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Findet Dokumente, in denen beide Begriffe in beliebiger Reihenfolge innerhalb von maximal n Worten zueinander stehen. Empfehlung: Wählen Sie zwischen 15 und 30 als maximale Wortanzahl (z.B. NEAR(hybrid, antrieb, 20)).
Findet Dokumente, in denen der Begriff in Wortvarianten vorkommt, wobei diese VOR, HINTER oder VOR und HINTER dem Suchbegriff anschließen können (z.B., leichtbau*, *leichtbau, *leichtbau*).
Wer beruflich darauf spezialisiert ist, medizinische Bilder auszuwerten, lässt sich durch klassische visuelle Illusionen weniger leicht täuschen als Nichtspezialisten. Dafür sprechen Daten einer kleinen britischen Studie. Die Ergebnisse kratzen an der Annahme, dass visuelle Spezialfertigkeiten nicht auf andere Bereiche generalisieren.
In der Diagnostik und Therapie der Endometriose hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die Aktualisierung der Leitlinie zeigt: moderne Endometriose-Versorgung muss mit überholten Vorstellungen aufräumen, Frauen in ihren Beschwerden ernst nehmen und individuell auf sie eingehen. PD Dr. med. Stefanie Burghaus, Gynäkologin und Leitlinien-Koordinatorin, erklärt im Podcast, was das für die Praxis bedeutet.
Frauen, die eine Diät zur Senkung des Cholesterinspiegels befolgen, erkranken offenbar seltener an Krebs von Brust, Endometrium und Ovarien. Für einen ernährungsabhängigen Effekt spricht eine Fall-Kontroll-Studie aus Italien.
An Bord von kommerziellen Flügen kommt es offenbar häufiger als bisher angenommen zu medizinischen Ereignissen. Etwa jeder 60. Zwischenfall führt zu einer ungeplanten Landung.
Muskelschmerzen und ein erhöhter CK-Wert veranlassen einen rheumatologisch interessierten Hausarzt, einen Myositis-Blot anfertigen zu lassen. Bei der Interpretation soll ChatGPT helfen – doch mit der Diagnose liegt der Bot komplett daneben.
29 neue Empfehlungen, 16 geänderte, 43 altbekannte: Im Juli 2025 wurde das Update der S3-Leitlinie „Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge“ der Deutschen Sepsis-Gesellschaft e. V. (DSG) veröffentlicht. Was hat sich gegenüber der vorherigen Leitlinie getan? Eine Zusammenfassung.
Eine nierenkranke Seniorin mit Prädiabetes will ihre Blutzuckerwerte senken und vertraut auf Reishi, einen beliebten Heilpilz aus der traditionellen chinesischen Medizin. Die Wirkung des Reishi-Kaffees ist im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend.
Migräneattacken treten bei Neumond etwa um ein Drittel häufiger auf als bei Vollmond – und dies unabhängig vom Menstruationszyklus, dem Menopausenstatus und der Einnahme von Migräneprophylaktika. Darauf weist eine, allerdings sehr kleine US-Analyse hin.
Geht Knoblauch in die Muttermilch über? Wie schnell wächst ein Fingernagel? Abnehmen mit Teflon? Mit dem Ig-Nobelpreis wird Forschung gewürdigt, die erst zum Lachen und dann zum Nachdenken anregt. Das sind drei der diesjährigen Preise mit – mehr oder weniger – medizinischer Relevanz.
Ein Passant findet einen Mann hochgradig verwirrt auf dem Boden liegend vor und ruft den Rettungsdienst. In der Notaufnahme ist der 37-Jährige kaum mehr ansprechbar und hat schließlich schwere Atemaussetzer. Eine Opioid-Überdosis? Erst eine Blutgasanalyse enthüllt die wahre Ursache für die lebensbedrohliche Situation.
