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Über dieses Buch

Gutachten erstellen – dies erfordert Wissen und den Blick über den Tellerrand!

Als Gutachter stellen Sie ihr Fachwissen und ihre Kompetenz Gerichten, Behörden, Versicherungen und anderen Auftraggebern zur Verfügung. Hier finden Sie alles über die Grundlagen und Besonderheiten bei der Gutachtenerstellung und profitieren von der langjährigen Erfahrung der Autoren:

Basiswissen nachlesen

Rechtsgrundlagen und Aufgaben der BegutachtungOrganbezogene Darstellung der Erkrankungen

Kausalitäten erkennen und Systematik anwenden

In jedem Kapitel enthalten:

DiagnostikKrankheitsdefinition Fragen zum Zusammenhang Bewertung nach dem SozialrechtFragestellungen aus der PrivatversicherungHinweise zur PrognoseRisikobeurteilung und Verbesserung durch Rehabilitation

Praxisplus

Leitlinien für die Begutachtung Abrechnungsbeispiele und Tabellen zu Vergütungen Internetadressen

NEU:

Erweitert um ICF sowie Rechtsgrundlagen für Schweiz und Österreich

Sowohl für jeden ärztlichen Gutachter als auch für den Auftraggeber von Gutachten als Nachschlagewerk bestens geeignet!

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Erratum zu: Medizinische Gutachten

Hans Dörfler, Wolfgang Eisenmenger, Hans-Dieter Lippert, Ursula Wandl

Grundlagen

Frontmatter

1. Rechtliche Grundlagen

In diesem Kapitel werden die rechtlichen Grundlagen für die Tätigkeit des Sachverständigen (wie er in den Prozessordnungen genannt wird) dargelegt und die einschlägigen Begriffe erläutert. Die Rechte und Pflichten des Sachverständigen im Verhältnis zu Gericht und den Prozessbeteiligten werden besprochen.
H.-D. Lippert, J. Zahrl, Y. Bollag

2. Grundbegriffe der Begutachtung

In diesem Kapitel werden wichtige Rechtsbegriffe erläutert, die für die Erstattung von Gutachten in den unterschiedlichen Rechtsgebieten der sozialen wie der privaten Versicherungszweige wichtig sind und deren Bedeutung dem Sachverständigen bei der Erstellung seines Gutachtens gewärtig sein muss.
W. Eisenmenger, H.-D. Lippert, U. Wandl

3. Die Vergütung des medizinischen Sachverständigen

In diesem Kapitel werden die Regelungen der Vergütung von Sachverständigen dargestellt. Der Unterschied zwischen Sachverständigen und Zeugen wird thematisiert, da nicht für beide die gleichen Regeln gelten. Sachverständige werden nach Zeitaufwand vergütet, und einzelne Punkte, die zum erforderlichen Zeitaufwand gehören, werden genannt. Die Vergütung erfolgt nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG). Außerdem werden die Kriterien für die Bemessung des Stundensatzes und die Höhe des Stundensatzes angesprochen. Am Schluss des Kapitels findet sich ein Abrechnungsbeispiel.
H.-D. Lippert, W. Eisenmenger

4. Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) in der Begutachtung

In diesem Kapitel wird die Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) in der Begutachtung thematisiert. Die ICF steht seit der Publikation im Jahre 2001 auf der Agenda von Praktikern und Wissenschaftlern. In dieser Zeit wurde sehr viel über die ICF publiziert, die Umsetzung in die Praxis jedoch wenig erprobt. Im Bereich der Begutachtung ist die ICF bisher von sekundärer Bedeutung, obwohl sie in der gängigen Literatur (u.a. Leitfäden) zu Begutachtung zunehmend erwähnt wird.
W. de Boer, J. Anner, R. Kunz

