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25.01.2021 | Mammografie | Leitthema | Ausgabe 2/2021 Open Access

Der Radiologe 2/2021

Systematische und qualitätsgesicherte Früherkennung des sporadischen Mammakarzinoms

Update Screening-Effekte und wissenschaftliche Studien

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 2/2021
Autoren:
Univ.-Prof. Dr. med. Walter Heindel, Karin Bock, Gerold Hecht, Sylvia Heywang-Köbrunner, Vanessa Kääb-Sanyal, Katja Siegmann-Luz, Stefanie Weigel

Zusammenfassung

Hintergrund

Allen Frauen in Deutschland im Alter von 50 bis 69 Jahren wird seit 2009 flächendeckend ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm angeboten, das an die Europäischen Leitlinien angelehnt ist. Dieser Übersichtsartikel fasst den aktuellen Stand wissenschaftlicher Bewertungen dieses nationalen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms zusammen und gibt einen Ausblick auf laufende Studien zur Effektivitätsprüfung und Weiterentwicklung.

Ergebnisse

Aufgrund der erreichten Diagnosevorverlagerung mit Abnahme fortgeschrittener Brustkrebserkrankungen nach wiederholter Screening-Teilnahme ist ein Rückgang der brustkrebsspezifischen Mortalität zu erwarten; das Ausmaß wird die laufende ZEBra-Studie zur Mortalitätsevaluation zeigen.

Schlussfolgerung

Auf vier Feldern zeichnet sich Potenzial zur weiteren Effektivitätssteigerung der Brustkrebs-Früherkennung ab: 1. Frauen sollten das Früherkennungsangebot der Krankenkassen häufiger wahrnehmen; bisher nimmt durchschnittlich nur etwa jede zweite anspruchsberechtigte Frau zwischen 50 und 69 Jahren am Screening-Programm teil. 2. Erweiterung der Anspruchsberechtigung über das 70. Lebensjahr hinaus. 3. Die Weiterentwicklung der digitalen Mammographie zur digitalen Brust-Tomosynthese verspricht die Zahl falsch-positiver Rückrufe zu reduzieren bei gleichzeitiger Sensitivitätssteigerung. 4. Für die wenigen Frauen in der anspruchsberechtigen Gruppe mit extrem dichter Brust sind erweiterte Screening-Strategien wissenschaftlich zu überprüfen.

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