US-Mediziner haben über den Fall einer Frau berichtet, bei der eine hochsuspekte Raumforderung im Colon ascendens gefunden wurde. Der Krebsverdacht bestätigte sich nicht. Bestätigt wurde stattdessen, wie wichtig eine minutiöse Medikamentenanamnese ist.
Die Diagnose Demenz bringt mitunter mehr Fragen als Antworten: Was kommt auf mich zu? Und wann? Neue diagnostische Möglichkeiten versprechen frühe Klärung. Sie sollten mit Bedacht eingesetzt werden, sagt der Allgemeinmediziner Prof. Dr. Thomas Lichte. Denn die therapeutischen Optionen bleiben begrenzt und nicht jede betroffene Person möchte wissen, was sie in der Zukunft erwartet.
Blutergüsse sind häufig das erste sichtbare Zeichen körperlicher Misshandlung – und werden dennoch oft übersehen. Ein frühzeitiges Erkennen kann helfen, schwerwiegendere Verletzungen zu verhindern. Doch nicht jedes Hämatom beruht auf Gewalt, wie der Fall eines Säuglings zeigt.
Dreckig, kein Klopapier, nicht abschließbar, im Winter nicht beheizt – Schulkinder machen oft einen großen Bogen um die Schultoiletten. Das könnte wiederum die hohe Rate von Harnwegserkrankungen gerade bei jüngeren Kindern erklären.
Laut Arzneimittelverschreibungsverordnung muss ein Rezept u. a. „die eigenhändige Unterschrift der verschreibenden Person oder deren qualifizierte elektronische Signatur“ enthalten. Sich daran nicht zu halten, kann teuer werden.
Volumenkontrolliert, druckkontrolliert oder manuell – welche Form der Beatmung führt bei außerklinischen Herzkreislaufstillständen am häufigsten zur Wiederherstellung des Spontankreislaufs? In einer Analyse des Deutschen Reanimationsregisters wurden vier Beatmungstechniken genauer unter die Lupe genommen.
Kinesio-Tapes können bei verletzten Fingern möglicherweise die Heilung beschleunigen, so ein Team aus Istanbul. Sie seien außerdem angenehmer zu tragen als Schiene oder Buddy-Taping, was die Compliance erhöhen könnte.
Hausärztinnen und -ärzte werden immer noch am liebsten im traditionellen weißen Kittel gesehen, so das Ergebnis eines systematischen Reviews. Dabei scheinen vor allem männliche Patienten zunehmend auch ein saloppes Outfit zu billigen – allerdings nur beim Arzt, nicht bei der Ärztin.
Das Risiko, eine Depression oder eine andere psychische Störung zu entwickeln, hängt stark davon ab, ob schon jemand in der Familie erkrankt ist. Die allermeisten Erkrankten weisen allerdings keine familiäre Belastung auf.
Auch in der Onkologie ruhen auf künstlicher Intelligenz (KI) große Hoffnungen. Aber ist das gerechtfertigt? Ein kurzer Überblick über Chancen, Risiken und den Status quo.
Eine Studie ist dem "Second-Victim-Phänomen" unter deutschen Rettungssanitäterinnen und -sanitätern nachgegangen. Die Ergebnisse fallen besorgniserregend aus.
Bedeuten hohe Harnsäurewerte immer gleich eine Gicht-Diagnose? Und wie sieht es umgekehrt aus? Auch wenn atypische Gicht-Verläufe in der Allgemeinmedizin selten sind, sollte die Diagnose nicht leichtfertig gestellt werden, sagt Prof. Bettina Engel. Sie erklärt, wann Zweifel begründet sind und welche wichtige Rolle die Aufklärung in der Behandlung einnimmt.
Eine effektive Wundversorgung orientiert sich an den individuellen Merkmalen der Wunde und dem jeweiligen Stadium der Heilung. Beschwerden wie Blutungen, Schmerzen, Juckreiz oder unangenehmer Geruch sollten gezielt angesprochen und behandelt werden.
Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe vergeben für den Deutschen Krebskongress 2026 in Berlin gleich zwei Stipendienprogramme – für Fachkreise und für Studierende. So können Sie sich bewerben.
