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30.06.2018 | Industrieforum | Ausgabe 4/2018

Schmerzmedizin 4/2018

Linderung der opioidinduzierten Obstipation

Zeitschrift:
Schmerzmedizin > Ausgabe 4/2018
Autor:
Abdol A. Ameri
_ Die opioidinduzierte Obstipation (OIC) wird durch die Bindung von Opioidanalgetika an den μ-Rezeptoren im Dickdarm ausgelöst. In der Folge werden die peristaltische Reflexe und damit der Transport des Darminhalts gestört. Gleichzeitig steigern Opioide über den μ-Rezeptor auch die Wasser- und Elektrolytresorption im Gastrointestinaltrakt und verringern die intestinale Sekretion, wodurch sich die Konsistenz der Faeces weiter verdichtet [Brock C et al. Drugs 2012; 72:1847–65]. Der verminderte Wassergehalt und die gleichzeitige Hemmung des Transports münden letztlich in eine Verstopfung, berichtete Priv.-Doz. Dr. Stefan Wirz, Chefarzt der Abteilung Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerzmedizin/Palliativmedizin CURA — eine Betriebsstätte der GFO-Kliniken Bonn, Bad Honnef. Auch beim Einsatz transdermal applizierter Opioide sei mit OIC zu rechnen. „Die opioidinduzierte Obstipation ist die einzige Nebenwirkung von Opioiden, die nicht attenuiert“, betonte Wirz. Betroffene sprechen häufig nicht von sich aus über die Verstopfung. Fragt man sie jedoch gezielt danach, klagen viele von ihnen auch über Inappetenz, Übelkeit, Brechreiz, Schmerzen, Blähungen und Hämorrhoidenblutungen. ...

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