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01.02.2014 | Operative Techniken | Ausgabe 1/2014

Operative Orthopädie und Traumatologie 1/2014

Ligament bracing – Augmentierte Primärnaht bei multiligamentären Verletzungen des Kniegelenks

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie > Ausgabe 1/2014
Autoren:
M. Heitmann, M. Gerau, J. Hötzel, A. Giannakos, Prof. Dr. K.-H. Frosch, A. Preiss
Wichtige Hinweise
Zusatzmaterial online: Zu diesem Beitrag sind unter 10.​1007/​s00064-013-0263-2 für autorisierte Leser zusätzliche Dateien abrufbar.

Zusammenfassung

Operationsziel

Wiederherstellung der Kniegelenksstabilität durch primäre Kreuzbandnähte und Fadenaugmentationen im Rahmen einer Kniegelenksluxation.

Indikation

Kniegelenksluxationen Typ III und IV nach Schenck im Akutstadium. Die operative Versorgung sollte wenn möglich innerhalb der ersten 7 Tage nach Trauma erfolgen.

Kontraindikationen

Chronische Instabilitäten nach Kniegelenksluxation, refixierbare knöcherne Ausrisse, kritische Weichteilverhältnisse, akute Infektsituationen, mangelnde Compliance.

Operationstechnik

Rückenlagerung in elektrischem Beinhalter. Kurzer arthroskopischer Rundgang mit wenig Wasserdruck. Schenck Typ III medial und Typ IV: anteromediale parapatellare Arthrotomie; Schenck Typ III lateral: anteromediane Arthrotomie. Armierung der Bandstümpfe für die transossäre Ausziehnaht. Platzierung der VKB- und HKB-Bohrkanäle unter Zuhilfenahme arthroskopischer Zielgeräte. Extrakortikale Ausleitung der Fadenarmierungen und Einbringen der Fadenaugmentationssysteme. Einstellung der a.-p.-Translation über die Augmentationsfäden. Fixation der HKB-Augmentation in 70°- bis 90°-Flexion. Fixation der VKB-Augmentation in 20°- bis 30°-Flexion. Spannungsfreies Verknoten der transossären Ausziehnähte. Anschließend ggf. (postero)laterale und/oder mediale Stabilisierung.

Nachbehandlung

Teilbelastung mit 20 kg für 6 Wochen. Stabilisierende Orthesenbehandlung (z. B. Hypex-Lite®, Albrecht) in der Regel für 12 Wochen. Mobilisation des Kniegelenks unter aktiver Quadrizepsanspannung in den ersten 6 Wochen.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 20 Patienten nach dem Prinzip des „ligament bracing“ operiert. Nachuntersucht wurden bisher 8 Patienten im Alter von 18–60 Jahren (Median 33 Jahre) nach 10–15 Monaten (Median 12 Monate). Subjektiv und objektiv stabile Bandverhältnisse mit sehr guten Ergebnissen zeigten 6 Patienten. Eine VKB-Rezidivinsuffizienz boten 2 Patienten; die Seitenbänder und das HKB waren dabei jeweils stabil. Die Evaluierung erfolgte mittels IKDC-, Tegner- und Lysholm-Score. Zur Objektivierung dienten neben der klinischen Untersuchung gehaltene Röntgenaufnahmen im Seitenvergleich. Komplikationen traten bei der vorgestellten Operationstechnik nicht auf. Im Rahmen der Nachbehandlung kam es bei 2 Patienten zu einem beginnenden Beugedefizit.

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Video 1. Untersuchung der Kreuzbänder in 90° und 30° Flexion. Es zeigt sich eine vermehrte anteriore und posteriore Translation als Zeichen einer VKB- und HKB-Insuffizienz bei einer Luxation Typ III nach Schenck. (MOV 42,4MB)
64_2013_263_MO1_ESM.mov
Video 2.Nach erfolgtem ligament bracing und medialer Stabilisierung zeigen sich im Stresstest stabile Bandverhältnisse (MOV 47,1MB)
64_2013_263_MO2_ESM.mov
Literatur
Über diesen Artikel

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