Dichtes Brustdrüsengewebe erschwert die Krebsfrüherkennung per Mammographie. Doch welchen Stellenwert kann ein ergänzender Ultraschall im Screening einnehmen? Die Ergebnisse der DIMASOS2-Studie sind vielversprechend – unter einer Bedingung.
Wie werden Arztpraxen künstlich intelligent? Und ist das überhaupt erstrebenswert? Eine Diskussion beim Hauptstadtkongress brachte interessante Anwendungen zutage – und manche Bedenken.
Menschen im Rentenalter, die illegale Drogen nehmen? Bisher offenbar kein medizinisch relevantes Thema. Mit den so genannten Babyboomern könnte sich das jedoch ändern, warnen Forschende, die Notfälle in Zusammenhang mit Stimulanzien untersucht haben.
Hinter akut aufgetretenen Rückenschmerzen können sich ganz unterschiedliche Krankheitszustände verbergen. In welchen Fällen ist eine unverzügliche Bildgebung angezeigt, um bleibende Nervenausfälle bis hin zur Querschnittlähmung zu verhindern?
Auf TikTok & Co. wird das Mundzukleben als probates Mittel gegen Schnarchen und Schlafapnoe gehypt. Die Evidenz für das „Mouth Taping“ ist jedoch gering und die Risiken sind offenbar erheblich.
Wenn nach einem außerklinischen Herzstillstand drei oder mehr Defibrillationsversuche erfolglos bleiben, gibt es immer noch Chancen für einen günstigen Verlauf. Anhand eines Notfallregisters hat ein australisches Team Prognosefaktoren evaluiert.
Evidenz und Praxisrealität – im Idealfall sollte eine Leitlinie beides gut abbilden. Dafür haben wir in dieser Folge zwei Experten mit zwei Perspektiven: Leitlinienkoordinator Prof. Thomas Kötter fasst wichtige Empfehlungen zu Diagnostik, nicht-medikamentösen Maßnahmen und Analgetika bei Nackenschmerzen zusammen. Und Dr. Martin Bortz berichtet, wie praxistauglich sich die Empfehlungen der S3-Leitlinie erweisen.
Die Transplantation der Blase galt bislang als zu kompliziert. Nun ist es einem US-Team gelungen. Zwei Urologen aus Deutschland bezweifeln allerdings, dass sich das Verfahren durchsetzen wird.
Nach den Ergebnissen einer australischen Studie scheint Honig die postoperativen Schmerzen nach Tonsillektomie nicht − wie bislang angenommen − zu lindern. Die schlechte Compliance wirft allerdings Fragen auf.
"Früher hatten wir Chemotherapie und Beten", sagt Prof. Schadendorf, Koordinator der aktualisierten S3-Leitlinie. Heute gibt es zielgerichtete und Immuntherapien, die die Prognose deutlich verbessern. Bei manchen Betroffenen könne sogar von Heilung gesprochen werden. Der Dermatologe gibt einen Überblick über die Änderungen der Leitlinie und darüber, was adjuvante und neoadjuvante Therapiekonzepte versprechen.
Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute bis eine Reanimation begonnen wird. Notfallmediziner Prof. Dr. med. Michael Müller erklärt im Interview, wie medizinisch geschulte Ersthelfende mittels App alarmiert werden können – und warum digitale Lösungen die Notfallversorgung revolutionieren könnten.
Mikroplastik reichert sich auch im menschlichen Gehirn an. Die Folgen sind noch unklar. Eine US-Analyse legt nahe, dass in Küstenregionen mit hoher Mikroplastikverschmutzung auch der Anteil von Menschen mit kognitiven Problemen besonders hoch ist.
Medizin zählt zu den schwierigsten Studiengängen. Oft sind die Studierenden gestresst und überlastet. Zwei Universitäten haben nun Konzepte entwickelt, um ihre Studierenden vor dem Burn-out zu bewahren.
