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19.05.2017 | Industrieforum | Ausgabe 5/2017

Im Focus Onkologie 5/2017

Lungenkarzinom: Verbessertes Überleben nach Crizotinib-Versagen

Zeitschrift:
Im Focus Onkologie > Ausgabe 5/2017
Autor:
Abdol A. Ameri
Patienten mit ALK („anaplastic lymphoma kinase“)-positivem nichtkleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), deren Erkrankung nach der Behandlung mit Crizotinib fortschreitet, haben eine besonders ungünstige Prognose. Im Februar 2017 wurde mit Alectinib (Alecensa®) eine neue Option für die Zweitlinientherapie bei ALK-positivem NSCLC nach Crizotinib-Versagen zugelassen. Was sich mit dem Tyrosinkinasehemmer erreichen lässt, verdeutlichte Claus-Peter Schneider, Bad Frankenhausen, anhand aktueller Daten einer gepoolten Analyse der beiden zulassungsrelevanten Phase-II-Studien NP28673 und NP28761: Unter der Therapie mit Alectinib lag die Gesamtansprechrate (ORR) bei 51,3 %, die Krankheitskontrollrate bei 78,8 % [Yang JCH et al. J Thorac Oncol. 2017;12(S1):614]. Das Ansprechen dauerte im Median 14,9 Monate. Die Patienten erreichten ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 8,3 Monaten. Patienten mit Hirnmetastasen hätten besonders von dem neuen ALK-Hemmer profitiert, hob Schneider hervor. Denn der Wirkstoff könne die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Anders als die beiden anderen ALK-Inhibitoren Crizotinib und Ceritinib ist Alectinib kein Substrat des P-Glykoprotein-Effluxtransporters der Blut-Hirn-Schranke und wird daher nicht aktiv aus dem ZNS ausgeschleust [Kodama T et al. Cancer Chemother Pharmacol. 2014;74(5): 1023-8]. Bei 64 % der Patienten bildeten sich die ZNS-Läsionen zumindest teilweise zurück; 22 % erreichten eine Komplettremission der ZNS-Metastasen. Die Therapie erwies sich als sicher und gut verträglich. Die meisten Nebenwirkungen waren vom Grad 1 und 2. ...

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