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28.09.2020 | Lungenkarzinome | Schwerpunkt: In-situ-Hybridisierung | Ausgabe 6/2020

Der Pathologe 6/2020

Anwendungen der FISH in der Diagnostik von Lungenkarzinomen

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 6/2020
Autoren:
Lena Hieggelke, Anne M. Schultheis
Wichtige Hinweise

Schwerpunktherausgeber

Prof. Dr. H. U. Schildhaus, Essen

Zusammenfassung

Die rasante Entwicklung im Bereich der Lungenkrebstherapie wurde maßgeblich auch durch die Entdeckung molekularer Marker und der damit verbundenen Möglichkeit einer personalisierten Therapie bestimmt. Die heutige Lungenkrebsdiagnostik stellt hohe Anforderungen an den Pathologen. An kleinen Gewebeproben muss nicht nur die Diagnose gestellt, sondern müssen auch alle therapierelevanten Biomarker getestet werden. Das verlangte Mindestmaß bei fortgeschrittenem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom („non small cell lung cancer“, NSCLC) mit Nicht-Plattenepithel-Histologie umfasst die Testung von EGFR, BRAF, ALK, ROS1 und PD-L1. Für Plattenepithelkarzinome ist bislang nur die PD-L1-IHC (Immunhistochemie, IHC) gefordert. Nach Möglichkeit sollten neuere Biomarker wie RET, MET, HER2, NTRK und KRAS integriert werden. Die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung („fluorescence in situ hybridization“, FISH) ist eine gut-etablierte Methode zum Nachweis einer ALK-, ROS1- und RET-Translokation, wobei die ALK-IHC als gleichwertig anerkannt wurde. Die Relevanz der MET-FISH zum Amplifikationsnachweis im First-line-Setting ist umstritten. Nicht eindeutige Fälle sollten immer mit einem orthogonalen Verfahren validiert werden. Hierzu eignet sich bei ALK und ROS1 die IHC mit dem Vorteil schneller und kostengünstiger Testergebnisse sowie geringen Gewebeverbrauchs. Bei allen anderen Translokationen oder bei Diskrepanz zwischen IHC und FISH sollte ein sequenzierungsbasiertes Verfahren ergänzt werden. Zur Detektion der seltenen NTRK-Fusionen eignet sich bei hoher Sensitivität ein IHC-Vorscreening; die sequenzierungsbasierte Analyse ist hier bei Positivität zur Bestätigung indiziert.

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