Skip to main content
main-content

13.11.2020 | Mammakarzinom | Leitthema

Nachsorge nach Mammakarzinomerkrankung

Zeitschrift:
Der Gynäkologe
Autoren:
Dr. Thorsten Heilmann, Prof. Dr. Nicolai Maass
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Emons, Göttingen
N. Maass, Kiel

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Nachsorge nach Mammakarzinomerkrankung dient der Früherkennung lokoregionärer Rezidive, der Erkennung und Behandlung therapiebedingter Komplikationen sowie der Sicherung der Therapieadhärenz.

Fragestellung

Welchen Aspekten der Nachsorge kommt eine zentrale Rolle zu?

Methoden

Auswertung von Grundlagenarbeiten und Expertenempfehlungen.

Ergebnisse

Der Nachsorgezeitraum nach Brustkrebs beträgt 10 Jahre. Die Nachsorgeempfehlungen beschreiben die Algorithmen klinischer und bildgebender Nachsorge. Kurz- und mittelfristige Komplikationen onkologischer Therapien sollten erkannt werden. Die Therapieadhärenz unter endokriner Therapie sollte aktiv abgefragt werden, Nebenwirkungen dieser Therapien können sowohl medikamentös als auch komplementärmedizinisch gemildert werden. Eine Lebensstilberatung (körperliche Aktivität, Normalgewicht, Meidung von Noxen) verbessert die Lebensqualität der Patientinnen und senkt das individuelle Rezidivrisiko. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit benachbarten ärztlichen Fachdisziplinen, Physiotherapeuten oder Psychoonkologen sollte bedarfsgerecht erwogen werden. Patientinnen sollten im Einholen einer onkologischen Zweitmeinung unterstützt werden. Routinemäßige Tumormarkerkontrollen oder Organstagings bei asymptomatischen Patientinnen in der Nachsorge werden nicht empfohlen.

Schlussfolgerungen

Die aktuellen Empfehlungen zur Nachsorge nach Mammakarzinomerkrankung sind pragmatisch und orientieren sich vorwiegend an klinischen Befunden. Patientinnen sollten unterstützt werden im Hinblick das Management von therapiebedingten Nebenwirkungen, bei der Bewältigung einer emotionalen und psychosozialen Belastung sowie bei der Umsetzung von Lebensstilmodifikationen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Für Ihren Erfolg in Klinik und Praxis - Die beste Hilfe in Ihrem Arbeitsalltag als Mediziner

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de.

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Der Gynäkologe 12x pro Jahr für insgesamt 354 € im Inland (Abonnementpreis 319 € plus Versandkosten 35 €) bzw. 394 € im Ausland (Abonnementpreis 319 € plus Versandkosten 75 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 29,50 € im Inland bzw. 32,83€ im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inklusive dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.
     

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-4303/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com
     

  2. Sie können e.Med Gynäkologie & Urologie 14 Tage kostenlos testen (keine Print-Zeitschrift enthalten). Der Test läuft automatisch und formlos aus. Es kann nur einmal getestet werden.

Passend zum Thema

Neue ESO-ESMO-Leitlinie (ABC 5): CDK4/6-Inhibitoren als Erstlinie

Das Experten-Panel sprach sich bei PatientInnen mit HR+/HER2- ABC einstimmig für den Einsatz der endokrinbasierten Kombinationstherapie mit einem CDK4/6-Inhibitor in der Erstlinie aus. Basis hierfür: überzeugende Evidenzlage [1-5].

Mehr

Passend zum Thema

16.03.2020 | Sonderbericht | Onlineartikel

Tumor-assoziierte Thromboembolien: Effektiv und sicher antikoagulieren

Der Verlauf einer venösen Thromboembolie kann bei Tumorpatienten deutlich aggressiver sein als bei Nichttumorpatienten. Zugleich neigen diese Patienten verstärkt zu klinisch relevanten Blutungen. Wie in dieser schwierigen Situation eine sichere Antikoagulation umgesetzt werden kann, erläutert Prof. Dr. Florian Langer, Onkologe und Hämostaseologe vom Universitätsklinikum Hamburg. 

LEO Pharma GmbH

Therapie von tumorassoziierten Thromboembolien

Die antikoagulatorische Behandlung von Patienten mit tumorassoziierten venösen Thromboembolien ist komplex, weil diese Patienten sowohl ein deutlich erhöhtes Thromboembolie- als auch ein großes Blutungsrisiko haben. Variiert werden diese Risiken durch die jeweilige Tumorentität, das Erkrankungsstadium, aber auch die individuelle Krebsbehandlung und andere Therapien.

LEO Pharma GmbH
ANZEIGE

Management von Thromboembolien bei Krebspatienten

Die Thromboembolie ist neben Infektionen die zweithäufigste Todesursache bei Krebspatienten. Die Behandlung der CAT (cancer associated thrombosis) ist komplex und orientiert sich am individuellen Patienten. Angesichts einer Vielzahl zur Verfügung stehender medikamentöser Behandlungsoptionen finden Sie hier Video-Experteninterviews, Sonderpublikationen und aktuelle Behandlungsalgorithmen zur Therapieentscheidung auf Basis von Expertenempfehlungen.

Bildnachweise