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Mukosaassoziierte Lymphome des Gastrointestinaltrakts

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Zusammenfassung

Mukosaassoziierte Lymphome des Gastrointestinaltrakts sind eine heterogene Gruppe und unterscheiden sich hinsichtlich Pathogenese, Lokalisation und therapeutischer Optionen. Für alle gilt, dass eine differenzierte Therapie eine exakte Erfassung des Lymphomstadiums voraussetzt. Für die gastralen Mucosa-associated-lymphoid-tissue(MALT)-Lymphome wurde vor etwa 30 Jahren die pathogenetische Bedeutung der Helicobacter-pylori-Infektion deutlich. Diese Erkenntnis wurde in einen neuen Therapieansatz übertragen. Heute ist die H.-pylori-Eradikation die Therapie der ersten Wahl bei den gastralen MALT-Lymphomen. In der Mehrzahl der Fälle führt sie zu einer kompletten Lymphomremission. Bleibt der Erfolg aus, steht die Strahlentherapie in den lokalisierten Stadien I/II E mit exzellenten Ergebnissen zur Verfügung. Die Immunchemotherapie ist die Domäne der fortgeschrittenen Stadien III/IV E, die Operation spielt keine Rolle mehr. Die sehr viel selteneren intestinalen und kolorektalen MALT-Lymphome bedürfen einer individualisierten Therapie.
Titel
Mukosaassoziierte Lymphome des Gastrointestinaltrakts
Verfasst von
Prof. Dr. med. habil. Wolfgang Fischbach
Prof. Dr. med. habil. Andreas Neubauer
PD Dr. med. habil. Gabriele Reinartz
Publikationsdatum
25.09.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 10/2024
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-024-00605-0
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