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17.07.2019 | Lungenembolie | Leitthema | Ausgabe 5/2019

Der Pneumologe 5/2019

Aktuelle Therapie der akuten Lungenembolie

Zeitschrift:
Der Pneumologe > Ausgabe 5/2019
Autoren:
K. Keller, PD Dr. M. Lankeit
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Worth, Fürth
H. Wilkens, Homburg/Saar

Zusammenfassung

Hintergrund

Die akute Lungenembolie ist mit einer hohen Mortalität und Morbidität assoziiert.

Zielsetzung

In dem vorliegenden Artikel soll ein Überblick über die aktuelle risikoadaptierte Therapie von Patienten mit Lungenembolie gegeben werden.

Material und Methoden

Der vorliegende Artikel basiert auf Empfehlungen von nationalen und internationalen Fachgesellschaften sowie aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien.

Ergebnisse

Die Therapie von Patienten mit Lungenembolie richtet sich nach dem abgeschätzten individuellen Risiko in der Akutphase und reicht von einer ambulanten Behandlung bis hin zur reperfundierenden Therapie. Das individuelle Risiko für lungenembolieassoziierte Komplikationen und Tod steigt mit der Anzahl von Begleiterkrankungen und dem Ausmaß der rechtsventrikulären (RV) Dysfunktion. Therapieentscheidungen für hämodynamisch instabile Lungenemboliepatienten sollten im interdisziplinären Expertenteam („Pulmonary Embolism Response Team“, PERT) getroffen werden. Alle Patienten benötigen eine therapeutische Antikoagulation für mindestens 3 Monate. Aufgrund der vergleichbaren Effektivität bei besserem Sicherheitsprofil im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten gelten heutzutage nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien (NOAKs) als Therapie der Wahl.

Schlussfolgerung

Optimierte Strategien zur Risikostratifizierung erlauben eine differenzierte Abschätzung des individuellen Risikos. Basierend auf den Ergebnissen der HoT-PE-Studie erscheint eine ambulante Therapie von ausgewählten Niedrigrisikopatienten ohne RV-Dysfunktion sicher. Neue Behandlungsoptionen (interventionelle Verfahren sowie NOAKs für die therapeutische Antikoagulation) tragen zur Reduktion des Blutungsrisikos bei.

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