„Mal’s Dir nicht schön“ – Hautkrebsprävention am Arbeitsplatz
Ein Pilotprojekt im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung
- 01.11.2013
- Arbeitswelt
- Verfasst von
- Katrin Ahlers
- Ute Pferdmenges
- Jürgen Lemm
- Werner Majewski
- Agathe Swiatoszczyk
- Dr. phil. Margret Schrader
- Erschienen in
- Prävention und Gesundheitsförderung | Ausgabe 4/2013
Zusammenfassung
Hintergrund
In Deutschland erkranken jährlich rund 234.000 Menschen neu an Hautkrebs. Trotz Einführung eines Hautkrebsscreenings für gesetzlich Krankenversicherte und breiter Aufklärungskampagnen zu Risikofaktoren steigt die Zahl der Neuerkrankungen und stellt die Nachhaltigkeit der gesundheitlichen Aufklärung der Öffentlichkeit zu Hautkrebs in Frage.
Methoden
Im Auftrag der Oberfinanzdirektion Rheinland (OFD Rheinland) organisierte die Krebsgesellschaft NRW im Jahr 2009 im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung eine Reihe von Informationsveranstaltungen zu Hautkrebs und den Möglichkeiten seiner Vorbeugung und Früherkennung. Die Vorträge wurden von Fachärzten in den Dienststellen des Bezirks der OFD Rheinland und während der Arbeitszeit durchgeführt.
Ziel
Die Zielsetzung bestand darin, die Mitarbeiter zur Inanspruchnahme des Hautkrebsscreenings zu motivieren. Die Ergebnisse wurden mit einem digitalen Vorher-Nachher-Fragebogen evaluiert. Eine weitere, untergestellte Zielsetzung lag in der Bewertung der Durchführbarkeit solch eines Veranstaltungsformats.
Ergebnisse
Etwa 5000 Mitarbeiter der OFD Rheinland nahmen in einem Zeitraum von 9 Monaten an 132 Informationsveranstaltungen teil. Insgesamt beabsichtigten 43,0 % der Teilnehmer der Fragebogenaktion, ihre Haut künftig sorgfältiger als zuvor gegen UV-Strahlung zu schützen. Die regelmäßige Hautkontrolle wurde von 92,9 % erwogen. Eine Verhaltensänderung bei Solariumbesuchern war erkennbar. 42 % der befragten Teilnehmer gaben an, im Anschluss an die Veranstaltung das Hautkrebsscreening in Anspruch genommen zu haben. Bei 35 % fiel der Befund des Screenings positiv aus, wobei bei 4 % eine bösartige Hautveränderung vorlag.
Schlussfolgerung
Einheitliche Veranstaltungen zur Hautkrebsprävention am Arbeitsplatz sind im behördlichen Umfeld durchführbar, wobei die Schaffung einer außerbetrieblichen Koordinationsstelle für die Veranstaltungen essenziell ist. Aufgrund der zeitlichen Begrenzung des Projekts können Aussagen zur Nachhaltigkeit nur über ein halbes Jahr gemacht werden. Eine Verhaltensänderung zeigt sich im Umgang mit dem Risikofaktor der künstlichen UV-Strahlung. Auch eine Steigerung der Sensibilität für die Prävention in Form einer informierten Entscheidung zur (Nicht-)Teilnahme am Hautkrebsscreening wird erreicht.
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- Titel
-
„Mal’s Dir nicht schön“ – Hautkrebsprävention am Arbeitsplatz
Ein Pilotprojekt im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung - Verfasst von
-
Katrin Ahlers
Ute Pferdmenges
Jürgen Lemm
Werner Majewski
Agathe Swiatoszczyk
Dr. phil. Margret Schrader
- Publikationsdatum
- 01.11.2013
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Erschienen in
-
Prävention und Gesundheitsförderung / Ausgabe 4/2013
Print ISSN: 1861-6755
Elektronische ISSN: 1861-6763 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s11553-013-0405-2
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