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01.04.2010 | Originalien | Ausgabe 4/2010

Der Unfallchirurg 4/2010

Mediale Schenkelhalsfraktur: Einfluss des Versorgungszeitpunkts auf die Ergebnisqualität

Ergebnisse der Daten der externen stationären Qualitätssicherung im Rahmen sekundärer Datennutzung

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 4/2010
Autoren:
Prof. Dr. R. Smektala, S. Hahn, P. Schräder, F. Bonnaire, U. Schulze Raestrup, H. Siebert, B. Fischer, O. Boy

Zusammenfassung

Problem

Gemäß internationaler und nationaler Studien und Leitlinien sollen Patienten mit Schenkelhalsfraktur so schnell wie medizinisch vertretbar nach ihrer Krankenhausaufnahme operativ versorgt werden. Die Datenanalyse der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) des Jahres 2006 zeigte jedoch, dass in 13 von 16 Bundesländern weniger als 85% der Patienten innerhalb von 48 h operiert werden. Vor allem am Wochenende wurde verzögert operiert.

Fragestellung

Gegenstand der Studie ist die Frage, ob deutsche Daten bestätigen, dass durch eine kurze präoperative Verweildauer das Ergebnis für Patienten mit Schenkelhalsfraktur verbessert werden kann. Die Studie wurde im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) durchgeführt.

Daten und Methoden

Analysiert wurden die Daten der bundesweiten Vollerhebung der Jahre 2004–2006. Von den insgesamt 129.075 Patienten mit einer medialen Schenkelhalsfraktur wurden 22.171 später als 48 h nach ihrer Krankenhausaufnahme operativ versorgt. Mit einem Propensity-Score-1-zu-1-Matching wurden medizinisch vergleichbare Studiengruppen gebildet, die sich nur hinsichtlich des Versorgungszeitpunkts unterschieden. Der Vergleich erfolgte mit dem exakten Fisher-Test (zweiseitig).

Ergebnis

In der Gruppe der später als 48 h operierten Patienten treten chirurgische Komplikationen (OR 1,10), allgemeine Komplikationen (OR 1,09) und Dekubitalulzera (1, 27) statistisch signifikant häufiger auf (alle p <0,001). Die Inhospitalletalität zeigt keinen signifikanten Unterschied (OR 0,96; p=0,302).

Schlussfolgerungen

Eine operative Versorgung von Patienten mit Schenkelhalsfraktur sollte ohne Verzögerung erfolgen, falls keine medizinischen Gründe eine unmittelbare Operation verbieten. Durch geeignete Maßnahmen ist dies auch am Wochenende zu gewährleisten.

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