Etwa 25 Jahre ist es nun her, dass die Ärztliche Approbationsordnung zuletzt geändert wurde. Bereits 2017 einigten sich Bund und Länder auf den „Masterplan Medizinstudium 2020“, dessen Umsetzung allerdings verschoben wurde. Die Gespräche zur Koalitionsbildung machen Hoffnung, dass die überfällige Reform der Approbationsordnung näher rückt.
Tabus brechen und Krisen „besprechbar“ machen – das ist das Ziel der Organisation Irrsinnig Menschlich. Caroline Lyle, Mit-Geschäftsführerin des Vereins, erklärt im Interview, wie die Ehrenamtlichen Vorurteile bekämpfen und warum psychische Gesundheit so früh wie möglich thematisiert werden muss.
Die Medizinstudierenden im vergangenen April sollen der letzte Jahrgang sein, der sich mit Altfragen auf das zweite Staatsexamen vorbereiten konnte. Künftig sollen sich die Examina stärker an der ärztlichen Tätigkeit orientieren.
Sucht ist eine Krankheit – doch Vorurteile und Tabus erschweren oft den Zugang zu einer angemessenen Behandlung. Deborah Scholz-Hehn, Ärztin und Mitbegründerin der Jungen Suchtmedizin, spricht im Interview über die Herausforderungen in der Suchthilfe und warum junge Medizinerinnen und Mediziner für das Thema sensibilisiert werden müssen.
Laut Zahlen der WHO aus dem Jahr 2024 sterben zwei Frauen pro Minute an Krankheiten, die mit geschlechtsspezifischen Faktoren zusammenhängen. Außerdem wirken Medikamente bei ihnen oft anders als bei Männern. Zeit für ein genderspezifisches Denken in der Medizin.
Am Beispiel Parkinson zeigt sich, dass Ernährung nicht nur präventiv förderlich ist, sondern auch die Wirkung von Medikamenten und den Krankheitsverlauf beeinflusst. Prof. Dr. Andrés Ceballos-Baumann, München, fasst die aktuelle Studienlage zusammen, nennt die bestehenden Probleme und veranschaulicht seine Vorgehensweise.
Genauere Prognoseabschätzung, bessere Therapiesteuerung und eine schnellere Entwicklung innovativer Behandlungsansätze – der Messung der minimalen Resterkrankung (MRD) wird ein enormes Potenzial attestiert. Eine Übersichtsarbeit unterstreicht jetzt aber: Es gibt noch blinde Flecken.
Bei Praxisgründungen haben inzwischen die Frauen deutlich die Nase vorn: Seit zehn Jahren wagen laut apoBank mehr Ärztinnen als Ärzte den Schritt in die Selbstständigkeit. In puncto Finanzierung sind sie aber vorsichtiger als die männlichen Kollegen.
Die Verletzung einer Arterie beim Legen eines zentralen Venenkatheters ist eine seltene, aber potenziell verheerende Komplikation. Die Datendecke zu solchen Zwischenfällen ist dennoch dünn. Britische Forschende haben eine Reihe von Fällen analysiert.
Wenn Influencer medizinische Tests bewerben, ist höchstes Misstrauen angezeigt. Ein Team der Uni Sydney hat knapp 1.000 Posts analysiert und stellt fest: Die Mehrheit ist irreführend, interessengesteuert und für die User potenziell schädlich.
„Gefäße sind ja quasi überall“. So stellt Prof. Christine Espinola-Klein die Vielseitigkeit der Angiologie in dieser Podcast-Folge heraus. Denn in der Angiologie geht es nicht nur um interventionelle Eingriffe, sondern auch um Diagnostik, Therapiefindung sowie Vor- und Nachsorge. Und hier hat sich einiges zum Wohl der oft schwerkranken Patientinnen und Patienten getan.
