Zum Inhalt
Die Radiologie

Bildgebende Primärdiagnostik bei Lymphomen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Klinisches/methodisches Problem

Bildgebende Verfahren sind ein integraler Bestandteil der Diagnostik und Behandlung von Lymphomen zur Erstdiagnose, der Stadieneinteilung und der Bewertung der therapeutischen Wirksamkeit. Die verschiedenen Lymphomentitäten zeigen Unterschiede in der Stoffwechselaktivität und erfordern daher auch unterschiedliche Untersuchungsmodalitäten.

Radiologische Standardverfahren

Dieser Übersichtsartikel beschäftigt sich mit der bildgebenden Primärdiagnostik von Lymphomen mittels Computertomographie (CT), Positronen-Emissions-Tomographie(PET)/CT und Magnetresonanztomographie (MRT) ein. Zudem wird auf Besonderheiten in der Bildgebung der verschiedenen Subtypen eingegangen.

Methodische Innovationen

Es werden die Möglichkeiten der Ganzkörper-MRT, der PET/MRT und weiterer PET-Tracer behandelt.

Leistungsfähigkeit

Außerdem werden die wichtigen Klassifikationen für die Ausbreitungsdiagnostik sowie diagnostische Scores, die sich auf die Bildgebung stützen, erläutert und auf wichtige Fallstricke in der initialen Bildgebung eingegangen.

Bewertung

Neben diesen häufigsten Modalitäten stellen die Ganzkörper-MRT und die PET/MRT Alternativen für besondere Patientengruppen dar (z. B. Kinder und Schwangere).

Empfehlung für die Praxis

In der Bildgebung bei Erstdiagnose von Lymphomerkrankungen sollte generell eine Untersuchung von Hals, Thorax, Abdomen und Becken und Inguinalbereich stattfinden. Je nach Entität erfolgt die Bildgebung häufig mittels PET/CT oder CT. Für viele Lymphomentitäten werden einheitliche Staging-Klassifikationen genutzt, jedoch gibt es für mehrere Subtypen adaptierte Kriterien, die berücksichtigt werden sollten.
Titel
Bildgebende Primärdiagnostik bei Lymphomen
Verfasst von
Michael Winkelmann
Matthias Kassube
Johannes Rübenthaler
Gabriel T. Sheikh
Wolfgang G. Kunz, MD, MHBA
Publikationsdatum
28.04.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Radiologie / Ausgabe 7/2025
Print ISSN: 2731-7048
Elektronische ISSN: 2731-7056
DOI
https://doi.org/10.1007/s00117-025-01447-9
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Passend zum Thema

APDS im Praxisalltag erkennen

Das klinische Bild von APDS ist heterogen mit erhöhter Infektanfälligkeit, Immunschwäche, Autoimmunität, Malignität, Allergien und Autoinflammation. Betroffene weisen zwar typische Laborabnormitäten auf, aber eine eindeutige Diagnose kann jedoch nur anhand einer genetischen Untersuchung gestellt werden.

Pathomechanismus – warum Betroffene unter APDS leiden

Ursache von APDS (Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome) ist ein Gendefekt der zellulären Phosphoinositid-3-Kinase δ (PI3Kδ). Dieses Enzym gehört zur Familie der Kinasen und spielt eine zentrale Rolle bei der zellulären Signaltransduktion, insbesondere bei der Entwicklung und Funktion des Immunsystems.

ANZEIGE

Seltener Immundefekt: Activated Phosphoinositide 3-Kinase δ Syndrome (APDS)

Beim Activated Phosphoinositide 3-Kinase Delta Syndrome (APDS) handelt es sich um einen seltenen, schweren progredienten Immundefekt mit äußerst heterogener Symptomatik. Eine frühzeitige Diagnosestellung und Therapie ist für das Überleben der Patienten von entscheidender Bedeutung. 

Passend zum Thema

Kongressdossier zum Deutschen Krebskongress 2026

18. - 21. Februar 2026 | Berlin
Auf dieser Seite werden wir Sie mit tagesaktuellen Berichten vom Deutschen Krebskongress auf dem Laufenden halten. Vor dem Start des Kongresses finden Sie hier zudem Ausblicke auf spannende Themen, die vor Ort diskutiert werden. Expertinnen und Experten erzählen, auf welche DKK-Sessions sie sich besonders freuen.

Bildnachweise
Arzt untersucht Teenager an den Lymphknoten/© South_agency | GettyImages (Symbolbild mit Fotomodellen), Pathomechanismus APDS/© Pharming, Teenagerin sitzt im Bett, während sie hustet/© Vladimir Vladimirov | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodell), Berlin/© amyrxa / stock.adobe.com