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17.07.2017 | Leitsymptom Schwindel | Schwerpunkt: Internistische Notfälle an der Schnittstelle von ambulant und stationär | Ausgabe 9/2017

Der Internist 9/2017

Synkope, Sturz, Schwindel

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 9/2017
Autoren:
Dr. C. Weingart, H.-J. Schneider, C. C. Sieber

Zusammenfassung

Schwindel, Stürze und Synkopen gehören zu den häufigsten Gründen für die Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe. Pathogenese und klinisches Bild weisen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede auf, die diagnostisch herauszuarbeiten sind. Hierzu kann sowohl der niedergelassene Arzt in der Praxis als auch eine interdisziplinär arbeitende Notaufnahme beitragen. In der internistischen Praxis können schon mit einfachen Mitteln diagnostisch wertvolle Informationen gewonnen werden. In erster Linie müssen prognostisch günstige klinische Ereignisse von potenziell ernsten Krankheitsbildern abgegrenzt werden. Bei jüngeren Patienten sind dies vor allem strukturelle kardiale Erkrankungen und primäre Arrhythmien. Dies gilt auch für ältere Patienten, für die jedoch vor allem multikausal verursachte klinische Symptome und schwerwiegendere Folgekomplikationen im Falle von Stürzen charakteristisch sind. Ältere Patienten erfordern nicht selten die Einbeziehung verschiedener klinischer Fachrichtungen zur Untersuchung eines breiten Spektrums potenzieller Differenzialdiagnosen, was nur zum Teil in der Praxis geleistet werden kann. In der Notaufnahme muss individuell über die Notwendigkeit einer stationären Therapie entschieden werden. Bei älteren Patienten kann sich die Notwendigkeit dabei nicht nur aufgrund einer akuten Erkrankung, sondern auch aus sozialmedizinischen Gründen ergeben. Geriatrische Tageskliniken können einen Teil der stationären Behandlungen unnötig machen oder verkürzen.

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