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07.10.2021 | Mammakarzinom | Leitthema

Neues zur primär systemischen Therapie des Mammakarzinoms

ESMO 2020 – SABCS 2020 – St. Gallen 2021 – ASCO 2021

Zeitschrift:
Der Onkologe
Autoren:
Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Susanna Hegewisch-Becker
Wichtige Hinweise

Redaktion

J. Blohmer, Berlin
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Zusammenfassung

Hintergrund

Die Therapie des frühen Mammakarzinoms hat sich im letzten Jahr erheblich verändert.

Ziel

Wichtige, neu vorgestellte Studiendaten des letzten Jahres werden zusammengefasst.

Material und Methoden

Es erfolgte eine selektive Literaturrecherche in der Datenbank PubMed zur Systemtherapie des frühen Mammakarzinoms ab 2020.

Ergebnisse

In der erweiterten adjuvanten Anti-HER2-Therapie mit Neratinib gibt es positive erste Daten aus der nichtinterventionellen, deutschen Phase-IV-Studie ELEANOR. Gemäß MonarchE-Studie führt die Zugabe des CDK4/6-Inhibitors Abemaciclib zur endokrinen Standardtherapie des hormonrezeptorpositiven (HR+) HER2-negativen Mammakarzinoms zu einem Vorteil im krankheitsfreien Überleben (DFS). Beim tripelnegativen Mammakarzinom (TNBC) wird durch Chemotherapie plus Checkpointinhibitor die pathologisch komplette Remissionsrate erhöht, im Update der GeparNuevo-Studie mit Durvalumab zeigt sich auch eine Verbesserung des DFS. Auch im Update der KEYNOTE-522-Studie ergab sich eine statistisch signifikante Verbesserung des invasiven DFS. In die OlympiA-Studie wurde die Schnittmenge der beiden Subpopulationen des Mammakarzinoms, BRCA1/2-positive Patientinnen, eingeschlossen. Hier wurden Patientinnen mit Hochrisiko- oder residueller Erkrankung nach neoadjuvanter Chemotherapie randomisiert vs. Placebo mit dem Inhibitor der Poly(ADP-Ribose)-Polymerase (PARPi) Olaparib über ein Jahr behandelt. Bei HR+-Patientinnen wurde die Hormontherapie leitlinienkonform dazu gegeben. Es kam zur Risikoreduktion von 48 % für den Endpunkt DFS.

Schlussfolgerung

Für HR+-Hochrisikopatientinnen gibt es die Möglichkeit der Gabe von Olaparib bei BRCA1/2-Positivität oder von Abemaciclib. Die Kombination aus PARPi und Checkpointinhibitor bietet neue Chancen für die Deeskalation von Chemotherapie beim TNBC.

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Literatur
Über diesen Artikel

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