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Verfahren der artifiziellen Intelligenz für die Mustererkennung wecken auch in der Dermatologie hohe Erwartungen. Dass sich die künstlichen im Vergleich zu menschlichen Dermatologen in der Melanomdiagnostik achtbar schlagen, hat eine Metaanalyse gezeigt.
Bei Patientinnen und Patienten mit Melanom und gleichzeitigem Typ-2-Diabetes zeigen sich deutliche Unterschiede im Krankheitsverlauf zwischen den Geschlechtern. Eine dänische Registeranalyse untersuchte erstmals geschlechts- und stadiumsspezifische Risiken für Rezidiv und Mortalität.
Nach Entfernung eines lokalisierten Melanoms hat in einer US-amerikanischen Kohorte ein nicht geringer Anteil der Betroffenen ein Rezidiv erlitten. Sechs Tumoreigenschaften waren mit einem erhöhten Risiko verknüpft.
Welche dermatoskopischen Kriterien für ein akrolentiginöses Melanom sprechen und welche eher für einen Nävus, hat ein US-Team untersucht. Dabei kristallisierte sich vor allem ein Marker heraus, den man bisher noch kaum auf dem Schirm hatte.
Eine adjuvante Kombinationsbehandlung aus Pembrolizumab und Vibostolimab konnte in der Phase-III-Studie KEYVIBE-010 das rezidivfreie Überleben von Personen mit resezierten Hochrisiko-Melanomen im Vergleich mit Pembrolizumab mono nicht verbessern. Zusammen mit weiteren Daten stellt sich zunehmend die Frage, ob sich der Immuncheckpoint TIGIT überhaupt sinnvoll therapeutisch nutzen lässt.
Die Nutzung von Solarien zur Bräunung der Haut erhöht das Risiko für Melanome nahezu auf das Dreifache. Eine Studie hat die Mechanismen untersucht und nebenbei einige Sonnenbankmythen entlarvt.
Die Stadieneinteilung beim malignen Melanom spiegelt nicht unbedingt das Risiko für einen melanombedingten Tod wider: Das zeigt ein Vergleich von Stadium-IIC- mit Stadium-IIIA-Tumoren auf der Basis von schwedischen Registern.
Ab 2011 wurden mit BRAF-/MEK- und Checkpoint-Inhibitoren sowie onkolytischen Viren mehrere innovative Wirkansätze für die Therapie des metastasierten Melanoms zugelassen. Auf dem DGHO-Kongress stellte Prof. Annkristin Heine, Graz, den aktuellen Erkenntnisstand zur optimalen Sequenz, Dauer und zu Deeskalationsmöglichkeiten der neueren Therapien vor.
Verschiedene Leitlinien zum Melanom, darunter die deutsche, empfehlen in der Nachsorge von Personen mit hohem Rückfallrisiko, die Betroffenen routinemäßig einer Schnittbildgebung zu unterziehen. Wie nützlich das ist, soll die TRIM-Studie herausfinden.
Epidemiologische sowie Tiermodelldaten legen nahe, dass eine mRNA-basierte COVID-19-Vakzinierung die Effektivität einer Immuncheckpointhemmung steigern kann. Die Effekte sind vielversprechend – müssen sich jedoch erst in prospektiver klinischer Prüfung bewähren.
Werden Metastasen eines fortschreitenden Melanoms bestrahlt, schrumpfen in einigen Fällen auch nicht bestrahlte Tumorläsionen. Diese sogenannten abskopalen Effekte treten nach einer Immuntherapie des Melanoms wohl gar nicht so selten auf, gemäß Real-World-Daten fast in jedem fünften Fall.
Künstliche Intelligenz (KI) kann Hautläsionen mit hoher Genauigkeit einschätzen. Doch was geschieht, wenn die Beurteilung einer Smartphone-App nicht mit der Diagnose der Dermatologin bzw. des Dermatologen übereinstimmt – und der Patient dennoch auf einer Biopsie beharrt?
Melanome im frühen Stadium, die im Umfeld einer Schwangerschaft diagnostiziert werden, haben keine erhöhten Komplikationen für Mutter und Kind zur Folge. Das haben australische Medizinerinnen herausgefunden.
Nicht nur für die Therapie des Typ-2-Diabetes, auch zur Gewichtsreduktion adipöser Patientinnen und Patienten werden Inkretinmimetika inzwischen eingesetzt. Was das für das Krebsrisiko der Betroffenen bedeutet, war Gegenstand einer Studie.
Daten der Phase-III-Studie PIVOTAL sprechen dafür, dass eine neoadjuvante zytokinbasierte Immuntherapie, die direkt in die Läsionen injiziert wird, bei Personen mit lokal fortgeschrittenen Melanomen das Rezidivrisiko senken kann.
Warum sprechen einige Personen besonders gut auf eine Immuntherapie an und andere kaum? Australische Forscherinnen und Forscher vermuten, dass genetische Unterschiede in Immuntoleranzmechanismen dabei eine Rolle spielen – und präsentieren mit NOD2 ein konkretes Kandidatengen. Das könnte langfristig auch therapeutische Konsequenzen haben.