Gesundheitseinrichtungen bergen ein hohes Risiko für Schikanen im Job. Wie Betroffene damit umgehen und was Vorgesetzte tun sollten, erläutert die hessische Mobbingbeauftragte Yvonne Jäger.
Eine Frau Anfang 30 stellt sich mit Flanken- und Unterbauchschmerzen sowie Hämaturie vor. Vor drei Jahren wurde bei der Patientin endoskopisch ein Harnstein entfernt. In der CT zeigt sich eine Veränderung der rechten Niere, außerdem eine Kupferspirale und eine Menstruationstasse.
Das menschliche Gehirn besteht zu etwa 0,5% aus Nanoplastik — Tendenz weiter steigend. Nach Resultaten eine Autopsiestudie reichert sich Plastik im Gehirn 10- bis 30-fach stärker an als in anderen Organen — mit bislang noch völlig unklaren Folgen.
Das frühzeitige Ergrauen der Haare ist für viele Menschen eine Belastung. Es entsteht durch eine Kombination aus intrinsischen und extrinsischen Faktoren, wobei genetische Veranlagungen eine Schlüsselrolle spielen.
Bei einem jungen Mann deutet klinisch vieles auf einen Typ-2-Diabetes hin. Erst als er sich mit schweren Komplikationen vorstellt, wird die Fehldiagnose korrigiert.
Ein 50-Jähriger mit Spenderherz rennt, radelt und schwimmt bis zu 14 Stunden in der Woche – beim Hawaii-Triathlon erreicht er einen Platz im Mittelfeld. Sein neues Herz kann sich an die Belastung erstaunlich gut anpassen. Selbst mit 65 Jahren ist er noch ungewöhnlich fit.
Über 35.000 Anfragen erreichen die Vergiftungs-Informations-Zentrale am Uniklinikum Freiburg jährlich. Welche Vergiftungen sind die häufigsten? Wie rettet man richtig im Giftnotfall? Was gibt es bei der Diagnostik zu beachten? An einer Auswahl typischer Fälle gibt Dr. Maren Hermanns-Clausen, die Leiterin der Vergiftungs-Informationszentrale, einen Einblick.
Verstehen sich junge und ältere Beschäftigte? Besonders wichtig ist dies auf Intensivstationen. Ein Workshop auf dem DIVI-Kongress zeigte, wo die Probleme liegen.
Eine aktuelle US-amerikanische Studie untersuchte, wie verschiedene Getränke die Spermienqualität und den Erfolg einer assistierten Befruchtung beeinflussen. Dabei zeigte sich Erstaunliches beim Vergleich von Bier, hochprozentigen Alkoholika, Kaffee und Tee.
Die Wahrscheinlichkeit, dass infizierte Personen das Grippevirus innerhalb der Familie weitergeben, ist hoch. Den Ergebnissen einer Analyse aus den USA zufolge sinkt das Ansteckungsrisiko jedoch, wenn die infizierte Person geimpft ist; wenngleich das nicht für alle Virusvarianten gleichermaßen gilt.
Autoimmunkrankheiten wirksam behandeln und gleichzeitig das schützende humorale Immunsystem erhalten – das ist eine große Vision. Wir sprachen mit Prof. Hiepe, Forschungsgruppenleiter am deutschen Rheuma-Forschungszentrum, über Fortschritte auf diesem Weg, für welche Patientinnen und Patienten es bereits neue, spezifischere Therapien gibt und wie sie wirken.
Wie sich bestimmte Parameter von Gang, Kraft und Balance mit dem Alter verändern, hat ein US-Forschungsteam untersucht. Ein Merkmal stach dabei hervor – und eignet sich hervorragend, um den allgemeinen Gesundheits- und Fitnesszustand rasch und simpel zu prüfen.
Ein dauerhafter Konsum von Lachgas lässt vor allem die Vitamin-B12-Werte in den Keller rauschen. Das kann für Vegetarier und Veganer zum Problem werden, deren B12-Werte eh schon niedrig sind. Ihnen drohen bei intensivem Konsum erhebliche neurologische Schäden.
