Zum Inhalt
HNO

Diagnostik und Therapie sekundärer Malignome der Ohrspeicheldrüse – eine Übersicht

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Sekundäre Malignome der Ohrspeicheldrüse sind häufig kutanen Ursprungs und weisen eine steigende Inzidenz in Mitteleuropa auf.

Fragestellung

Ziel dieser Übersichtsarbeit war die Darstellung der Epidemiologie, (Differenzial‑)Diagnostik und Therapie sekundärer Malignome in der Ohrspeicheldrüse.

Material und Methode

Es wurde eine Literaturrecherche aktueller Leitlinien und Evidenz in der webbasierten Datenbank PubMed durchgeführt.

Ergebnisse

Die Inzidenz sekundärer Malignome in der Ohrspeicheldrüse scheint insbesondere aufgrund einer steigenden Inzidenz von Metastasen kutaner Plattenepithelkarzinome in Europa zuzunehmen. Die Parotidektomie ist – außer beim malignen Lymphom – in der kurativen Situation die Therapie der Wahl. In Abwesenheit klarer Evidenz ist, abhängig von der Entität des sekundären Malignoms, bei intaktem Nervus facialis eine laterale oder komplette Parotidektomie mit ipsilateraler Neck dissection indiziert.

Schlussfolgerungen

Die Differenzialdiagnostik bei sekundären Karzinomen (in) der Glandula parotidea kann kompliziert sein. Bei der Erstdiagnose eines Plattenepithelkarzinoms sollten eine dermatologische Ganzkörperuntersuchung und eine genaue Anamnese in Bezug auf Hauttumoren der Kopf-Hals-Region erfolgen. Neben der chirurgischen Therapie der Ohrspeicheldrüse und des Halses ist in der Regel eine adjuvante Radiotherapie indiziert.
Titel
Diagnostik und Therapie sekundärer Malignome der Ohrspeicheldrüse – eine Übersicht
Verfasst von
Dr. med. Marcel Mayer
Lisa Nachtsheim
Christoph Arolt
Alexander Quaas
Johanna Prinz
Maria Grosheva
Jens Peter Klußmann
Philipp Wolber
Publikationsdatum
17.05.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
HNO / Ausgabe 4/2023
Print ISSN: 0017-6192
Elektronische ISSN: 1433-0458
DOI
https://doi.org/10.1007/s00106-022-01178-6
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

Kongressdossier zum Deutschen Krebskongress 2026

18. - 21. Februar 2026 | Berlin
Auf dieser Seite werden wir Sie mit tagesaktuellen Berichten vom Deutschen Krebskongress auf dem Laufenden halten. Vor dem Start des Kongresses finden Sie hier zudem Ausblicke auf spannende Themen, die vor Ort diskutiert werden. Expertinnen und Experten erzählen, auf welche DKK-Sessions sie sich besonders freuen.

Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und Stiftung Deutsche Krebshilfe

Passend zum Thema

APDS im Praxisalltag erkennen

Das klinische Bild von APDS ist heterogen mit erhöhter Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Autoimmunität, Malignität, Allergien und Autoinflammation. Betroffene weisen zwar typische Laborabnormitäten auf, aber eine eindeutige Diagnose kann jedoch nur anhand einer genetischen Untersuchung gestellt werden.

Pathomechanismus – warum Betroffene unter APDS leiden

Ursache von APDS (Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome) ist ein Gendefekt der zellulären Phosphoinositid-3-Kinase δ (PI3Kδ). Dieses Enzym gehört zur Familie der Kinasen und spielt eine zentrale Rolle bei der zellulären Signaltransduktion, insbesondere bei der Entwicklung und Funktion des Immunsystems.

ANZEIGE

Seltener Immundefekt: Activated Phosphoinositide 3-Kinase δ Syndrome (APDS)

Beim Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome (APDS) handelt es sich um einen seltenen, schweren progredienten Immundefekt mit äußerst heterogener Symptomatik. Eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie ist für das Überleben der Patienten von entscheidender Bedeutung. 

Passend zum Thema

ANZEIGE

Übergewicht bei Kindern: Erhöhtes Risiko für immunvermittelte Hautkrankheiten

Adipositas im Kindesalter, das hat Folgen! Die Erkrankung fördert systemische Entzündungsprozesse und steigert das Risiko für atopische Dermatosen und andere Hautkrankheiten.

ANZEIGE

Aktinische Keratose: Herausforderung in Prävention und Praxis

Ein europäisches Expertenvotum gibt Impulse für die individualisierte Behandlung von AK – mit Fokus auf Patientenerwartungen, Verträglichkeit und neue Bewertungssysteme.

ANZEIGE

Optimale Wundheilung: Arzneimittelbasierte Wundsalben als wichtiger Baustein der dermatologischen Versorgung

Oberflächliche Hautverletzungen und Schleimhautschädigungen sind alltägliche Herausforderungen in der dermatologischen Praxis. Die richtige Wundbehandlung mit geeigneten Präparaten kann den Heilungsprozess signifikant beschleunigen und Komplikationen reduzieren.

ANZEIGE

Bepanthen® unterstützt bei vielen Indikationen die Regeneration der Haut

  • Content Hub

Bepanthen® Wund- und Heilsalbe wird nach wie vor erfolgreich bei kleinen Alltagsverletzungen eingesetzt. Moderne Forschung schafft darüber hinaus Evidenz für neue Anwendungsgebiete wie z.B. für die Nachbehandlung einer Lasertherapie bei aktinischer Keratose oder einer Tattoo-Entfernung. Aktuelle Studienergebnisse oder Neuigkeiten aus der Dermatologie erfahren Sie hier.

Bayer Vital GmbH
Bildnachweise
MRT von Gesichtsschädel/Hals mit Kontrastmittel/© M. Mayer et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Berlin/© amyrxa / stock.adobe.com, Arzt untersucht Teenager an den Lymphknoten/© South_agency | GettyImages (Symbolbild mit Fotomodellen), Pathomechanismus APDS/© Pharming, Teenagerin sitzt im Bett, während sie hustet/© Vladimir Vladimirov | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodell), Kind misst seinen Bauchumfang/© supawat bursuk | iStock, Histologie einer Schleimhautzelle/© Oscar Gutierrez | iStock, Kreuzweise geklebte Pflaster auf Haut mit aufgemaltem Herz/© AndreyPopov | iStock, Titelbild CH Bepanthen