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06.11.2017 | Leitthema | Ausgabe 12/2017

Der Ophthalmologe 12/2017

Makulaschichtforamen mit hyporeflektivem epiretinalem Gewebe

OCT-Diagnostik und klinischer Verlauf

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 12/2017
Autoren:
Dr. D. Vogt, F. Bottoni, S. G. Priglinger, R. G. Schumann

Zusammenfassung

Hintergrund

Die hochauflösende Spektral-Domain-optische Kohärenztomographie (SD-OCT) ist die Standarduntersuchung zur Beurteilung nicht vollständig durchgreifender Makuladefekte. Anhand in der SD-OCT festgelegter Diagnosekriterien ist das Makulaschichtforamen (MSF) vom Pseudoforamen (PF) abzugrenzen und zeichnet sich durch eine irreguläre foveale Kontur, einen Defekt der inneren Fovea sowie eine innere Spaltbildung aus.

Fragestellung

Ziel der Arbeit ist ein Überblick über den aktuellen Kenntnisstand zur Diagnostik und zum klinischen Verlauf von MSF.

Material und Methoden

Die Auswertung basiert auf dem aktuellen Stand der Literatur und eigenen Datenauswertungen aus der Augenklinik der Universität München.

Ergebnisse

Bei der Mehrzahl der Augen mit MSF lassen sich neben konventionellen traktiven epiretinalen Membranen (ERM) homogene atypische epiretinale Proliferationen (LHEP) beschreiben. Diese zeigen sich in der SD-OCT als hyporeflektives dicht aufgelagertes Material und weisen im Gegensatz zur klassischen ERM keine kontraktilen Zellkomponenten auf. Das Vorkommen von LHEP korreliert im SD-OCT mit Defekten der Photorezeptorschicht, dünnerer fovealer Netzhautdicke und einer Zunahme der intraretinalen Spaltbildung mit Gewebeverlust sowie mit einer schlechteren Sehschärfe. Die Fundusautofluoreszenz (FAF) war bei allen Augen mit MSF positiv.

Schlussfolgerung

Die Korrelation von SD-OCT und En-face-OCT kann helfen, Subgruppen zu identifizieren und eine Progression frühzeitig zu erkennen. Die FAF erlaubt eine erste Detektion struktureller Veränderungen bereits im subklinischen Stadium ohne Visuseinschränkung. Die derzeit gültige Klassifikation sollte aufgrund von Übergangformen zu PF der Makula und hoher Variabilität der intraretinalen Spaltbildung sowie der epiretinalen Proliferation überdacht werden.

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