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Die Chirurgie

Lernen von anderen – Semitendinosus-Sehnen-Netz für die Leistenhernienoperation (HoTT-TAPP)

Fallserie mit Demonstration der Machbarkeit

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Kunststoffnetze werden vielfach in der Medizin angewendet. Da sie aus verschiedenen Gründen umstritten sind, werden Alternativen dazu gesucht.

Ziel der Arbeit

Darstellung einer Fallserie von Leistenhernienoperationen (TAPP) mit einem biologischen Netz aus autologem Sehnengewebe.

Material und Methoden

Laparoskopische transperitoneale Leistenhernienoperation bei 5 Patienten mit Gewebe der Sehne des Musculus semitendinosus bei einseitiger Leistenhernie.

Ergebnisse

Alle 5 Patienten konnten erfolgreich operiert werden.

Schlussfolgerung

Sehnengewebe aus dem Oberschenkel wird in der Kniechirurgie und inzwischen auch von Gynäkologen in der Deszensuschirurgie erfolgreich eingesetzt. Da die Morbidität an der Entnahmestelle gering und das Gewebe stabil ist, wäre ein routinemäßiger Einsatz zukünftig auch in der Hernienchirurgie denkbar.

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Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Einleitung

Weltweit werden jedes Jahr mehr als 20 Mio. Leistenhernien operiert [1]. Das Lebenszeitrisiko für die Entwicklung eines symptomatischen Leistenbruchs liegt bei Männern bei etwa 27 % und bei Frauen bei 3 %. Damit gehört die operative Versorgung einer Leistenhernie zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Die gebräuchlichsten chirurgischen Methoden sind die offene Lichtenstein-Technik und minimal-invasive Verfahren wie die transabdominale präperitoneale (TAPP) und die total extraperitoneale (TEP) Operation [2]. Liegen keine Kontraindikationen vor, werden minimal-invasive Methoden bevorzugt, da die Langzeitergebnisse gegenüber offenen Verfahren überlegen sind [3]. Dennoch stützen sich sowohl die Lichtenstein-Technik als auch die laparoskopischen Verfahren TAPP und TEP auf den Einsatz synthetischer permanenter Netze.

Sehnengewebe in der Kniechirurgie

Kunststoffe wurden in den 1970er- und 1980er-Jahren in der Kniechirurgie zur Behandlung von Verletzungen des vorderen Kreuzbandes eingeführt [4]. Nach einigen Jahren stellte sich heraus, dass die klinischen Ergebnisse mit Kunststoffen unzureichend waren. Das Material führte zu chronischen Infektionen im Knie [5] mit konsekutiv hoher Arthrose in diesem Gelenk, und die Materialien waren weniger haltbar als erhofft [6]. Versuche, autologes Gewebe mit synthetischem Material zu kombinieren, zeigte keinen Vorteil [7]. Die Erfahrungen führten schließlich dazu, dass bei dieser Indikation weitestgehend auf Fremdmaterial verzichtet wurde [8]. Bereits 1913 wurden in Tierversuchen autologe Gewebe aus Fascia lata, Sehne und Periost für den vorderen Kreuzbandersatz verwendet [9]. Trotz vernünftiger Ergebnisse mit Sehnengewebe dauerte es bis zum Ende des letzten Jahrhunderts, bis es Einzug in die Kniechirurgie hielt. Dabei wurde herausgefunden, dass die Sehne mit der geringsten kurz- und langfristigen Morbidität im Entnahmebereich die Semitendinosus-Sehne ist. Entsprechend wird sie heutzutage üblicherweise für diese Knieoperation verwendet.

