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13.11.2020 | Mammografie | Leitthema | Ausgabe 2/2021

Der Gynäkologe 2/2021

Nachsorge nach Mammakarzinomerkrankung

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 2/2021
Autoren:
Dr. Thorsten Heilmann, Prof. Dr. Nicolai Maass
Wichtige Hinweise

Redaktion

G. Emons, Göttingen
N. Maass, Kiel

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Nachsorge nach Mammakarzinomerkrankung dient der Früherkennung lokoregionärer Rezidive, der Erkennung und Behandlung therapiebedingter Komplikationen sowie der Sicherung der Therapieadhärenz.

Fragestellung

Welchen Aspekten der Nachsorge kommt eine zentrale Rolle zu?

Methoden

Auswertung von Grundlagenarbeiten und Expertenempfehlungen.

Ergebnisse

Der Nachsorgezeitraum nach Brustkrebs beträgt 10 Jahre. Die Nachsorgeempfehlungen beschreiben die Algorithmen klinischer und bildgebender Nachsorge. Kurz- und mittelfristige Komplikationen onkologischer Therapien sollten erkannt werden. Die Therapieadhärenz unter endokriner Therapie sollte aktiv abgefragt werden, Nebenwirkungen dieser Therapien können sowohl medikamentös als auch komplementärmedizinisch gemildert werden. Eine Lebensstilberatung (körperliche Aktivität, Normalgewicht, Meidung von Noxen) verbessert die Lebensqualität der Patientinnen und senkt das individuelle Rezidivrisiko. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit benachbarten ärztlichen Fachdisziplinen, Physiotherapeuten oder Psychoonkologen sollte bedarfsgerecht erwogen werden. Patientinnen sollten im Einholen einer onkologischen Zweitmeinung unterstützt werden. Routinemäßige Tumormarkerkontrollen oder Organstagings bei asymptomatischen Patientinnen in der Nachsorge werden nicht empfohlen.

Schlussfolgerungen

Die aktuellen Empfehlungen zur Nachsorge nach Mammakarzinomerkrankung sind pragmatisch und orientieren sich vorwiegend an klinischen Befunden. Patientinnen sollten unterstützt werden im Hinblick das Management von therapiebedingten Nebenwirkungen, bei der Bewältigung einer emotionalen und psychosozialen Belastung sowie bei der Umsetzung von Lebensstilmodifikationen.

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