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Über dieses Buch

Die Qualifizierung zum Lehrrettungsassistenten ist die häufigste Weiterbildung von Rettungsassistenten in Deutschland. Lehrrettungsassistenten sind für die Ausbildung von Rettungsassistenten mitverantwortlich. Sie müssen nicht nur fachlich versiert sein, sondern auch über ein hohes Maß an pädagogisch, didaktischer Kompetenz verfügen. Der Autor vermittelt sowohl dem Lehrrettungsassistenten in Ausbildung als auch dem bereits tätigen Lehrrettungsassistenten die pädagogischen Grundlagen der Ausbildungs- und Unterrichtstätigkeit, u.a. Unterrichtsmethoden, Unterrichtsmedien, Planung des Unterrichts, Lernziele definieren und Lernerfolge messen. Neben klassischen pädagogischen Themen werden auch erweiterte Ansätze vorgestellt, wie Konfliktmanagement, Kommunikation, Arbeits- und Sozialrecht sowie Anforderungen an das Personal im Rettungsdienst. Die Inhalte orientieren sich am gemeinsamen Curriculum der bundesdeutschen Hilfsorganisationen von DRK, ASB, JUH, MHD. Eine Erweiterung der Lehrtätigkeit stellt die Qualifizierung zum Dozent im Rettungsdienst dar, der vorwiegend an Rettungsdienstschulen tätig ist. Auch für diese Personengruppe ist das Werk hervorragend geeignet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Qualifikationen im Rettungsdienst

Eine Qualifikation ist die Fähigkeit einer Person, eine bestimmte geistige bzw. praktische Tätigkeit auf einem gewissen Niveau auszuführen. Man erreicht sie durch Aus- bzw. Fortbildung, Übung und Erfahrung. Das Spektrum der Qualifikationen im Rettungsdienst ist breit. Für die Arbeit des Lehrrettungsassistenten (LRA) und des Dozenten im Rettungsdienst (Dozent) sind vor allem die Qualifikationen des Rettungs- und Bildungspersonals von besonderem Interesse.

Steffen Pluntke

2. Bildungssystem der Bundesrepublik Deutschland

Als Bildungssystem bezeichnet man die öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen. Das deutsche Bildungssystem gliedert sich in einen allgemeinbildenden und einen berufsbildenden Teil. Es ist vielfältig gegliedert und weist eine Fülle von Bildungsgängen, Zugangswegen und Abschlüssen auf.

Steffen Pluntke

3. Grundbegriffe der Erwachsenenbildung

Wie in jeder Fachdisziplin gibt es auch in der Erwachsenenbildung zentrale Grundbegriffe, mit deren Bedeutung der Lehrrettungsassistent (LRA) bzw. der Dozent im Rettungsdienst (Dozent) vertraut sein müssen.

Steffen Pluntke

4. Grundlagen des Lernens

Um Lehren zu können, muss man das Lernen verstehen. Nur ein Lehrrettungsassistent (LRA) bzw. Dozent im Rettungsdienst (Dozent), der die Grundlagen des Lernens kennt, kann daraus begründete didaktisch-methodische Konsequenzen für die Gestaltung seiner Aus- und Weiterbildung ziehen.

Steffen Pluntke

5. Gedächtnis

Die Fähigkeit des Gehirns, Informationen aus der Umwelt aufzunehmen, zu speichern und bei Bedarf abzurufen, bezeichnet man als Gedächtnis. Solche Informationen umfassen nicht nur Faktenwissen, sondern auch Empfindungen und persönliche Erlebnisse. Das Gedächtnis als Speichermedium bietet den Vorteil, einmal gemachte Erfahrungen zu konservieren, sodass der Mensch nicht ständig neu ausprobieren muss, wie er sich in einer Situation erfolgreich verhalten kann.

Steffen Pluntke

6. Organisation und Förderung des Lernens

Die Beherrschung von Lern-, Mnemo-, Arbeitsund Zeitmanagementmethoden erleichtert den Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten. Bei den lernfördernden Maßnahmen in der rettungsdienstlichen Aus- und Weiterbildung muss die Vermittlung solcher Techniken fester Bestandteil sein. Die Tätigkeit im Rettungsdienst unterliegt dem stetigen Wandel von medizinischen Erkenntnissen. Das Lernen wird so zu einer lebens- und berufsbegleitenden Aufgabe. Lern-, Mnemo-, Arbeits- und Zeitmanagementmethoden helfen, sich Wissen und Fertigkeiten schnell und nachhaltig anzueignen.

