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Die Dermatologie

Rosai-Dorfman-Syndrom – ein vielfältiges klinisches Spektrum

Zusammenfassung

Das Rosai-Dorfman-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, welche zu den Non-Langerhans-Zell-Histiozytosen zählt. Betroffene Patienten können verschiedenste Symptome aufweisen, die sich in nodale und extranodale Manifestationen aufteilen lassen. Primär präsentiert sich das Syndrom mit Fieber, Lymphknotenschwellungen und Gewichtsverlust. Zu den extranodalen Befunden können Pankreaszysten, eine Hypergammaglobulinämie und eine Infiltration des Hodengewebes zählen. Eine Hautbeteiligung tritt bei ca. einem Drittel der Fälle auf. Bei der Diagnostik ist neben der Histologie die Immunhistochemie mit Positivität von S100 und CD68 und Negativität von CD 1a von besonderer Bedeutung. Als Therapie der Hautmanifestation werden zunächst meist topische und/oder systemische Steroide angewandt. Weitere Systemtherapien sind überwiegend kasuistisch beschrieben. Weitere Therapiemöglichkeiten sind Methotrexat (MTX), Sirolimus oder Rituximab. Bei Nachweis einer KRAS/MAP2K1-Mutation kann auch eine Therapie mittels MEK-Inhibitoren diskutiert werden.
Titel
Rosai-Dorfman-Syndrom – ein vielfältiges klinisches Spektrum
Verfasst von
Dr. med. Annika Firla
Michael Tronnier
Publikationsdatum
31.03.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Dermatologie
Print ISSN: 2731-7005
Elektronische ISSN: 2731-7013
DOI
https://doi.org/10.1007/s00105-026-05669-3
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