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20.10.2021 | Lymphome | Referate Preisträger | Sonderheft 2/2021

Der Pathologe 2/2021

Die genetische Evolution der in situ follikulären Neoplasie zum t(14;18)-positiven aggressiven B‑Zell-Lymphom

Zeitschrift:
Der Pathologe > Sonderheft 2/2021
Autoren:
A. Vogelsberg, J. Steinhilber, B. Mankel, B. Federmann, J. Schmidt, I. A. Montes-Mojarro, K. Hüttl, M. Rodriguez-Pinilla, P. Baskaran, S. Nahnsen, M. A. Piris, G. Ott, L. Quintanilla-Martinez, I. Bonzheim, F. Fend
Wichtige Hinweise
Eine detaillierte englische Fassung dieses Artikels ist publiziert als: Vogelsberg A, Steinhilber J, Mankel B et al. (2020) Genetic evolution of in situ follicular neoplasia to aggressive B‑cell lymphoma of germinal center subtype. Haematologica 106(10). https://​doi.​org/​10.​3324/​haematol.​2020.​254854 [Early view]. Mit freundlicher Genehmigung der Ferrata Storti Stiftung.
Die Autoren I. Bonzheim und F. Fend sind Ko-Letztautoren.
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Zusammenfassung

Hintergrund

Die in situ follikuläre Neoplasie (ISFN) ist eine t(14;18)(q32;q21)+ Vorläuferläsion des follikulären Lymphoms (FL), das seinerseits in ein diffus großzelliges B‑Zell-Lymphom (DLBCL) transformieren kann. Für DLBCL, die de novo entstehen, ist keine Vorläuferläsion bekannt. Angesichts der hohen Frequenz der t(14;18)-Translokation auch in de novo DLBCL haben wir untersucht, ob diese auch ohne intermediäres FL aus der ISFN hervorgehen können.

Zielsetzung

Erforschung der klonalen Evolution der ISFN zum DLBCL – transformiert aus einem FL und de novo.

Material und Methoden

Die Identifikation von ISFN-Läsionen bei Patienten mit DLBCL erfolgte durch BCL2-Färbung reaktiver lymphatischer Gewebe. ISFN und DLBCL wurden anschließend mittels Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung, Klonalitätsanalysen, Sequenzierung des t(14;18)-Bruchpunktes und gezieltem Next Generation Sequencing analysiert.

Ergebnisse

Es wurden 10 Fälle mit gepaarten ISFN- und DLBCL-Proben identifiziert, davon 6 de novo DLBCL und 4 transformiert aus einem FL. Neben der t(14;18) trugen 3 DLBCL auch MYC-Rearrangements und wurden als high-grade B‑Zell-Lymphom (HGBL) klassifiziert. In allen Fällen konnte die klonale Verwandtschaft von ISFN und DLBCL/HGBL bestätigt werden. CREBBP, KMT2D, EZH2, TNFRSF14 und BCL2 waren die am häufigsten mutierten Gene, wobei die Verteilung privater und gemeinsamer Mutationen auf 2 unterschiedliche Szenarien der klonalen Evolution schließen ließ. Meist hatten sich DLBCL/HGBL, ISFN und, falls ebenfalls vorhanden, FL divergent aus einem gemeinsamen Progenitor entwickelt, während eine lineare Evolution selten war.

Schlussfolgerung

Wir zeigen erstmals, dass t(14;18)+ DLBCL/HGBL auch ohne intermediäres FL direkt aus einer ISFN entstehen können und dass es hierbei häufig zur divergenten Evolution kommt.

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