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09.07.2019 | Manuelle Medizin | Leitthema | Ausgabe 4/2019

Manuelle Medizin 4/2019

Manualmedizinische Untersuchung und Behandlungstechniken beim Säugling

Ein zusammenstellender Überblick

Zeitschrift:
Manuelle Medizin > Ausgabe 4/2019
Autoren:
Dr. V. Zwingenberger, Dr. L. Fünfgeld, Dr. G. Harke

Zusammenfassung

Reversible arthromyoviszerofasziale Funktionsstörungen bei Säuglingen können durch ihre Wirkung auf proprio- und nozizeptiven Afferenzen die Ursache von unphysiologischen Haltungs- und Bewegungsasymmetrien sowie Entwicklungsverzögerungen sein. Die dadurch gestörte sensomotorische Leistungsfähigkeit erhöht das Risiko für Störungen der Wahrnehmung und der Bewegungskoordination im weiteren Gestaltwandel der Kinder. Weiterhin können sich vegetative Dysbalancen und Verhaltensauffälligkeiten entwickeln. Aufgabe des Behandlers ist es, durch die Spezifität der manualmedizinischen Untersuchung eine differenzialdiagnostische Abgrenzung zu definieren. Daraus leitet sich die Indikation zu einer manualtherapeutischen Intervention für die genannten Symptomatiken ab. Die hier geschilderten Untersuchungsschritte wurden in ihrem Ablauf unter dem Aspekt entwickelt, dass mit wenigen Lagewechseln und schonender Vorgehensweise ein Maximum an Befunden in einer möglichst kurzen Zeit bei einem Säugling erhoben werden kann. Sie beinhalten die globale orientierende und regionale Untersuchung sowie die Inspektion des Entwicklungsstands mit der Bewegungsuntersuchung. Die einzelnen Techniken der gezielten Untersuchung und Behandlung sind nach ihrer Art gegliedert dargestellt.

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