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16.11.2021 | Mammakarzinom | Leitthema

Frühes Mammakarzinom

Bestrahlung: Wer, wann, wo, wie lange?

Zeitschrift:
Der Onkologe
Autoren:
PD Dr. med. Christiane Matuschek, Prof. Dr. med. Wilfried Budach
Wichtige Hinweise
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Zusammenfassung

Hintergrund

Beim frühen Mammakarzinom wird in der Regel eine brusterhaltende Therapie durchgeführt. Diese beinhaltet auch eine adjuvante Strahlentherapie. Die adjuvante Strahlentherapie wurde jahrzehntelang über einen Zeitraum von 5–7 Wochen mit werktäglicher Bestrahlung durchgeführt. Standard war eine Ganzbrustbestrahlung mit oder ohne Boost.

Fragestellung

Evidenzbasierter Review zur Klärung der Frage, wer, wann, wo und wie lange bestrahlt werden sollte.

Material und Methode

Mittels systematischer Literaturrecherche in PubMed und manueller Suche wurden relevante Publikationen zwischen 2004 und 2021 untersucht.

Ergebnisse

Nach brusterhaltender Operation führt eine Nachbestrahlung der Brust zu einer Reduktion der Lokalrezidivrate. Das aktuelle Bestrahlungskonzept ist moderat hypofraktioniert. Bei sehr niedrigem Rezidivrisiko und/oder höherem Lebensalter können auch Teilbrustbestrahlungen oder, in ausgewählten Subgruppen als individuelles Konzept, ultrafraktionierte Bestrahlungskonzepte angewendet werden. Bei höherem Risiko kann zur Senkung des Lokalrezidivrisikos ein Boost appliziert werden.

Schlussfolgerungen

Grundsätzlich handelt es sich bei der adjuvanten Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation um eine gut untersuchte, nebenwirkungsarme Therapie mit der Möglichkeit, das Lokalrezidivrisiko um den Faktor 3 zu senken. Es stehen inzwischen verschiedene Konzepte und Techniken für die individualisierte Therapie zur Verfügung. Insgesamt ist ein Trend zur Deeskalation der Strahlentherapie beim frühen Mammakarzinom zu verzeichnen.

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Literatur
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