Sehnen in der Beckenbodenchirurgie

Ein Vorfall der Beckenorgane ist ein sehr häufiges Problem bei Frauen. Da konservative Ansätze die Beschwerden meist nur im Frühstadium lindern, wurden chirurgische Verfahren entwickelt. Prolapsoperationen mit autologem nativem Gewebe aus dem Beckenbodenbereich führten nicht zu überzeugenden Ergebnissen [10]. Als Alternative wurden Ansätze mit biologischen Transplantaten wie der Fascia lata oder der Faszie des M. rectus abdominis entwickelt. Die Entnahme dieses Gewebes ist jedoch zu invasiv, um sie in die klinische Routine zu integrieren [11]. Daher wurden die aus der Hernienchirurgie bekannten synthetischen Netze Ende der 1990er-Jahre in die Beckenbodenchirurgie eingeführt [12]. Im Laufe der Zeit zeigten sich damit neue, zum Teil schwerwiegende Komplikationen. Die Rate postoperativer Schmerzen im Beckenbereich beträgt dabei bis zu 30 % [13]. Dazu kommt, dass synthetische Netze schon kurz nach Implantation mit dem umliegenden Gewebe verwachsen und dann oftmals nicht mehr vollständig entfernt werden können [14]. Möglicherweise haben die verwendeten Kunststoffe selbst auch einen ungünstigen Einfluss auf die Gesundheit. Rheumatologen konnten zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Implantation von Kunststoffnetzen und der Entstehung von Gelenkrheuma gibt [15]. Diese Ergebnisse führten zu vielen Kontroversen darüber, ob synthetische Netze in der Prolapschirurgie weiter eingesetzt werden sollten. Warnungen der FDA in den Jahren 2008 und 2011 und Publikationen des National Health Service (NHS) veranlassten einige Hersteller, die Produktion von Vaginalnetzen einzustellen. Die Verwendung von synthetischen Netzen für diese Indikation ist mittlerweile in mehreren Ländern (z. B. Großbritannien, Australien und Neuseeland) nicht mehr erlaubt, und zuverlässige chirurgische Alternativen werden dringend benötigt. Entsprechend fragen Patientinnen zunehmend nach alternativen Operationsmethoden.
Seit 2018 werden Patienten mit Genitalprolaps mit Gewebe der Semitendinosus-Sehne operiert [16, 17]. Obwohl die Fallzahlen bislang gering sind und es noch keine Langzeiterfahrung in diesem Bereich gibt, überzeugen die bisherigen Ergebnisse. Außerdem ist die Morbidität an der Spenderstelle, wie aus der Kniechirurgie bekannt, äußerst gering.

Hernienoperation mit Semitendinosus-Sehnen-Mesh

Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Semitendinosus-Sehnen-Transplantation haben wir das Gewebe auch für die Hernienoperation in Betracht gezogen. Die Ethikkommission der Landesärztekammer Hessen hatte dazu keine Einwände (2024-3708-evBO).
Der ersten Patientin, der wir die Methode vorgeschlagen haben, war 45 Jahre alt und hatte einen symptomatischen, direkten Leistenbruch rechts (EHS pm 1).
Wie viele Patienten stand auch sie einer Operation mit einem Kunststoffnetz skeptisch gegenüber. Daher boten wir ihr die alternative minimal-invasive Methode mit autologem Semitendinosus-Sehnen-Transplantat an. Da sie bereits eine Kreuzbandplastik mit ihrer linken Semitendinosus-Sehne hatte, war ihr die geringe Morbidität durch den Verlust der Sehne bewusst.

Operation

In Vollnarkose wurde die Semitendinosus-Sehne des rechten Beins identifiziert und durch einen 20-mm-Schnitt in der rechten Kniekehle mittels Sehnenstripper entnommen (Abb. 1a). Anschließend wurde die Semitendinosus-Sehne zu einem netzartigen Transplantat verarbeitet. Dazu wurde die Sehne in 3 gleich große Teile geschnitten (Abb. 1b) und mit einem Rollenmesser zu einem Netz geschnitten (1:1,5) (Hauttransplantat-Mesher 7701, Zimmer-Biomet, Warschau, Indiana, USA) (Abb. 1c).
Abb. 1
Extraktion der Sehne (a), Aufbereitung (bcd), Transplantation (e)
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Als Trägermatrize wurde ein 30 × 10 cm großes, resorbierbares Netz (Serasynth Mesh, Serag Wiessner, Naila, Deutschland) verwendet. Auf 15 × 10 cm davon wurden die 3 Teile des Sehnentransplantats mittig platziert (Abb. 1d). Das resorbierbare Netz wurde schließlich umgeschlagen, sodass es das Sehnentransplantat beidseitig umhüllte. Schließlich wurde das Sehnentransplantat mit resorbierbarem Nahtmaterial auf dem resorbierbaren Netz fixiert.

TAPP

Bei der folgenden laparoskopischen Operation wurde das so entstandene Hybridimplantat aus resorbierbarem Netz und autologem Sehnentransplantat durch einen 12-mm-Trokar in das Abdomen eingebracht. Nach Eröffnen des Peritoneums wurde das Transplantat über dem präparierten Hernienbereich platziert und bedeckte diesen vollständig (Abb. 1e). Die Fixierung des Hybridimplantats erfolgte mit chirurgischem Kleber im Bereich des resorbierbaren Netzes. Schließlich wurde das Peritoneum mit einer fortlaufenden Naht verschlossen.
Die Hernie konnte damit erfolgreich verschlossen werden. Zu Komplikationen kam es nicht.

