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„T-large granular lymphocytic“-Leukämie und Felty-Syndrom bei rheumatoider Arthritis

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Zusammenfassung

Neutropenien bei rheumatoider Arthritis (RA) sind ein häufig abzuklärendes Problem. Nebenwirkungen der antirheumatischen Basistherapie, Infektionen oder Substratmangel sind häufige Ursachen. Aber auch eine „T-large granular lymphocytic“(T-LGL)-Leukämie – eine reife T‑Zell-Neoplasie – kann zu autoimmunen Zytopenien führen. T‑LGL-Leukämien können nicht nur mit einer RA vergesellschaftet sein, sondern auch mit anderen Autoimmunerkrankungen oder Neoplasien. Im peripheren Blut findet sich zytologisch eine Vermehrung der LGL-Zellen, die klonalen T‑ oder NKT-Zellen (natürliche Killer-T-Zellen) entsprechen. Zur Abklärung einer T‑LGL-Leukämie sind somit eine T‑Zell-Rezeptor-PCR (Polymerasekettenreaktion) und eine Durchflusszytometrie (oder mindestens ein Blutausstrich) nötig. Das Vorhandensein von klonalen T‑Zellen alleine ist meist nicht pathologisch. Abzugrenzen ist ein Felty-Syndrom (bestehend aus der klinischen Trias Arthritis, Leukopenie, Splenomegalie), das die beiden genannten T‑LGL-Leukämie-Kriterien nicht fordert. Für die Therapie der beiden Entitäten (bei zugrunde liegender RA) stehen Methotrexat und bei unzureichender Wirksamkeit Rituximab zur Verfügung.
Titel
„T-large granular lymphocytic“-Leukämie und Felty-Syndrom bei rheumatoider Arthritis
Verfasst von
PD Dr. med. Michael Gernert
PD Dr. med. Eva Christina Schwaneck
PD Dr. med. Marc Schmalzing
Publikationsdatum
10.03.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 4/2025
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-025-00642-3
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