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02.05.2017 | Leitsymptom Kopfschmerz | Leitthema | Ausgabe 6/2017

Der Nervenarzt 6/2017

Kopfschmerz in der Notaufnahme

Zeitschrift:
Der Nervenarzt > Ausgabe 6/2017
Autoren:
PD Dr. C. J. Schankin, A. Straube, C. L. Bassetti, U. Fischer

Zusammenfassung

Kopfschmerz ist eines der häufigsten Leitsymptome für eine Vorstellung in der Notaufnahme. In diesem Artikel soll ein Algorithmus vorgestellt werden, wie in einer solchen Situation vorgegangen werden kann. Grundlage ist eine ausführliche Anamnese des aktuellen Kopfschmerzes mit besonderem Fokus auf Dynamik, Phänotyp und Triggerfaktoren sowie einer eventuell vorbestehenden Kopfschmerzerkrankung. Warnzeichen (sog. „red flags“) müssen explizit erfragt werden. In Kombination mit einer klinischen Untersuchung (Vitalparameter, neurologischer Status, fokussierte HNO- und augenärztliche Befunde) werden Hypothesen generiert, die ggf. mittels erweiterter Diagnostik, insbesondere Bildgebung, Labor, Liquoruntersuchung und Duplexsonographie überprüft werden müssen. Ein sekundärer Kopfschmerz sollte symptomatisch und wenn möglich ursächlich behandelt werden. Ergeben sich keine Hinweise auf einen sekundären Kopfschmerz, sollte eine möglichst spezifische primäre Kopfschmerzdiagnose gestellt werden, die entsprechend zu behandeln ist. Ist eine Entlassung möglich, empfehlen wir eine ambulante Verlaufskontrolle, um den Verlauf sekundärer Kopfschmerzen bzw. deren Ursache zu verfolgen, und um bei primären Kopfschmerzen durch eine Prophylaxe und adäquate Akuttherapie wiederholte Notfallvorstellungen zu verhindern.

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