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05.08.2020 | Leitthema | Ausgabe 9/2020

Der Onkologe 9/2020

Lokale Therapieverfahren neuroendokriner Tumoren mit dem Schwerpunkt nuklearmedizinische Optionen

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 9/2020
Autoren:
Peter Kies, Lars Stegger, Matthias Weckesser, Prof. Dr. Kambiz Rahbar

Zusammenfassung

Hintergrund

Neuroendokrine Tumoren (NET) entstehen aus dem Neuroektoderm und können in den verschiedensten Organen des Körpers lokalisiert werden. Am häufigsten ist ihr Auftreten im gastroenteropankreatischen System. Die Heterogenität dieser Tumorentität sowie die zahlreichen Lokal- bzw. Systemtherapien führen zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Behandlungsoptionen. Auch die Ziele einer Therapie können unterschiedlich sein: Sie reichen von einem kurativen Ansatz über Kontrolle des Tumorwachstums und dem Verhindern von lokalen obstruktiven Beschwerden (z. B. bei Dünndarm-NETs) bis hin zur Kontrolle von durch vermehrte Sekretion von Peptidhormonen/-aminen ausgelösten Symptomen.

Ziel

Diese Übersichtsarbeit stellt die wichtigsten Neuerungen in der Klassifikation der neuroendokrinen Neoplasien vor, insbesondere die Unterscheidung von NET-G3-Tumoren und neuroendokrinen Karzinomen (NEC).

Methoden und Ergebnisse

Vorgestellt werden die Optionen einer operativen Therapie, welche immer zuerst geprüft werden sollte, lokal ablativer Verfahren, die vor allem Anwendung bei kleinen (<3 cm) Lebermetastasen finden, und transarterielle Therapien (transarterielle Embolisation [TAE], transarterielle Chemoembolisation [TACE], selektive interne Radiotherapie [SIRT]). Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Beschreibung der Peptidradiorezeptortherapie (PRRT) als nuklearmedizinische Option einer Systemtherapie einschließlich der Möglichkeiten neuer Bluttestverfahren in der Nachsorge als mögliche Ergänzungen zur bildgebenden Diagnostik.

Zusammenfassung

Es ist wichtig zu beachten, dass die unterschiedlichen lokaltherapeutischen Verfahren in vielen Fällen gleichwertig einsetzbar sind. Die Wahl der Therapie ist daher auch stark abhängig von der Expertise der behandelnden Fachrichtungen vor Ort. Insgesamt sollten Therapieentscheidungen nach Möglichkeit immer in interdisziplinär besetzten Tumorboards getroffen werden, um bei der Komplexität dieser Tumorentität für jeden Patienten individuell die bestmögliche Therapie – basierend auf den aktuellen Empfehlungen – anbieten zu können.

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Literatur
Über diesen Artikel

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