Neuer Subtyp beim Brustkrebs charakterisiert
- 07.09.2021
- Mammakarzinom
- Gynäkoonkologie
- Verfasst von
- Sandrina Bachmaier
- Erschienen in
- Im Fokus Onkologie | Ausgabe 4/2021
Auszug
Bei vielen Brustkrebspatientinnen wird der HER2-Rezeptor überexprimiert. Eine zielgerichtete Therapie mit einem Anti-HER2-Antikörper ist dann erfolgversprechend, wenn die Tumoren eine hohe HER2-Positivität aufweisen. Was aber, wenn die Immunhistochemie nur gering positiv ist oder kein HER2 exprimiert wird? Ein Team um Carsten Denkert und Sibylle Loibl hat nun bei einer retrospektiven Analyse von vier prospektiven Studien (GeparSepto, GeparOcto, GeparX, und Gain-2 neoadjuvant) herausgefunden, dass 48 % der Tumoren nur eine schwach-positive Konzentration von HER2 aufweisen [Denkert C et al. Lancet Oncol. 2021;22(8):1151-61] und bei 52 % kein HER2 nachgewiesen wurde. Patientinnen mit wenig HER2 sprachen schlechter auf eine Chemotherapie an, als Patientinnen ohne HER2-Protein (pathologisch komplettes Ansprechen: 29,2 vs. 39,0 %). Andererseits hatten Patientinnen mit schwach-positiver HER2-Expression ein signifikant längeres Überleben [3-Jahres-Gesamtüberlebensrate: 91,6 vs. 85,8 %]. Für die Forschenden stellt diese Gruppe einen neuen Subtyp dar. Er soll helfen, zukünftig die Therapien und Prognosen besser einschätzen zu können und neue Behandlungsansätze zu entwickeln. …
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- Titel
- Neuer Subtyp beim Brustkrebs charakterisiert
- Verfasst von
-
Sandrina Bachmaier
- Publikationsdatum
- 07.09.2021
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Mammakarzinom
Mammakarzinom
Onkologie - Erschienen in
-
Im Fokus Onkologie / Ausgabe 4/2021
Print ISSN: 1435-7402
Elektronische ISSN: 2192-5674 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s15015-021-3600-6