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05.07.2018 | Mammakarzinom | Leitthema | Ausgabe 7/2018

Der Gynäkologe 7/2018

S3-Leitlinie: Endokrine Therapie des primären Mammakarzinoms

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 7/2018
Autoren:
Prof. Dr. med. C. Jackisch, J.-U. Blohmer
Wichtige Hinweise

Redaktion

A. Wöckel, Würzburg
R. Kreienberg, Mainz

Zusammenfassung

Die endokrine Therapie gehört zu den wirkungsvollsten zielgerichteten Therapiemaßnahmen in der adjuvanten Behandlung des Mammakarzinoms. Die Therapiedauer beträgt in der initialen adjuvanten Therapie (IAT) 5 Jahre, sie kann bei adäquatem Rückfallrisiko durch die erweiterte endokrine Therapie (EAT) um weitere 5 Jahre (Jahr 6–10) verlängert werden. Patientinnen mit positivem Hormonrezeptorstatus (ER [Östrogenrezeptor] und/oder PR [Progesteronrezeptor]) des Primärtumors sollten eine endokrine Therapie erhalten. In der Prämenopause stellt eine 5‑jährige Behandlung mit Tamoxifen (bei Kontraindikation gegen Tamoxifen ersetzt durch ein GnRHa [„gonadotropin releasing hormone analogues“]) den Therapiestandard dar. Nur bei einem erhöhten Rückfallrisiko, bei bestehender Ovarialfunktion, einem Alter unter 35 Jahren und nach einer adjuvanten Chemotherapie sollten Tamoxifen bzw. bei Kontraindikation gegen Tamoxifen ein Aromatasehemmer (AI) in Kombination mit GnRHa gegeben werden. Bei postmenopausalen Patientinnen kann die Therapie entweder mit einem AI über 5 Jahre (besonders bei high-risk Patientinnen und Patientinnen mit einem lobulären invasiven Mammakarzinom, dann für 5 Jahre) begonnen werden, alternativ kann eine klassische oder inverse Sequenztherapie mit Tamoxifen und AI durchgeführt werden. Die EAT kann mit Tamoxifen, oder beim Eintritt der Menopause, mit einem AI für 2–5 Jahre ergänzt werden. Ist eine adjuvante Chemotherapie indiziert, so erfolgt die adjuvante endokrine Therapie nach Abschluss der Chemotherapie. Grundsätzlich kann die endokrine Therapie gleichzeitig mit der Strahlentherapie der Brust erfolgen.

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