Wie gut die Chancen stehen, bei Menschen mit Kreislaufstillstand außerhalb vom Krankenhaus ein Kammerflimmern zu beenden, hängt von der Zeit bis zur ersten Schockabgabe ab. Nach einer Studie aus den Niederlanden sollte ein bestimmtes Zeitfenster angestrebt werden.
Männer, die beim Toilettengang gerne stehen bleiben, haben ihre Gründe. Welche das sind, haben nun Forschende aus Japan untersucht. Ihr Fazit: Häufig spielen Alter und Familienstand eine entscheidende Rolle.
Fünf Impfungen im Fokus: Der Alltag der Corona-Impfung, nicht mehr auffindbare Influenza-Virusvarianten oder Übertragungswege des H5N1-Virus – in dieser Folge unserer Podcast-Reihe zur Inneren Medizin holt sich Prof. Markus Lerch, München, infektiologische Expertise vom ehemaligem STIKO Vorstand Prof. Klaus Überla. Sie sprechen über aktuelle Impfempfehlungen und neue Entwicklungen.
Wer regelmäßig Cannabis konsumiert, hat womöglich ein erhöhtes perioperatives Komplikationsrisiko. Auch in Bezug auf die Schmerzwahrnehmung deuten sich Besonderheiten an. Was bedeuten diese ersten Daten für das anästhesiologische Management bei Cannabiskonsum?
Bei fehlenden Symptomen ist eine TSH-Wert-Bestimmung nicht nur teuer, sondern bringt auch keinerlei medizinischen Nutzen, sagt Dr. Jeannine Schübel. Die Allgemeinmedizinerin plädiert für einen kritischen Blick auf das Verordnungsverhalten bei L-Thyroxin. Denn das Schilddrüsenmedikament wird deutlich öfter verschrieben, als es die Prävalenz der Hypothyreose vermuten lässt. In dieser Folge schauen wir auf mögliche Gründe und praxistaugliche Lösungsansätze.
Mutterschutz in Praxis und Klinik ist keine einfache Angelegenheit. Aus Unsicherheit werden schwangere Ärztinnen schnell mal mit einem Beschäftigungsverbot belegt. Wir erläutern, was Arbeitgeber besser machen und worauf Ärztinnen pochen könnten.
Bei ungewöhnlichen Blutungen sollte ein schwerer Vitamin-C-Mangel differenzialdiagnostisch im Hinterkopf behalten werden. Diesen Schluss ziehen kanadische Ärztinnen und Ärzte aus einer ungewöhnlichen Kasuistik.
Für eine korrekte Blutdruckmessung ist es essenziell, dass der Arm mit der Blutdruckmanschette leitliniengemäß positioniert wird. Häufig vorkommende Abweichungen lassen die Werte falsch hoch ausfallen.
Eine Psoriasis ist mehr als eine Hauterkrankung. Auch Sehnen, Gelenke oder Blutgefäße können von der Psoriasis-Erkrankung betroffen sein. Der Dermatologe Prof. Gerdes aus Kiel spricht in dieser Folge über Pathomechanismen, Warnhinweise in der Diagnostik und neue Therapieoptionen, die die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern.
Ob leichte Hirnverletzungen im Kindesalter dazu führen, dass die Betroffenen in der Jugend zu kriminellem Verhalten neigen, haben dänische Forscher untersucht. Sie interessierten sich besonders für die ursächliche Verbindung.
Ist das Rettungsteam, das zu einem Menschen mit Kreislaufstillstand kommt, bei Fehlen einer Patientenverfügung unter allen Umständen dazu verpflichtet, diesen zu reanimieren? Die wachsende Zahl der – meist erfolglos – reanimierten über 80-Jährigen gibt zu denken.