Organe und die Begutachtung ihrer Krankheiten

Frontmatter

5. Bewegungsapparat

Degenerative, traumatische und entzündliche Veränderungen des Bewegungs- und Stützapparates zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Die damit einhergehenden Funktionseinschränkungen, Behinderungen und Berentungen sind von erheblicher sozioökonomischer Bedeutung und daher häufig Gegenstand medizinischer Begutachtungen.
A. Nigg, J. Hausdorf, S. Schewe, P. Lamm

6. Herz

Erkrankungen des Herzens können zu schweren Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit und damit, trotz optimaler medikamentöser, interventioneller kardiologischer oder auch chirurgischer Therapie, zu persistierenden Einschränkungen im Berufs- und Alltagsleben führen. Eine korrekte Beurteilung dieser Einschränkungen setzt eine ausführliche Diagnostik voraus. Abhängig von Krankheitsintensität, funktionellen Einschränkungen und einer Verbesserung der Symptomatik unter Therapie oder einer eventuellen Heilungsbewährung kann der GdB/MdE-Wert bemessen werden. Auch die Eignung für bestimmte Berufe und Tätigkeiten kann aufgrund einer kardialen Erkrankung eingeschränkt sein.
H. Schmitz, A. Czernik, P. Lamm

7. Periphere Gefäße

Die meisten Erkrankungen der Arterien sind verursacht durch kardiovaskuläre Risikofaktoren, deren Bedeutung für die Morbidität und Mortalität durch den Lebensstil in Industrieländern in den letzten Jahrzehnten ständig zugenommen hat. Mit der Zunahme von Diabetes mellitus, Adipositas und Bewegungsmangel in immer jüngeren Lebensjahren gewinnen die früher erst im Alter aufgetretenen arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen auch für den medizinischen Gutachter eine größere Relevanz. Die enge Korrelation zu Myokardinfarkt, Apoplex und kardiovaskulärer Mortalität weist darauf hin, dass auch bei gutachterlichen Fragen komplexe Zusammenhänge berücksichtigt werden müssen.
A. Dohmen, T. Layher

8. Respirationstrakt

Erkrankungen des Respirationstrakts gehören zu den häufigsten chronischen Krankheiten. In diesem Kapitel werden Erkrankungen der oberen Atemwege, des Bronchialsystems, des Lungeninterstitiums sowie Infektionen und bösartige Neubildungen der Lunge hinsichtlich ihrer vielfältigen klinischen Erscheinungsformen und ihrer eingehenden Diagnostik und Zusammenhangsbeurteilung dargestellt. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei den Aspekten des sozialen Entschädigungsrechts, z. B. bei Berufskrankheiten, unter Berücksichtigung des aktuellen klinisch-wissenschaftlichen Kenntnisstandes und der rechtlichen Rahmenbedingungen zu.
X. Baur, R. Huber

9. Leber – Gallenwege – Pankreas

Mehr als 80% aller Leberkranken klagen über Müdigkeit, rasche Ermüdbarkeit, allgemeine Leistungsschwäche – alles Symptome, die schwer objektivierbar und graduierbar sind und als Kriterium für die sozialmedizinische Beurteilung nur sehr eingeschränkt geeignet sind. Der Grad der Leberschädigung selbst ist die entscheidende Grundlage für die gutachterliche Beurteilung. Gallensteine, die häufigste Erkrankung der Gallenwege, sind sehr oft asymptomatisch. Kommt es zu Beschwerden, ist eine Cholezystektomie bzw. ein endoskopisches Vorgehen bei Choledocholithiasis die Therapie der Wahl. Akute und chronische Entzündungen des Pankreas sind klinisch oft schwere Krankheitsbilder, die zu vielfältigen Komplikationen führen können.
G. Jäger, R. Zachoval, T. Heubach

10. Gastrointestinaltrakt

In diesem Kapitel soll auf häufige gutachterlich relevante gastrointestinale Fragestellungen eingegangen werden. Es werden Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens thematisiert. Weiter werden chronisch entzündliche Darmerkrankungen und das kolorektale Karzinom behandelt.
W. Zoller, T. Heubach