Steffen Pluntke

7. Unterrichten und Ausbilden

Unterrichten und Ausbilden sind Tätigkeiten, bei denen eine Person (Lehrrettungsassistent, Dozent im Rettungsdienst, Trainer, Lehrkraft, Ausbilder etc.)andere Personen (Lernende, Teilnehmer, Praktikanten)in institutionalisierter Form (Kurs, Seminar, Ausbildung, Praktikum)in vorwiegend direkter Kommunikationüber längere Zeitspannen (z. B. Unterrichtsstunde, Seminar, Lehrgang, Praktikumsdauer)bei der Aneignung, Festigung, Wiederholung oder Überprüfung umfangreicher Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen unterstützt.

Steffen Pluntke

8. Lernziele

Die Formulierung von Lernzielen ist eine Aufgabe der Unterrichts- und Ausbildungsplanung. Ein Lernziel ist die genaue Beschreibung des angestrebten Ergebnisses eines Lehr-lern-Prozesses. Es beschreibt Kenntnisse, Fertigkeiten oder Einstellungen, die sich Lernende im Verlauf der Aus- und Weiterbildung aneignen oder entwickeln sollen. Lernziele geben damit den Sollzustand nach Abschluss eines Lernprozesses an. Lernziele, die klar und unmissverständlich formuliert sind, stellen eine Richtschnur für den LRA/Dozenten und die Lernende gleichermaßen dar.

Steffen Pluntke

9. Planung von Aus- und Weiterbildung

Alles, was wichtig und komplex ist, muss geplant werden. Ohne Planung bleibt alles dem Zufall überlassen. Planung versteht sich als gedankliche Vorwegnahme der Durchführung der Aus- und Weiterbildung. Der Lehrrettungsassistent (LRA) bzw. Dozent im Rettungsdienst (Dozent) muss bei der Planung eine Vielzahl von Faktoren kennen und berücksichtigen.

Steffen Pluntke

10. Unterrichtsmethoden

Das aus dem Griechischen stammende Wort Methode kann mit »dem Weg zu etwas hin« übersetzt werden. Es bezeichnet das planmäßige Vorgehen, um ein definiertes Ziel zu erreichen. In der Ausund Weiterbildung wird planmäßig gelehrt. Das Lernen wird nicht dem Zufall überlassen, sondern findet systematisch statt. Unterrichtsmethoden sind Verfahrensweisen, um Lernziele zu erreichen und Themen zu vermitteln.

Steffen Pluntke

11. Unterrichtsmedien

Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen im Rettungsdienst, die sich ausschließlich auf Sprache stützen und in denen keine anderen Medien eingesetzt werden, sprechen die Sinneskanäle nur einseitig an und überfordern sie damit. Ein solcher Unterricht bietet wenig Abwechslung, stellt hohe Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit und fördert die Lernenden nicht ausreichend. Daher ist es Aufgabe des Lehrrettungsassistenten (LRA) bzw.

Steffen Pluntke

12. Lernkontrollen und Beurteilungen

Leistungserhebungen in Form von Prüfungen und Beurteilungen sollen Auskunft darüber geben, in welcher Quantität und Qualität die kognitiven, psychomotorischen und affektiven Lernziele vom Lernenden erreicht wurden. Eine Leistungserhebung kann sowohl auf Lernkontrollen (mündlich, schriftlich oder praktisch) als auch auf Beurteilungen (verbal oder schriftlich) beruhen.

Steffen Pluntke

13. Soziales Management

Der Mensch ist ein soziales Wesen und kann sich nicht isoliert von sozialen Kontakten entwickeln. Das Zusammenleben in einer Gemeinschaft erfordert Kommunikationskodes, die der Verständigung dienen. Auch der Berufsalltag eines Lehrrettungsassistenten (LRA) bzw. Dozenten im Rettungsdienst (Dozenten) ist von vielfältigen kommunikativen Situationen (z. B. Vorstellungs-, Unterrichts-, Konflikt-, Patienten-, Pausen- und Beurteilungsgespräch, Diskussion) geprägt. Grundkenntnisse über Kommunikationsprozesse sind daher eine tragende Säule seiner Kompetenzen.

Steffen Pluntke

14. Grundlagen des Arbeitsrechts

Die Lehrrettungsassistenten (LRA) bzw. Dozenten im Rettungsdienst (Dozenten) sind neben der fachlichen und pädagogischen Arbeit häufig auch die ersten Ansprechpartner bei Fragen zum Arbeitsrecht. Sie müssen daher mit den Grundlagen des Arbeitsrechts vertraut sein.

Steffen Pluntke

15. Grundlagen des Sozialrechts

Für viele junge Berufseinsteiger stellt die Ausbildung im Rettungsdienst auch die erste Begegnung mit dem bundesdeutschen Sozialsystem dar. Der Lehrrettungsassistent (LRA) bzw. Dozent im Rettungsdienst (Dozent) sollte deshalb mit seinen wesentlichen Prinzipien vertraut sein.

Steffen Pluntke

Backmatter

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