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01.09.2008 | Leitthema | Ausgabe 9/2008

Der Gynäkologe 9/2008

Mammakarzinom – State of the Art 2008

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 9/2008
Autoren:
E.J. Kantelhardt, R. Große, H.G. Strauß, C. Thomssen

Zusammenfassung

Durch die Handlungsempfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) Kommission Mamma und die S3-Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) werden auch für komplexe Erkrankungs- und Therapiesituationen Hinweise gegeben, wie zu verfahren ist. State of the Art ist dabei nicht immer ein klarer Weg, sondern muss auch die Einbeziehung der Patientin und ihrer individuellen Präferenzen bedeuten. Gerade im Screening ist die ausführliche Aufklärung von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Programms. Zunehmend werden Karzinomvorstufen entdeckt, bei denen die Patientin mit über die Therapie von teilweise sehr kleinen Risiken entscheiden sollte. Durch neuere prognostische Faktoren wird die Sicherung chirurgisch-bioptischen Materials immer wichtiger, hier sind dringend Standardisierungen nötig. Immer mehr Möglichkeiten der Bildgebung, z. B. Mamma-MRT, müssen zur differenzierten Abwägung zwischen Nutzen und Überdiagnostik führen. Bei einigen Patientinnengruppen, z. B. mit kleinen Karzinomen, sollte mit der Patientin immer klar die Frage der Nebenwirkungen systemischer Therapien besprochen werden. So wird trotz zunehmender Erkenntnisse die individuelle Entscheidung weiterhin im Mittelpunkt stehen. Der Bedarf an Studien für immer besser charakterisierte Tumorentitäten wird nicht abnehmen.

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