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Die Onkologie

Prävention des Lungenkarzinoms – evidenzbasierte Maßnahmen und komplementärmedizinische Ansätze

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Lungenkrebs zählt zu den häufigsten malignen Erkrankungen. Da frühe Stadien häufig asymptomatisch bleiben und die Prognose ungünstig ist, besitzen präventive Maßnahmen hohe Relevanz. Neben etablierten schulmedizinischen Strategien werden zunehmend komplementärmedizinische Verfahren im Sinne der Chemoprävention diskutiert.

Methoden

Unter Einbezug aktueller S3-Leitlinien und klinischer Studien werden evidenzbasierte Präventionsmaßnahmen der konventionellen Medizin (unter anderem Tabakentwöhnung, Expositionsreduktion, Niedrigdosis-Computertomographie-Screening) sowie komplementärmedizinische Ansätze hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bewertet.

Ergebnisse

Die stärkste Evidenz besteht für Tabakvermeidung, Passivrauchschutz, arbeitsmedizinische Maßnahmen und Niedrigdosis-Computertomographie-Screening bei Hochrisikogruppen. Komplementärmedizinische Verfahren wie die Anwendung von Selen, Vitamin E/β-Carotin oder Nahrungsergänzungsmitteln haben keinen präventiven Nutzen; teilweise werden erhöhte Risiken beschrieben. Einzelne Ansätze der Tertiärprävention, etwa mit Coriolus-versicolor-Peptiden oder Rhabarberextrakt, zeigen potenzielle Effekte, deren Aussagekraft jedoch aufgrund geringer Fallzahlen begrenzt bleibt.

Schlussfolgerung

Die Prävention des Lungenkarzinoms beruht primär auf evidenzbasierten Maßnahmen der konventionellen Medizin. Komplementärmedizinische Verfahren sind derzeit weder für die Primär- noch für die Sekundärprävention geeignet; in der Tertiärprävention erscheinen einige Ansätze zwar vielversprechend, sind jedoch bislang ausschließlich im Rahmen klinischer Studien zu empfehlen.
Titel
Prävention des Lungenkarzinoms – evidenzbasierte Maßnahmen und komplementärmedizinische Ansätze
Verfasst von
Anna-Carina Hund
PD Dr. med. Judith Büntzel
Publikationsdatum
17.12.2025
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