11. Haut und Hautanhangsgebilde

Die Haut als integratives Organ eines jeden Lebewesens erfüllt nicht nur mechanische Schutzfunktionen nach außen hin, sondern verfügt aufgrund ihres vielfältigen immunologischen Potenzials auch über zahlreiche andere „Abwehrmechanismen“. Die Funktion kann durch angeborene oder erworbene Störungen permanent oder passager unterschiedlich stark beeinträchtigt sein, sodass nicht in jedem Fall eine Restitutio ad integrum erreicht werden kann. Eine Risikobeurteilung für diesen Themenkomplex ist nicht zu erstellen und entfällt.
M. Worm, A. Werner-Busse

12. Nervensystem

In diesem Kapitel werden Ursachen, Formen und Auswirkungen von Schädel-Hirn-Traumata, von Schlaganfällen, Epilepsien und Erkrankungen des peripheren Nervensystems dargestellt mit Würdigung der gutachtenrelevanten Probleme.
C.J.G. Lang

13. Sinnesorgane

Die augenärztliche Begutachtung (▶ Abschn. 13.1) basiert auf der Bewertung von funktionellen Beeinträchtigungen im Bereich der wichtigsten Sehfunktionen: Sehschärfe, Gesichtsfeld, Dämmerungssehvermögen sowie Augenstellung und Augenbeweglichkeit. Andere funktionelle Störungen werden in gewissen Bereichen zwar mitbewertet, sind aber eher als nachrangig einzustufen. Die Begutachtung von Ohrerkrankungen ( Abschn. 13.2) richtet sich in erster Linie an den Nicht-HNO-Arzt. Deswegen wurde der Schwerpunkt auf die für die Begutachtung wichtigen Zusammenhänge zwischen funktioneller Anatomie und Pathophysiologie des Ohrs einerseits und auf die für die Begutachtung wichtigen Krankheitsbilder andererseits gelegt.
H. Wilhelm, B. Lachenmayr, K.-F. Hamann

14. Endokrine Organe

Das endokrine System wird durch die Gesamtheit aller hormonbildenden Organe und Zellen gebildet. In diesem Kapitel werden Fragestellungen zu Störungen der endokrinen Organe/endokrinen Drüsen abgehandelt. Folgende endokrine Organe werden betrachtet: Hypophyse (Glandula pituitaria), Schilddrüse (Glandula thyroidea), Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen, Glandula parathyroidea), Nebennieren (Glandula adrenalis oder Glandula suprarenalis). Ferner sind die Zufallstumoren (Inzidentalome) thematisiert.
B. Böhm

15. Nierenkrankheiten

Die Gruppe der Nierenkrankheiten ist heterogen und das Ausmaß der Beeinträchtigung variiert. Daher muss für die gutachterliche Betrachtung ausreichend differenziert werden. Grundsätzlich wird die akute Nierenschädigung (AKI) vom chronischen Nierenversagen (CKD) unterschieden. Die akute Nierenschädigung kann in den meisten Fällen nach 4 Wochen folgenlos behoben werden, chronische Nierenkrankheiten führen jedoch häufig trotz Therapie innerhalb von ein oder zwei Jahrzehnten mit prognostizierbarer Gesetzmäßigkeit zum terminalen Nierenversagen. In diesen Fällen werden Dialysebehandlung und ggf. eine Nierentransplantation notwendig. Die Häufigkeit der terminalen Niereninsuffizienz beträgt etwa 1000 pro 1 Million Einwohner.
K.-D. Hanel, F. Keller, U. Winkler

16. Weibliche Geschlechtsorgane

Gutachtenfragen bei nicht bösartigen Erkrankungen des weiblichen Genitals stellen sich selten, haben dann aber eine besondere Brisanz. Diese Brisanz ergibt sich aus der anatomischen Lokalisation – Intimbereich der Frau – und der oft erschwerten Objektivierung und Verifizierung von Befunden und deren funktionellen Auswirkungen. Gut- und bösartige Veränderungen des äußeren Genitale, die gutachterlich relevant werden, sind selten. Unter den Erkrankungen der weiblichen Brustdrüse ist gutachterlich nahezu ausschließlich das Mammakarzinom von Bedeutung.
H.L. Sommer

