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28.06.2017 | Magenkarzinom | Leitthema | Ausgabe 9/2017

Der Chirurg 9/2017

R1-Resektion beim Magenkarzinom

Zeitschrift:
Der Chirurg > Ausgabe 9/2017
Autoren:
Prof. Dr. K. Ridwelski, J. Fahlke, M. Huß, R. Otto, S. Wolff

Zusammenfassung

Die Ergebnisse, die im Zusammenhang mit einer R1-Situation bei einem resezierten Magenkarzinom in der Literatur berichtet werden, sind nicht einheitlich. Eine R1-Situation verschlechtert die Prognose für das Langzeitüberleben der Patienten. Dies ist vor allem für niedrige T‑Stadien und einer Lymphknotenmetastasierung mit 0 bis ≤3 Lymphknotenmetastasen signifikant. In höheren Tumorstadien und bei ausgedehnter Lymphknotenmetastasierung ist der Überlebensunterschied zwischen R0- und R1-Resektion geringer bzw. nicht mehr signifikant. Die Häufigkeit einer R1-Resektion liegt bei ca. 5 % (1,8–9 %, AEG-Tumoren ≥10 %). Die Daten beziehen sich vor allem auf den oralen und aboralen Schnittrand, Angaben zum zirkumferenziellen Schnittrand finden sich selten. Das Risiko eines histologisch positiven Schnittrandes steigt mit der Größe des Tumors (≥5 cm), einem T3/4- und oder pN2/pN3-Stadium. Schlecht differenzierte, Siegelringzell- oder muzinöse Adenokarzinome und Karzinome vom Bormann-Typ 3+4 führen ebenfalls zu einer erhöhten R1-Rate. Zur Erzielung einer R0-Resektion stellt eine intraoperative histologische Schnellschnittuntersuchung den Standard dar. Bei einer Tumorinfiltration sollte die sofortige Nachresektion vorgenommen werden. Findet sich die R1-Diagnose erst in der definitiven Histologie, gilt die Nachresektion zur Erzielung einer R0-Resektion in Publikationen als Standard. Trotzdem erfolgt eine Reoperation nur selten. Nur eine Studie berichtet über 122 Patienten mit 100 % Reoperationen, die bei 50 Patienten (41 %) erfolgreich (R0) durchgeführt wurden. Für die R0-Gruppe konnte das mediane Überleben von 18 auf 23 Monate verlängert werden. Für postoperative additive Maßnahmen (Chemo‑, Strahlen- und Radiochemotherapie) finden sich nur sporadische Literaturdaten und keine Evidenz.

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