Magen-Darm-Diagnostik angewendet. Aufgrund der guten Wirksamkeit und Verträglichkeit werden im konventionellen Röntgen und in der Computertomographie bevorzugt nichtionische monomere jodhaltige RKM eingesetzt..
    4. 57. Intravasale Kontrastmitteluntersuchungen

      P. Kuvvetli
      Zusammenfassung
      Vor einer KM-Untersuchung ist eine gründliche Anamnese notwendig zur Einschätzung des Risikoprofils und einer Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt. Es sollten nichtionische Kontrastmittel angewendet werden, die auf Körpertemperatur vorgewärmt sind, um die Verträglichkeit zu erhöhen. KM-Reaktionen sind selten. Auf hygienisches Arbeiten ist zu achten. Leichte KM-Reaktionen können Vorboten für einen Schock sein. Akute Reaktionen treten in den ersten Minuten nach der KM-Applikation auf. Entsprechende Notfallmaßnahmen sollten regelmäßig trainiert werden, die Medikamente und Ausrüstung für den Notfall müssen immer bereit sein. 30 Minuten nach KM-Gabe sollte eine Überwachung des Patienten in der Radiologie erfolgen.
    5. 58. Kontrastmittel in der MRT

      P. Kuvvetli
      Zusammenfassung
      In der MRT-Diagnostik werden derzeitig ausschließlich gadoliniumhaltige Kontrastmittel angewendet. Makrozyklische Kontrastmittel sollten wegen ihrer höheren Stabilität und Sicherheit gegenüber Linearen in der Routine-Diagnostik (i.v.-Anwendung) bevorzugt eingesetzt werden, insbesondere bei Kindern und Schwangeren.
    6. 59. Ultraschallkontrastmittel

      P. Kuvvetli
      Zusammenfassung
      Ultraschallkontrastmittel sind Mikrobläschen, die intravenös appliziert werden und die Schallwellen verstärken (Signalverstärker). In Deutschland gibt es nur Perfluorverbindungen mit eingeschränkten zugelassenen Indikationen.
  10. Backmatter

In b.Flat SpringerMedizin.de Gesamt enthaltene Bücher

Titel
Lehrbuch der radiologischen Einstelltechnik
Herausgegeben von
Stefanie Becht
Roland C. Bittner
Anke Ohmstede
Andreas Pfeiffer
Reinhard Roßdeutscher
Copyright-Jahr
2019
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-56256-7
Print ISBN
978-3-662-56255-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-56256-7

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Bildnachweise
Mann wird in einen Magnetresonanztomographen gefahren/© auremar / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Junge Frau in Krankenhaus-Kleidung/© gpointstudio / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)