System-bzw. nicht organbezogene Krankheiten und ihre Begutachtung

Frontmatter

17. Diabetes mellitus

Die gutachterliche Bedeutung des Diabetes mellitus liegt zum einen in der Häufigkeit dieser Erkrankung, zum anderen in der großen Zahl ernster Folgeerkrankungen. Zu begutachten sind beim Diabetiker die Qualität der Stoffwechseleinstellung, die Mitarbeit bei der Behandlung (z. B. Schulung, Blutzuckerselbstkontrollen, Anpassung der Diabetestherapie), diabetesspezifische Langzeitkomplikationen (Retinopathie, Nephropathie, Neuropathie) sowie Folgen der Makroangiopathie. Darüber hinaus spielen Behandlungsfolgen, an erster Stelle Hypoglykämien, eine wesentliche Rolle.
H. Dörfler, M. Haslbeck

18. Hypertonie

Sehr hohe Blutdruckwerte sind für sich allein gutachtenrelevant. Die größte Rolle in der Begutachtung spielen aber die Endorganschäden und die assoziierten Erkrankungen sowie die eventuellen Folgen der antihypertensiven Therapie. Im Folgenden werden die verschiedenen Ursachen und Formen der Hypertonie mit ihren Konsequenzen für die Beurteilung der verschiedenen gutachterlichen Fragen dargestellt.
G. Bönner

19. Psychiatrische Begutachtung

Psychiatrische Erkrankungen bekommen bei der Begutachtung immer größere Bedeutung. Sie führen etwa doppelt so häufig zur Arbeitsunfähigkeit wie somatische Erkrankungen. Entgegen dem rückläufigen Trend bei somatischen Erkrankungen verstärkte sich das Risiko, mit einer psychiatrischen Erkrankung arbeitsunfähig zu werden, in den letzten Jahren erheblich. In diesem Kapitel werden die häufigsten Fragestellungen aus dem Sozial- und Zivilrecht sowie gängige spezifische Sonderfragen dargestellt. Auf Besonderheiten, wie die Abgrenzung von Simulation und Aggravation, die psychiatrische Beurteilung chronischer Schmerzsyndrome und das Problem der freien Willensbestimmung bei Suiziden wird ebenfalls eingegangen.
C. Stadtland, N. Nedopil

20. Interdisziplinäre Onkologie– Tumorerkrankungen und deren Folgen

In diesem Kapitel werden die Folgen von Tumorerkrankungen und die damit einhergehenden Funktionseinschränkungen behandelt. Dabei steht der Einfluss, den die Erkrankung zum Zeitpunkt der Begutachtung auf das Leistungsvermögen des Patienten hat, im Mittelpunkt. Dazu zählt zum einen das gesamte somatische Funktionsspektrum, zum anderen die psychosozialen Fähigkeiten bzw. Einschränkungen. Darüber hinaus sind Fragen relevant wie: Liegt eine sichere Heilung vor? Wie ist die weitere Prognose? Auch bei unsicherer Prognose muss der Gutachter den aktuellen Gesundheitszustand einschätzen. Die Psychoonkologie zielt darüber hinaus auf die psychischen und sozialen Faktoren im Verlauf einer Krebserkrankung. Dabei werden v. a. die individuellen, familiären und sozialen Prozesse der Krankheitsverarbeitung berücksichtigt. In diesem Kapitel werden wir immer wieder auf die ganzheitliche Betrachtung des Tumorpatienten zurückkommen – unter besonderer Berücksichtigung der psychoonkologischen Einschätzung.
C. Clemm, D. Pouget-Schors, U. Wandl

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