Zecken können in unseren Breitengraden Lyme-Borreliose oder in seltenen Fällen auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) im Gepäck haben. Personen, die sich in der Praxis vorstellen, fürchten sich häufig vor diesen Infektionserkrankungen. Prof. Michael Freitag, Oldenburg, verdeutlicht in dieser Folge, wie unnötige Diagnostik und Therapien vermieden und die Betroffenen sensibel beraten werden können.
Der Ig-Nobelpreis feiert Forschung, die erst zum Lachen und dann zum Nachdenken einlädt. Arbeiten mit Medizinbezug konnten in diesem Jahr vier der zehn Preise abräumen. Dabei war von unauffindbaren Hundertjährigen bis zur enteralen Beatmung einiges geboten, was dem Leitgedanken des Preises gerecht wird.
Haltungsfehler gelten gemeinhin als Risikofaktoren für Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Ein signifikanter Zusammenhang war in einer systematischen Übersicht aber nur hinsichtlich eines bestimmten lumbopelvinen Parameters zu erkennen.
Von TV-Ärztinnen und -Ärzten lässt sich lernen, wie man infauste Diagnosen und Todesnachrichten (nicht) überbringt. Das will zumindest eine kleine Analyse von US-Serien herausgefunden haben.
Die Wahl des Geburtsmodus hängt von vielen Faktoren ab. Neben den Wünschen der Mutter gilt es, medizinische Indikationen und Risiken zu beurteilen und abzuwägen. Mit Geburtsmediziner Prof. Dr. Markus Schmidt sprechen wir in dieser Folge darüber, wie werdende Mütter beraten werden müssen, um gemeinsam – partizipativ – eine Entscheidung zu treffen.
Müssen sich Notfallteams in Deutschland auf einen Anstieg der Fälle mit akuter Cannabis-Intoxikation einstellen? Daten aus Michigan lassen dies vermuten.
Prof. Markus Lerch wirft gemeinsam mit dem Herzspezialisten Prof. Gerd Hasenfuß aus Göttingen einen Blick auf neue Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Hören Sie in dieser Folge, warum fast jedes Vorhofflimmern therapiert werden sollte, wieso die Ablationsbehandlung auch bei Herzinsuffizienz gute Effekte zeigt und vor und nach welchen Medikamenten Sie ein EKG schreiben sollten.
Acht bis zehn Millionen Menschen mit Diabetes gibt es in Deutschland. Und die sind nicht alle gleich: Manche entwickeln rasch Komplikationen, andere gar nicht. Skandinavische Kollegen empfehlen eine Subtypisierung auf Basis von sechs klinischen Parametern.
Mit leichten Oberbauchbeschwerden in die Klinik, mit auto-transplantierter Restleber wieder heraus: Bei einem jungen Mann mit Fuchsbandwurmbefall waren das Organ und er selbst nur durch eine drastische Maßnahme zu retten.
Energy-Drinks können sich in Kombination mit anderen Risikofaktoren offenbar zu einem „perfekten Sturm“ zusammenbrauen, der schlimmstenfalls in einen plötzlichen Herzstillstand mündet. Sieben solcher Fälle schildert ein auf Rhythmusstörungen spezialisiertes US-Team.
Darüber reden und aus Fehlern lernen, sollte das Motto in der Medizin lauten. Und zwar nicht nur im Sinne der Patientensicherheit. Eine negative Fehlerkultur kann auch die Behandelnden ernsthaft krank machen, warnt Prof. Dr. Reinhard Strametz. Ein Plädoyer und ein Leitfaden für den offenen Umgang mit kritischen Ereignissen in Medizin und Pflege.
Wer sich an einem Essensrest verschluckt und um Luft ringt, benötigt vor allem rasche Hilfe. Dass Umstehende nur in jedem zweiten Erstickungsnotfall bereit waren, diese zu leisten, ist das ernüchternde Ergebnis einer Beobachtungsstudie aus Japan. Doch es gibt auch eine gute Nachricht.
