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01.10.2020 | Magenkarzinom | Schwerpunkt: In-situ-Hybridisierung | Ausgabe 6/2020

Der Pathologe 6/2020

ISH-basierte HER2-Diagnostik

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 6/2020
Autoren:
Prof. Dr. Josef Rüschoff, Iris Nagelmeier, Bharat Jasani, Oliver Stoss
Wichtige Hinweise

Schwerpunktherausgeber

H. U. Schildhaus, Essen

Zusammenfassung

Für die HER2-gerichtete Therapie ist der Nachweis einer Rezeptor-Überexpression und/oder der Genamplifikation mittels In-situ-Hybridisierung (ISH) von entscheidender Bedeutung. Im Laufe von mehr als 15 Jahren haben die Amerikanische Krebsgesellschaft (ASCO) und die Kanadisch-Amerikanische Pathologengesellschaft (CAP) mehrere Empfehlungen zur optimalen HER2-Testung verfasst. Für das Mammakarzinom wurde zuletzt 2018 eine Aktualisierung herausgegeben, wobei für die Interpretation von ISH-Befunden spezielle diagnostische Gruppen (1-5) definiert wurden. Die vor allem auf der ToGA-Studie basierende Empfehlung für das Magenkarzinom (2017) wird häufig auch als Leitlinie für die Testung anderer gastrointestinaler Tumoren, einschließlich Pankreas und Gallenwege, und das Bronchialkarzinom verwendet. Als Entscheidungsgrundlage für HER2-gerichtete Therapien dient neuerdings als dritte Form der HER2-Genalteration (neben Überexpression und Amplifikation) auch der Mutationsnachweis. Dieser erfolgt mit Hilfe des Next Generation Sequencing (NGS) und eröffnet im Falle einer aktivierenden HER2-Mutation neue Therapieoptionen.

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