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Die Gynäkologie

Endokrine Kombinationstherapien beim lokal fortgeschrittenen, metastasierten Mammakarzinom – zusammen besser als allein

Erschienen in:

Zusammenfassung

In den letzten Jahren hat sich die endokrine Therapie des hormonrezeptorpositiven, lokal fortgeschrittenen/metastasierten Mammakarzinoms erfolgreich weiterentwickelt. Neue Substanzen wurden entwickelt, um endokrine Resistenzen zu überwinden, altbekannte Medikamente mit neuen Substanzen kombiniert. Die Gruppe der CDK4/6(„cyclin-dependent kinases“)-Inhibitoren hat inzwischen seine Überlegenheit gegenüber der endokrinen Monotherapie gezeigt. Aber auch neue Substanzen, wie der PI3K(„phosphoinositide 3‑kinase inhibitor“)-Inhibitor Alpelisib, bieten eine Therapieoption für Patientinnen mit vorliegender PIK3CA(„phosphatidylinositol‑4,5‑bisphosphate 3‑kinase catalytic subunit α“)-Mutation. Die Kombination von Everolimus, einem mTOR(„mechanistic target of rapamycin“)-Inhibitor, mit Exemestan behält auch weiterhin einen Stellenwert in der Therapie des metastasierten Mammakarzinoms. Endokrine Kombinationstherapien sind aus der Praxis nicht mehr wegzudenken und haben zu einer deutlichen Prognoseverbesserung und teilweise nachgewiesen verlängertem Gesamtüberleben geführt. In Studien müssen offene Fragen zur Therapiefolge und -kombinationen geklärt werden, und die Mechanismen der endokrinen Resistenz müssen weiter wissenschaftlich untersucht werden, um diese zu umgehen. Dafür könnten künftig sogar Triplet-Therapiekombinationen infrage kommen.
Titel
Endokrine Kombinationstherapien beim lokal fortgeschrittenen, metastasierten Mammakarzinom – zusammen besser als allein
Verfasst von
Dr. Carlota Claussen
Achim Rody
Publikationsdatum
22.04.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Gynäkologie / Ausgabe 5/2021
Print ISSN: 2731-7102
Elektronische ISSN: 2731-7110
DOI
https://doi.org/10.1007/s00129-021-04792-7
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