Aufgewachsen in einer Arbeiterfamilie im Ruhrpott, Abi-Schnitt von 3,0, Ausbildung zum Krankenpfleger: Der Werdegang des jungen Mediziners Daniel Materzok ist alles andere als gewöhnlich. Heute brennt er für seinen Beruf – und rührt nebenbei die Werbetrommel für die Pflegeprofession.
In einer Leseranfrage in der Zeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology möchte ein anonymer Dermatologe bzw. eine anonyme Dermatologin wissen, ob er oder sie einen Patienten behandeln muss, der eine rassistische Tätowierung trägt.
Extreme Arbeitsverdichtung und kaum Supervision: Dr. Andrea Martini, Sprecherin des Bündnisses Junge Ärztinnen und Ärzte (BJÄ) über den Frust des ärztlichen Nachwuchses und die Vorteile des Rucksack-Modells.
Die erotischen Dimensionen von Peritonsillarabszessen scheinen eng begrenzt zu sein. Das heißt aber nicht, solche Abszesse und Erotik hätten nichts miteinander gemein, wie ein Fallbericht verdeutlicht.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem Zwischenfall kommt und ein Behandlungsfehler passiert. Doch wenn Ärztinnen und Ärzte gut vorbereitet sind, schaffen es alle Beteiligten den Umständen entsprechend gut durch diese Krise.
Patienten, die von Ärztinnen behandelt werden, dürfen offenbar auf bessere Therapieergebnisse hoffen als Patienten von Ärzten. Besonders scheint das auf weibliche Kranke zuzutreffen, wie eine Studie zeigt.
Psychedelika treiben das Bewusstsein an den Rand des Chaos. Für Depressive mit festgefahrenen negativen Gedanken und Selbsteinschätzungen ist dies ein Segen: Werden alte Denkmuster kurzfristig pulverisiert, eröffnen sich neue Perspektiven.
Die Teilnehmer eines Forums beim DGIM-Kongress waren sich einig: Fehler in der Medizin sind häufig in ungeeigneten Prozessen und mangelnder Kommunikation begründet. Gespräche mit Patienten und im Team können helfen.
Stark, erfolgreich, allzeit belastbar – das sind Erwartungen, die Jungen und Männer von der Gesellschaft spüren. Das kann sie „toxisch“ werden lassen – und letztlich sogar der Gesundheit schaden, mahnt Dr. Dirk Sander von der Deutschen Aidshilfe.
Ab dem 1. April entsteht eine neue Versorgungsrealität für Patientinnen und Patienten mit Krebs und seltenen Krankheiten: Verträge zwischen der GKV und spezialisierten Zentren ermöglichen erstmals und bundesweit systematisch eine Ganz-Genom-Diagnostik. Die ersten Patienten sollen ab dem 1. Juli eingeschlossen werden.
Drei Viertel der Beschäftigten im ambulanten Sektor sind weiblich. In den Führungsetagen des Gesundheitswesens spiegele sich das nicht wider, merken engagierte Frauen an. Ein Blick in die Hörsäle zeigt zudem, dass sich dieses Verhältnis verstetigt.
Während eines Herzstillstandes können sich einige betroffene Personen bei Bewusstsein befinden, auch wenn es dafür keinerlei äußere Anzeichen gibt, legt eine prospektive Studie mit Überlebenden nahe. Auch die Hirnaktivität im EEG während der Reanimation war bemerkenswert.
Mit Deutschlands erster katastrophenmedizinischer Leitlinie ist jetzt ein fast 240 Seiten starker Leitfaden für den Ernstfall veröffentlicht worden. Die Leitlinienkoordinatorin Annika Rohde, Anästhesiologin an der Universitätsmedizin Mainz, spricht hier über Katastrophenszenarien, Rettungsmedizin unter extremen Bedingungen – und schwierige ethische Entscheidungen.
Das Freiburger Verwaltungsgericht hat zugunsten einer Medizinstudentin entschieden, dass bei zwei möglichen Antworten in einem Multiple-Choice-Test nicht eine davon als „weniger zutreffend“ disqualifiziert werden darf.