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„Umwelteinflüsse auf die kardiovaskuläre Gesundheit“

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Zusammenfassung

Nichtübertragbare Krankheiten („noncommunicable diseases“, NCD) sind weltweit die führende Ursache für vorzeitige Todesfälle und machen jährlich über 38 Mio. Todesfälle aus, was etwa 70 % der globalen Sterblichkeit entspricht. Der Großteil dieser Todesfälle wird durch kardiovaskuläre Erkrankungen verursacht. Das Risiko für NCD ist eng mit der Exposition gegenüber Umweltstressoren wie Luftverschmutzung, Lärmbelastung, künstlichem Licht in der Nacht und klimatischen Veränderungen – einschließlich extremer Hitze, Sandstürmen und Waldbränden – verknüpft. Neben traditionellen Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen, Hypercholesterinämie und genetischer Veranlagung, häufen sich Hinweise darauf, dass physikalisch-chemische Umweltfaktoren erheblich zu den hohen NCD-Zahlen beitragen. Urbanisierung trägt zu Verstärkung und Häufung dieser Stressoren bei. Diese Übersicht fasst die Epidemiologie und Pathophysiologie von Umweltstressoren mit besonderem Fokus auf kardiovaskuläre NCD zusammen. Darüber hinaus werden Strategien und Maßnahmen zur Reduzierung der Auswirkungen von Umweltrisiken, insbesondere im Kontext von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, diskutiert.
Titel
„Umwelteinflüsse auf die kardiovaskuläre Gesundheit“
Verfasst von
Prof. Dr. Thomas Münzel
Paul Stamm
Jos Lelieveld
Andreas Daiber
Publikationsdatum
28.02.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Herz-,Thorax- und Gefäßchirurgie / Ausgabe 3-4/2025
Print ISSN: 0930-9225
Elektronische ISSN: 1435-1277
DOI
https://doi.org/10.1007/s00398-025-00692-3
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Bildnachweise
Infusionstropf im Krankenhaus /© Amornrat Phuchom / Getty Images / iStock, Kardiologen beim Kathetereingriff /© BVMed.de, Team operiert/© HealthyShot / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)