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Über dieses Buch

Wie ist es möglich, dauerhaft abstinent zu bleiben?

Erst die Ausbildung von Alternativen eröffnet die Chance, auf das Suchtmittel zu verzichten und ein ausgewogenes Leben anzustreben. Dieses Therapiemanual enthält Arbeitsmaterialien zur Psychotherapie von Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigkeit. Es ist ein Arbeitsheft sowohl für den Patienten als auch für den Therapeuten. Ein Gesamtkonzept strukturiert die Behandlung von Beginn bis zum Ende. “

Lust auf Abstinenz ist eine Parallelentwicklung zu Glücksspielfrei. In der 2. Auflage wurden die Materialien und theoretischen Überlegungen zur „Sucht als Affektregulation“, “ Konfliktfähigkeit“, „Stressreduktion“ und zum „Aufschiebe-Verhalten bzw. gute Vorsätze umsetzen“, wesentlich erweitert.

Behandelte Themen und Fragen:

- Welcher Weg führt aus der Sucht?

- Wie kann eine Krankheitseinsicht und ein umfassender Änderungswunsch (Suchtmodell) aufgebaut werden?

- Sucht als Affektregulation?

- Wie ist zukünftig ein besserer Umgang mit Gefühlen zu erreichen?

- Wie können Partnerschafts- und Beziehungsprobleme bewältigt und die Konfliktfähigkeit gesteigert werden?

- Sind die Stressbewältigungsstrategien zu erweitern?

- Wie ist das Rückfallrisiko zu reduzieren?

- Was ist in der ersten Zeit nach der Therapie, wenn die Rückfallgefahr am größten ist, zu beachten?

- Welche Alternativen und neuen Gewohnheiten ersetzen das Suchtverhalten und strukturieren das Belohnungssystem neu und lassen die Abstinenz nicht als Verzicht erleben?

- Gute Vorsätze in die Tat umsetzen – Aufschiebe Verhalten überwinden?

- Wo findet die notwendige Nachsorge statt?

- Wie sind Selbsthilfegruppen optimal zu gestalten?

Entscheidend für die Patienten ist, dass sie an vielen Lebensaspekten wieder Interesse und Freude gewinnen. So wird die Lust zur Abstinenz geweckt!

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung und Theorieteil

Zusammenfassung
In diesem Arbeitsheft sind Informationen und Aufgabenmaterialien zur Psychotherapie von substanzgebundenen Abhängigkeitserkrankungen zusammengestellt. Dieses Kapitel bietet einen kurzen Überblick bezüglich der (theoretischen) Annahmen zur Entstehung und Therapie substanzgebundener Abhängigkeiten.
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

2. Therapiebeginn

Zusammenfassung
Rückfälligkeit und Therapieabbrüche sind in der ersten Zeit des Entzugs und der Entwöhnung besonders hoch. Eine offene Auseinandersetzung mit den anfänglich belastenden Gedanken und Empfindungen zum Verlangen und der Einstellung zum Suchtmittel wirkt stabilisierend und erleichternd. Was hilft und hat schon bei früheren Entzügen dazu beigetragen, die Anfangszeit zu bewältigen?
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

3. Therapieüberblick

Zusammenfassung
In dem Modell »Weg in die Sucht: Stationen der Suchtentwicklung und des Therapieprozesses« sind der »Einstieg«, die »Suchtphase« und die »Therapieschritte « (Motivation, Krankheitseinsicht, Ursachenbearbeitung) zusammenhängend dargestellt. Wie hat sich der Suchtmittelkonsum in der Einstiegsphase dargestellt und entwickelt? Was waren die näheren Umstände, sozialen und persönlichen Bedingungen, die zu einem verstärkten Interesse geführt haben? Suchtphase bedeutet, dass sich ein Verhalten (Trinken, Drogen-/Medikamenteneinnahme) verselbstständigt (Kontrollverlust, Veränderung des Belohnungssystems, »innerer Zwang«). Zudem tritt eine Toleranzentwicklung ein, muss der Suchtkranke also die Dosis immer weiter erhöhen, um den gewünschten beruhigenden und aufputschenden Effekt zu erzielen.
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

