Mukosaassoziierte Lymphome des Gastrointestinaltrakts
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- 17.12.2024
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Mukosaassoziierte Lymphome des Gastrointestinaltrakts sind eine heterogene Gruppe und unterscheiden sich hinsichtlich Pathogenese, Lokalisation und therapeutischer Optionen. Für alle gilt, dass eine differenzierte Therapie eine exakte Erfassung des Lymphomstadiums voraussetzt. Für die gastralen Mucosa-associated-lymphoid-tissue(MALT)-Lymphome wurde vor etwa 30 Jahren die pathogenetische Bedeutung der Helicobacter-pylori-Infektion deutlich. Diese Erkenntnis wurde in einen neuen Therapieansatz übertragen. Heute ist die H.-pylori-Eradikation die Therapie der ersten Wahl bei den gastralen MALT-Lymphomen. In der Mehrzahl der Fälle führt sie zu einer kompletten Lymphomremission. Bleibt der Erfolg aus, steht die Strahlentherapie in den lokalisierten Stadien I/II E mit exzellenten Ergebnissen zur Verfügung. Die Immunchemotherapie ist die Domäne der fortgeschrittenen Stadien III/IV E, die Operation spielt keine Rolle mehr. Die sehr viel selteneren intestinalen und kolorektalen MALT-Lymphome bedürfen einer individualisierten Therapie.
Nach Lektüre dieses Beitrags
- kennen Sie die Klassifikation, Pathogenese, Diagnostik und Stadieneinteilung der gastrointestinalen Mucosa-associated-lymphoid-tissue(MALT)-Lymphome.
- wissen Sie um die Bedeutung der Helicobacter-pylori-Eradikation.
- können Sie Zielvolumen, Strahlendosis und mögliche radiogene Nebenwirkungen benennen.
- wissen Sie, wann eine Systemtherapie indiziert ist und welche Protokolle sich anbieten.
- ist Ihnen das Management der gastrointestinalen Lymphome vertraut.
Diese Fortbildungseinheit mit 3 Punkten (Kategorie D) wurde von der Ärztekammer Nordrhein für das „Fortbildungszertifikat der Ärztekammer“ gemäß §5 Fortbildungsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte vom 23.11.2013 anerkannt und ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Anerkennung in Österreich: Für das Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die von deutschen Landesärztekammern anerkannten Fortbildungspunkte aufgrund der Gleichwertigkeit im gleichen Umfang als DFP-Punkte anerkannt [§ 14, Abschnitt 1, Verordnung über ärztliche Fortbildung, Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) 2013].