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Medikamenten-Pocket Schmerztherapie

  • 2024
  • Buch
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Über dieses Buch

Medikamente sind ein zentraler Baustein in der Therapie akuter und chronischer Schmerzen. Dieses Taschenbuch hilft allen in der Allgemeinmedizin und schmerztherapeutisch tätigen Ärztinnen und Ärzten dabei, den Überblick über die Vielzahl von Analgetika für die Behandlung zu bewahren. Hier finden Sie: Pharmakokinetik, Dosierungen und Äquivalenzdosen, Wirkungen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen sowie gesetzliche Grundlagen für die Verordnung von Opioidanalgetika und Cannabionoiden. In der 3. Auflage komplett überarbeitet und um das Kapitel Cannabinoide erweitert.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Analgetika

    Ingolf Cascorbi
    Zusammenfassung
    Die Bekämpfung akuter und chronischer Schmerzen durch Analgetika ist seit der Antike eine Herausforderung der Medizin. Das zunehmende Verständnis der Pathophysiologie der Entstehung von Schmerzen hat zur Entwicklung neuer Therapiekonzepte geführt, die neben klassischen Analgetika einen zunehmenden Stellenwert einnehmen. Das Kapitel „Analgetika“ stellt die Wirkungsmechanismen, Indikation, Dosierungen, Pharmakokinetik und Einschränkungen und potenzielle Interaktionen verschiedener Stoffklassen vor.
  3. Kapitel 2. Opioide

    Ingolf Cascorbi, Jürgen Sorge
    Zusammenfassung
    Opioide sind wichtiger Bestandteil in der Akut- und Dauertherapie starker Schmerzen. Die Wirksamkeit bei tumorbedingten Schmerzen ist klinisch in großen Studien sehr gut belegt, schwach bzw. stark wirksame Opioide bilden die Basis der WHO-Stufentherapie von Tumorschmerzen. Bei nichttumorbedingten chronischen Schmerzen zeigten Opioide analgetische Wirkung in der Langzeitanwendung, die mit einer Reduktion von Standardschmerzintensitätsparametern (visuelle Analogskala, numerische Skala) einhergehen.
  4. Kapitel 3. Cannabinoide Arzneimittel (CAM)

    Thomas Herdegen, Jürgen Sorge
    Zusammenfassung
    Es gibt 2 therapeutisch relevante Inhaltsstoffe des Cannabis, Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). THC ist das wichtigere, es unterliegt der BtMV und sein Einsatz wird vom sog. Cannabis-Gesetz geregelt. Es ist das THC, das für die großen Indikationsgebiete des Cannabis verordnet wird: Analgesie, Anxiolyse, Depressionslösung, Schlafförderung, Appetitsteigerung, Antiemesis.
  5. Kapitel 4. Koanalgetika

    Ingolf Cascorbi
    Zusammenfassung
    Koanalgetika sind Wirkstoffe, die bei Gesunden nur unwesentlich analgetische Wirkung entfalten, bei Patienten mit neuropathischen Schmerzen aber symptomatisch die Schmerzwahrnehmung auf zentraler und peripherer Ebene modulieren. Zu den wichtigsten Modulatoren zählen Antikonvulsiva und trizyklische Antidepressiva. Darüber hinaus kommen für bestimmte Erkrankungen Bisphosphonate (z. B. bei ossären Tumormetastasen) und Glukokortikoide hinzu.
  6. Kapitel 5. Schmerzmittel bei Migräne

    Ingolf Cascorbi
    Zusammenfassung
    Speziell bei Migräne werden Triptane und Antikörpern gegen den Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP)-Rezeptor (CGRP-Antagonisten) und CGRP-Inhibitoren, Gepante, eingesetzt. Der Wirkmechanismus der Triptane beruht auf einer selektiven Stimulierung von Serotonin-Rezeptoren der Subtypen 5-HT1B/1D-Rezeptoren. In der Folge führen Triptane zu einer Verengung der bei einem Migräneanfall erweiterten zerebralen Blutgefäße. CGRP weist eine starke vasokonstriktorische Wirkung an den meningealen Blutgefäßen auf, die durch Antikörper bzw. Antagonisten aufgehoben wird. Der erste humanisierte Antikörper Erenumab gegen den CGRP-Rezeptor wurde 2018 zugelassen, der erste CGRP-Inhibitor, Rimegapant 2022.
  7. Kapitel 6. Besonderheiten der medikamentösen Therapie bei chronischen Schmerzen

    Jürgen Sorge
    Zusammenfassung
    Analgetika und Koanalgetika sind wichtige Bestandteile bei der Schmerztherapie, allerdings ist der Stellenwert dieser Medikamente unterschiedlich in Abhängigkeit davon, ob es sich um akute oder chronische Schmerzen handelt. Schmerzen werden als chronisch bezeichnet, wenn sie länger als 3 Monate anhalten, nachdem die eigentlich auslösende Ursache beseitigt wurde, und sie keine Warnfunktion für den Organismus mehr haben. Eine ursächliche Behandlung ist in den meisten Fällen nicht (mehr) möglich und der Schmerz wird zum führenden Leitsymptom. Weitergehend lassen sich chronische Schmerzen unterteilen in solche, die im Zusammenhang oder infolge einer Krebserkrankungen auftreten und in die große Gruppe der nicht-tumorbedingen Schmerzen unterschiedlicher Genese, die im Folgenden im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.
  8. Backmatter

In b.Flat SpringerMedizin.de Gesamt enthaltene Bücher

Titel
Medikamenten-Pocket Schmerztherapie
Verfasst von
Ingolf Cascorbi
Jürgen Sorge
Thomas Herdegen
Copyright-Jahr
2024
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-68553-2
Print ISBN
978-3-662-68552-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-68553-2

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