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Die Onkologie

Brustkrebsfrüherkennung

Zielgruppen, Methoden, Nutzen und Nebenwirkungen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Brustkrebsscreeningprogramm ist hinsichtlich seiner Nutzen-Schaden-Abwägung Gegenstand aktueller Diskussionen.

Ziel

Ziel dieser Arbeit ist es, die aktuelle Literatur zu Zielgruppen, Methodik sowie Nutzen und Nebenwirkungen der Brustkrebsfrüherkennungsprogramme zusammenzufassen.

Material und Methoden

Diese Arbeit basiert auf einer selektiven Literaturrecherche in der Datenbank PubMed zum Thema Brustkrebsfrüherkennung und Publikationen des Robert Koch-Instituts, der Berichte der Kooperationsgemeinschaft Mammographie, des Gemeinsamen Bundesausschusses und des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.

Ergebnisse

Zielgruppen für ein Brustkrebsfrüherkennungsprogramm sind Frauen in der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren (Deutsches Mammographiescreening), Frauen mit erblicher Mammakarzinombelastung und Frauen im Z. n. Radiotherapie der Thoraxwand aufgrund von Malignomen im Kindes- und Jugendalter. Bei Berücksichtigung aller internationalen randomisierten kontrollierten Studien mit Mammographie im 2‑Jahres-Intervall und einer Teilnahmerate von 65–85 % ergibt sich für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren eine Brustkrebsmortalitätsreduktion von 20 %. Das Magnetresonanztomographie(MRT)-basierte Früherkennungsprogramm des erblichen Mammakarzinoms führt zu einer Entdeckung der Tumoren in niedrigeren Tumorstadien und zu einer signifikanten Verbesserung des metastasefreien Überlebens. Die Schätzung der Überdiagnosen als bedeutsamste Nebenwirkung des Mammographiescreenings variiert stark in der Literatur. Die überwiegende Mehrheit der nationalen und internationalen Expertengremien bewertet das Mammographiescreening positiv.

Diskussion

Zur Verbesserung der Nutzen-Schaden-Bilanz wäre künftig ein risikoadaptiertes Screening auch für die Allgemeinbevölkerung wünschenswert.
Titel
Brustkrebsfrüherkennung
Zielgruppen, Methoden, Nutzen und Nebenwirkungen
Verfasst von
Prof. Dr. M. Kiechle
Publikationsdatum
27.06.2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 8/2016
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-016-0075-8
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Bildnachweise
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