Postoperativer Verlauf

Die Patientin erholte sich schnell und wurde am ersten postoperativen Tag entlassen. In einer ambulanten Kontrolle 10 Tage nach dem Eingriff wurden die Fäden in der Kniekehle entfernt. Dabei zeigte sich ein normaler Wundheilungsverlauf im Bereich beider Zugangswunden, in der Kniekehle und inguinal. Eine abdominale Ultraschalluntersuchung zeigte ein unauffälliges Netz mit korrekt liegendem Hybridimplantat ohne relevantes Serom oder Hinweise für ein Hernienrezidiv. Die Beweglichkeit und Kraft des rechten Beins waren vergleichbar mit der linken Seite, und die Patientin gab keine relevanten Beschwerden an. Die Patientin war sehr zufrieden und bestätigte, dass sie diese Operation anderen betroffenen Patienten empfehlen würde.
Mittlerweile haben wir 5 Patienten mit dieser Technik operiert (Tab. 1). Vier der Patienten waren weiblich, ein Patient männlich. Drei Patienten hatten eine laterale, 2 eine mediale Hernie. Die Stadien lagen zwischen 1 und 3. Drei der Hernien waren linksseitig, zwei rechtsseitig. Alle Patienten wurden kurzstationär behandelt. Die 76-jährige Patientin, die 2 Nächte blieb, wurde zusätzlich laparoskopisch gynäkologisch operiert (laparoskopische anteriore Kolporrhaphie). Diese Patientin hatte bereits im Jahr 2019 eine Prolapsoperation mit Sehnengewebe aus dem rechten Bein hinter sich. Sie hatte ausgesprochen gute Erfahrung mit dieser Operation gemacht und empfand die Morbidität im Bein als vernachlässigbar. Bei jetzt vorliegender, symptomatischer Leistenhernie, wünschte sie sich daher eine Behandlung mit dieser Methode unter Verwendung von Sehnengewebe aus dem anderen Oberschenkel. Wegen des gynäkologischen Eingriffs verblieb sie 2 Nächte stationär. Der klinische Verlauf bei ihr war ansonsten ebenfalls ohne Besonderheiten.
Tab. 1
Charakterisierung der Patienten
 
Geschlecht
Alter
BMI
Seite der Hernie
Seite der Entnahme
Dauer (min)
Stationäre Behandlung
EHS-Klassifikation
1
F
45
28,73
Links
Rechts
73
1
pm1
2
F
37
24,86
Rechts
Rechts
42
1
pl2
3
F
76
25,15
Links
Links
124
2
pl2‑3
4
F
40
23,71
Links
Rechts
58
1
pl1
5
M
59
28,75
Rechts
Rechts
55
1
pm2
51,8
26,24
70,4

Schlussfolgerung

Sehnengewebe lässt sich zu einem stabilen Netz prozessieren und kann damit auch für die minimal-invasive, operative Versorgung von Leistenhernien verwendet werden. Die Erfahrungen aus der orthopädischen und urogynäkologischen Chirurgie zeigen, dass ein Semitendinosus-Sehnen-Transplantat langlebig und sehr stabil ist. Wir werden weitere 95 Patienten in unserer Klinik unter Studienbedingungen behandeln und die Verläufe dokumentieren. Wir wollen die Sicherheit und Wirksamkeit der Methode bewerten und spezifische Vorteile und Probleme identifizieren, um ihre Rolle in der klinischen Routine zu definieren, und das Verfahren mit anderen Methoden vergleichen. Auch wollen wir prüfen, ob Sehnengewebe in Zukunft auch für andere Bauchwanddefekte eingesetzt werden kann.

Förderung

Die Studie wurde von der Dr. Senckenberg-Stiftung, Frankfurt unterstützt

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

A. Hornemann und F.A. Helfritz geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Diese Studie wurde von der Ethikkommission der Landesärztekammer Hessen (2024-3708-evBO) genehmigt.
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die nicht-kommerzielle Nutzung, Vervielfältigung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Die Lizenz gibt Ihnen nicht das Recht, bearbeitete oder sonst wie umgestaltete Fassungen dieses Werkes zu verbreiten oder öffentlich wiederzugeben. Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen. Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.
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Titel
Lernen von anderen – Semitendinosus-Sehnen-Netz für die Leistenhernienoperation (HoTT-TAPP)
Fallserie mit Demonstration der Machbarkeit
Verfasst von
Prof. Dr. med. Amadeus Hornemann, MPH
Dr. med. Fabian A. Helfritz
Publikationsdatum
21.07.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Chirurgie / Ausgabe 10/2025
Print ISSN: 2731-6971
Elektronische ISSN: 2731-698X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00104-025-02312-0
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