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07.06.2017 | Adipositaschirurgie | Leitthema | Ausgabe 2/2017

Journal für Ästhetische Chirurgie 2/2017

Lipödem

Anatomische Studie, Diagnostik und perioperatives Umfeld

Zeitschrift:
Journal für Ästhetische Chirurgie > Ausgabe 2/2017
Autoren:
Dr. M. Sandhofer, Dr. P. Schauer, Dr. M. Sandhofer, Prof. Dr. F. Anderhuber

Zusammenfassung

Das Lipödem ist eine sehr komplexe, unvermutet häufig anzutreffende Erkrankung des Fettsystems der Extremitäten. Es handelt sich hier um ein lymphologisches Krankheitsbild, wobei besonders das Baufett betroffen ist. Nur in wenigen Fällen ist es auch mit metabolischen Symptomen assoziiert. Das Lipödem ist eine Sonderform der Adipositas, die weder in der Medizin noch in der Bevölkerung als bewegungs- und diätresistent wahrgenommen wird. Die betroffenen Patienten sind in ihrem seelischen Gleichgewicht äußerst betroffen. Aufgrund unserer anatomischen Untersuchungen kann man durchaus von einer ernsthaften, progressiven Erkrankung des subkutanen Fettgewebes und der benachbarten, assoziierten Strukturen sprechen. Es ist nicht nur die Klinik, sondern auch die duplexsonographische Evaluierung und impedanzanalytische Exploration sind zur Diagnosefindung und zur postoperativen Verlaufskontrolle notwendig. Auch bestätigt ein besonderes Verhalten der Stammzellen den Pathomechanismus. Durch Ausdünnung der Dermis und Verlust der elastischen Fasern sind dermatologische Problemstellungen wie Trockenheit, Infektneigung, Vulnerabilität und Neigung zu Ekchymosen erklärbar. Hier dürfte v. a. die Funktion des dermalen Fettes beeinträchtigt sein. Aus unseren Beobachtungen geht hervor, dass insbesondere die frühzeitige operative Therapie mittels Liposuktion einen nachhaltigen Wert für Patienten im Frühstadium hat und den Patienten eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität bringt.

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