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Stillen nach Brustkrebs erhöht nicht das Rezidivrisiko

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Auszug

Im Rahmen einer retrospektiven Kohortenstudie wurden Machbarkeit und Sicherheit des Stillens bei 474 Frauen mit Brustkrebs und BRCA-1/2-Mutationen untersucht [Blondeaux E et al. ESMO. 2024; Abstr 1815O]. 23,2 % der Frauen hatten gestillt. Knapp die Hälfte konnte infolge einer beidseitigen Mastektomie nicht stillen. Nach einem medianen Follow-up von 7 Jahren nach der Geburt war kein Unterschied in der Zahl an Rezidiven oder Neuerkrankungen in der kontralateralen Brust zwischen stillenden und nicht stillenden Frauen zu sehen. Stillen hatte auch keinen Einfluss auf das krankheitsfreie und das Gesamtüberleben (OS). Die Studie biete die erste Evidenz für die Sicherheit des Stillens nach Brustkrebs bei jungen Frauen mit einer BRCA-Keimbahnmutation ohne die Beeinträchtigung des onkologischen Ergebnisses, so Eva Blondeaux, Genua, Italien. So kann ihrer Meinung nach den Bedürfnissen von Mutter und Kind entgegengekommen werden. In der POSITIVE-Studie unterbrachen 518 Frauen mit Hormonrezeptor-positivem frühem Brustkrebs die antihormonelle Therapie, um schwanger zu werden [Azim HA et al. ESMO. 2024;Abstr 1814O]. 317 Frauen hatten mindestens eine Lebendgeburt und 62 % stillten. 2 Jahre nach der ersten Lebendgeburt war der Anteil der Frauen mit Brustkrebsrezidiv oder neuem Brustkrebs annähernd gleich bei Frauen, die gestillt hatten und Frauen, die nicht gestillt hatten (3,6 vs. 3,1 %). …
Titel
Stillen nach Brustkrebs erhöht nicht das Rezidivrisiko
Verfasst von
Dr. Petra Ortner
Publikationsdatum
05.12.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Im Fokus Onkologie / Ausgabe 6/2024
Print ISSN: 1435-7402
Elektronische ISSN: 2192-5674
DOI
https://doi.org/10.1007/s15015-024-4076-y

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Bildnachweise
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