4. Beziehungen und soziale Kompetenzen

Zusammenfassung
Suchtverhalten wird häufig auf Probleme in sozialen Beziehungen und im Beziehungsverhalten zurückgeführt. Eine mangelnde Ablösung von den Eltern kann ebenso bedeutungsvoll sein wie z. B. eine fehlende Konfliktfähigkeit und mangelndes Vertrauen in partnerschaftliche Beziehungen. Das Suchtverhalten stellt in diesem Zusammenhang eine »gescheiterte Problemlösung« dar. Durch den Suchtmittelgebrauch wird von Problemen abgelenkt, alles andere tritt in den Hintergrund. Es treten eine kurzfristige Erleichterung und Entspannung ein, was einer Flucht vor Konflikten gleichkommt. Konflikte sind eine häufige Ursache für anhaltende innere Anspannungen und belastende Gefühle. Die dazu erstellten Arbeitsmaterialien und Anleitungen zu Rollenspielen dienen dazu, die Fähigkeiten zu erweitern, sie konstruktiv und sozial zu bewältigen.
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

5. Gefühle zeigen – »Gefühlskiste«

Zusammenfassung
Die meisten reagieren zunächst erstaunt darüber, wie viele verschiedene Gefühle es gibt. Es gehört zur psychischen Gesundheit, Gefühle richtig zu benennen und zum Ausdruck zu bringen (Steiner u. Perry 1999). Dabei wird von Psychohygiene (psychisches »Saubermachen«) gesprochen, wenn man sich über alltägliche Empfindungen und Belastungen austauscht, sich so erleichtert und plötzlich doch eher das Positive sieht.
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

6. Geld zum Thema machen

Zusammenfassung
Jeder kennt die Aussagen, »Haus und Hof vertrunken« zu haben. Unter Alkoholeinfluss regiert oft der Leichtsinn: Es werden Runden ausgegeben, Barbesuche finden statt und zusätzliches Geld wird für Taxifahrten, Rauchen und Essen gehen ausgegeben. Drogen sind häufig nur durch illegale Handlungen finanzierbar. Finanzielle Schwierigkeiten und Schulden werden verdrängt, und der Suchtmittelkonsum hilft, die Realität nicht wahrzunehmen.
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

7. Rückfallverhütung

Zusammenfassung
Ein großer Teil der Forschung in der Suchttherapie konzentriert sich auf die Rückfallverhütung. Zunächst mag es unangenehm sein, sich mit dieser Fragestellung auseinanderzusetzen. Da Suchtverhalten wegen des weiterhin aktiven »Suchtgedächtnisses « nicht geheilt, sondern »nur« zum Stillstand gebracht werden kann, besteht die Gefahr des Rückfalls nach einer Therapie fort.
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

8. Alternativen zum Suchtverhalten: Struktur und Aktivitätsplan

Zusammenfassung
Wie oft gab es schon den Vorsatz, das Suchtverhalten einzustellen? Abhängigkeit bedeutet, viele andere Dinge nicht zu tun. Erst die Ausbildung von Alternativen eröffnet dauerhaft die Chance, auf das Suchtmittel zu verzichten und zufrieden abstinent zu sein.
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

9. Übergang : Therapieabschluss und Nachsorge

Zusammenfassung
Die Suchtkrankenhilfe findet in enger Vernetzung statt. Häufig sind Selbsthilfegruppen, Suchtberatungsstellen und Hausärzte erste Anlaufstellen für die Betroffenen. Dorthin können Patienten, die eine (teil-)stationäre Therapie in Anspruch genommen haben, wieder zurückkehren.
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

10. Ergänzende Materialien

Zusammenfassung
In diesem Kapitel befinden sich Einschätzungsskalen für Gruppenregeln, Stimmungserfassung. Zudem sind zusätzliche Arbeitsblätter zur Bearbeitung in »offener Beantwortung« der Suchtmodellfaktoren »Motivation«, »Krankheitseinsicht« und »Gründe für das Suchtverhalten« vorhanden.
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

11. Schlusswort

Wir hoffen, dass wir Ihnen dabei behilflich sein konnten, der »Lust auf Abstinenz« einen Schritt näher gekommen zu sein. Abhängigkeit hat zur Folge, viele Dinge nicht zu tun. Vielfältiger und differenzierter zu handeln, an den so genannten Kleinigkeiten und anderen Lebensinhalten wieder Interesse und Freude zu gewinnen und ein gutes Gleichgewicht zwischen Pflichten und Ausgleich herzustellen, andere nützliche Gewohnheiten auszubilden – all dies weist den Weg in eine zufriedene Abstinenz. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Meinolf Bachmann, Andrada El-Akhras

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