Lehrreicher Fallbericht: ausgefallener Pilzbefall beim atopischen Ekzem
- 20.08.2025
- Online-Artikel
Ein atopisches Ekzem, das normalerweise leicht zu diagnostizieren ist, kann in einigen Fällen durch das Auftreten ungewöhnlicher Pilze kompliziert werden. Solche Fälle erfordern eine sorgfältige mykologische Untersuchung, um die genaue Ursache der Symptome zu bestimmen.
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In der Zeitschrift "Die Dermatologie" wurde ein bemerkenswerter Fall berichtet: Bei einem 18-jährigen Patienten mit atopischem Ekzem wurden auf der Haut zwei seltene Pilze, Arthroderma onychocola und Arthroderma quadrifidum nachgewiesen. Diese Entdeckung wirft Fragen zur klinischen Relevanz solcher Funde auf und zeigt die Notwendigkeit einer fundierten Interpretation im klinischen Kontext.
Diagnose
Die mykologische Untersuchung des Patienten ergab das Vorhandensein von Arthroderma onychocola und Arthroderma quadrifidum, zwei Pilzen, die normalerweise nicht mit Hautinfektionen in Verbindung gebracht werden. Arthroderma onychocola wurde bisher nur in wenigen Fällen beschrieben und ist bekannt dafür, aus Nagelmaterial isoliert zu werden, ohne dass eine klare pathogene Rolle nachgewiesen wurde. Die genetische Analyse bestätigte die Identität der Pilze, wobei sich herausstellte, dass beide Arten geophile Dermatophyten sind, die normalerweise im Boden vorkommen. Diese Entdeckung war besonders überraschend, da keine Pilzelemente in der initialen histologischen Untersuchung des Hautmaterials gefunden wurden.
Therapie
Die Behandlung des Patienten mit topischen Kortikosteroiden führte zu einer vollständigen Abheilung der Hautveränderungen, und bei einer Nachuntersuchung waren keine Pilze mehr nachweisbar. Dies legt nahe, dass es sich um eine vorübergehende Besiedlung der Haut handelte, die möglicherweise durch eine gestörte Hautbarriere begünstigt wurde. Diese Beobachtung unterstreicht die Bedeutung einer genauen Speziesbestimmung bei der Diagnose von Hautinfektionen, da geophile Dermatophyten wie Arthroderma onychocola und Arthroderma quadrifidum in der täglichen Praxis leicht übersehen werden könnten.
Fazit
Dieser Fall zeigt, dass auch in Deutschland mit Arthroderma onychocola gerechnet werden muss und dass eine genaue Bestimmung der Dermatophyten auf Speziesebene entscheidend ist, um die klinische Relevanz solcher Funde zu beurteilen. Dermatolog:innen sollten bei der Interpretation mykologischer Ergebnisse besonders vorsichtig sein und die Möglichkeit einer Besiedlung durch geophile Dermatophyten in Betracht ziehen. Dies ist besonders wichtig, da solche Pilze möglicherweise eine höhere Verbreitung haben, als bisher angenommen, und ihre Fähigkeit, die Haut zu besiedeln, durch spezifische Umweltfaktoren oder eine gestörte Hautbarriere begünstigt werden könnte. Faktoren, die geophilen Dermatophyten das Überleben auf der Haut erleichtern könnten, sollten bei jeder Patientin / jedem Patienten berücksichtigt werden, um eine angemessene Behandlung und Pflege zu gewährleisten.
Dieser Text ist eine KI generierte Zusammenfassung, die von Springer Medizin erstellt, geprüft und nachbearbeitet wurde.
Quelle: Brasch J et al. Arthroderma onychocola plus Arthroderma quadrifidum auf atopischem Ekzem. Dermatologie 2025; https://doi.org/10.1007/s00105-025-05525-w
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