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11.03.2020 | Leichenschau | CME Fortbildung | Ausgabe 3/2020

CME 3/2020

Die ärztliche Leichenschau

Teil 2

Zeitschrift:
CME > Ausgabe 3/2020
Autoren:
Prof. Dr. med. Burkhard Madea, Dr. med. Elke Doberentz
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise
Zusatzmaterial online: Zu diesem Beitrag sind unter https://​doi.​org/​10.​1007/​s11298-020-0862-9 für autorisierte Leser zusätzliche Dateien abrufbar.

Zusammenfassung

Im Rahmen der Leichenschau ist die letztendliche Todesursache zu benennen, die aus einer Todesursachenkaskade resultiert und auf ein Grundleiden zurückzuführen ist. Beim Grundleiden handelt es sich um die zum Tode führende Erkrankung, bei der letztendlichen Todesursache um die Art des Todeseintritts bei einer bestimmten Grundkrankheit. Bei erwarteten Todesfällen sollte immer eine sichere Angabe von Grundleiden und Todesursache möglich sein. Dies ist bei nicht erwarteten Todesfällen deutlich schwieriger. Bei der Angabe einer Todesursachenkaskade kann man sich an einer Graduierung morphologischer und klinischer Befunde hinsichtlich ihrer todesursächlichen Dignität sowie sogenannten Sterbenstypen orientieren. Im Rahmen der ärztlichen Leichenschau ist die ärztliche Schweigepflicht nach § 203 StGB durchbrochen und es bestehen Anzeige- und Meldepflichten. Bei unsachgemäßer Leichenschau (Ordnungswidrigkeit) drohen Sanktionen. Kommen auch Lebende zu Schaden, können auch Straftatbestände vorliegen. Durch die vom Bundesgesundheitsministerium erlassene 5. Änderungsverordnung zur Gebührenordnung für Ärzte wird die Leichenschau seit dem 01.01.2020 deutlich besser vergütet.

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Literatur
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