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Fortgeschrittenes Mammakarzinom: gegen HER2-gerichteter TKI auch bei Hirnmetastasen wirksam

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Auszug

Frauen mit Mammakarzinom entwickeln teilweise Hirnmetastasen. Deren Häufigkeit unterscheidet sich je nach Subtyp: Während Patientinnen mit Luminal-A-Typ eher selten darunter leiden, sind Erkrankte mit z. B. HER2-positivem Mammakarzinom häufiger davon betroffen, berichtete Clemens Seidel, Leipzig. Mittlerweile stehen Medikamente zur Verfügung, die nicht nur gegen den Primärtumor, sondern auch gegen Hirnmetastasen wirksam sind. Eines davon ist der Tyrosinkinaseinhibitor Tucatinib (Tukysa®). Zugelassen ist dieser in Kombination mit Trastuzumab und Capecitabin zur Behandlung von Frauen mit HER2-positivem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, die zuvor mindestens zwei gegen HER2-gerichtete Therapien erhalten haben. Die Substanz wurde in der HER2CLIMB-Studie geprüft [Murthy RK et al. N Engl J Med. 2020;382(7):597-609], erläuterte Thomas Wolff, Hamburg. Darin eingeschlossen waren Patientinnen mit HER2-positivem metastasiertem Mammakarzinom, die 2:1 zu Trastuzumab/Capecitabin entweder mit Tucatinib oder einem Placebo randomisiert wurden. Sowohl das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) als auch das mediane Gesamtüberleben waren mit 7,8 vs. 5,6 Monaten und 21,9 vs. 17,4 Monaten im Prüfarm länger als in der Kontrolle. Ähnliche Ergebnisse wurden für Frauen mit Hirnmetastasen erzielt: Das mediane PFS betrug 7,6 vs. 5,4 Monate. Das Risiko für den Tod reduzierte sich unter Tucatinib um 42 %. …
Titel
Fortgeschrittenes Mammakarzinom: gegen HER2-gerichteter TKI auch bei Hirnmetastasen wirksam
Verfasst von
Dr. rer. nat. Miriam Sonnet
Publikationsdatum
05.04.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Im Fokus Onkologie / Ausgabe 2/2022
Print ISSN: 1435-7402
Elektronische ISSN: 2192-5674
DOI
https://doi.org/10.1007/s15015-022-3838-7

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Bildnachweise
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