Geht es nach retrospektiven Daten von elf deutschen Hautkrebszentren, kann die zielgerichtete Therapie bei resezierten Stadium-III-Melanomen Rezidive wirksamer verhindern als die Immuncheckpoint-Hemmung.
Ein Jahr statt mindestens zwei Jahre Anti-PD-1-Immuntherapie beim inoperablen metastasierten Melanom in der Erstlinie, ist das effektiv und sicher? Diese Fragestellung untersuchten britische Forschende in der Phase-III-Studie DANTE. Auf der ASCO-Jahrestagung wurden die Daten kritisch diskutiert.
Langzeitergebnisse der kleinen IMPemBra-Studie sprechen dafür, dass es sich beim fortgeschrittenen BRAF-mutierten Melanom eventuell lohnen könnte, eine kurzfristige, zusätzliche zielgerichtete Therapie zur Checkpointblockade zu ergänzen. Die eigentliche Bewährungsprobe steht indes noch aus.
Warum scheitern T-Zellen bei der Bekämpfung solider Tumoren? Ein Grund ist der Stoffwechsel von metabolisch überaktiven Neoplasien, welcher T-Zellen in der Nähe lähmt. Die Blockade einiger Stoffwechselenzyme von T-Zellen macht diese wieder fit und lässt die Tumormasse schrumpfen.
"Früher hatten wir Chemotherapie und Beten", sagt Prof. Schadendorf, Koordinator der aktualisierten S3-Leitlinie. Heute gibt es zielgerichtete und Immuntherapien, die die Prognose deutlich verbessern. Bei manchen Betroffenen könne sogar von Heilung gesprochen werden. Der Dermatologe gibt einen Überblick über die Änderungen der Leitlinie und darüber, was adjuvante und neoadjuvante Therapiekonzepte versprechen.
Die Diagnose einer minimalen Resterkrankung mithilfe zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) könnte auch das Management von Patientinnen und Patienten mit Melanomen im Stadium III bereichern, wie Ergebnisse einer Studie nahelegen – auch wenn die Methode noch nicht perfekt funktioniert.
Pembrolizumab ist unter anderem beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) in intravenöser Form zugelassen. Eine subkutane Gabe (s.c.) könnte die Therapie angenehmer und effizienter gestalten. In einer Phase-3-Studie wurde nun untersucht, ob die s.c. Injektion in Kombination mit Chemotherapie der i.v. Therapie bei NSCLC-Erkrankten unterlegen ist.
Menschen, die an einem malignen Melanom erkrankt sind, machen sich häufig Sorgen über das Risiko, im weiteren Verlauf erneut an Krebs zu erkranken. Eine australische Studie zeigt, dass am häufigsten ein weiteres Melanom diagnostiziert wird – gefolgt von Prostata-, Brust- und Darmkrebs.
Haben Tattoo-Träger und -Trägerinnen ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs oder einem Lymphom zu erkranken? Die Ergebnisse einer Zwillingsstudie aus Dänemark scheinen dafür zu sprechen. Die Forschungsgruppe rät vorerst zur Zurückhaltung beim Tätowieren.
Hoffnung auf Heilung: Zehn Jahre nach einer dualen Therapie mit Checkpointhemmern ist rund die Hälfte der Personen mit fortgeschrittenen Melanomen noch am Leben. Wer die ersten drei Jahre progressionsfrei überlebt, muss ein Rezidiv kaum mehr fürchten. Dafür sprechen Langzeitdaten einer wegweisenden Studie.
Eine britische Arbeitsgruppe hat die Zahlen zu Inzidenz und Mortalität von kutanen Melanomen aus den Jahren 1990 bis 2019 in 19 Ländern mit hohem Einkommensniveau, darunter Deutschland, analysiert. Der Trend zeigt nach oben.
Wer an einem Melanom erkrankt, läuft Gefahr, häufiger arbeitsunfähig zu werden, und zwar – wie eine deutsche Studie ergeben hat – selbst in lokalisierten Tumorstadien.
Eine Analyse von US-Krebsregisterdaten spricht dafür, dass eine Radiojodtherapie bei Personen mit Schilddrüsenkarzinomen mit einem erhöhten Risiko für Melanome und andere Hauttumoren einhergeht. Allerdings bleiben relevante Fragen offen.
Kutane Melanome im Kopf-Hals-Bereich sind aggressiver als Melanome, die an anderen Körperstellen entstehen. Gleichzeitig könnten sie für eine Immuntherapie empfänglicher sein, wie eine australische Studie nahelegt.
Ernste kardiale Nebenwirkungen sind unter Checkpoint-Hemmern zwar selten zu sehen, allerdings enden sie bei mehr als einem Drittel der Betroffenen tödlich. Eine rasche Behandlung mit Arzneien wie Abatacept und Ruxolitinib kann die Mortalität offenbar reduzieren.
Eine einfache Abfrage bestimmter Symptome soll hilfreich sein, um zu erkennen, wenn Melanomerkrankte ein Rezidiv erleiden. Darauf deutet zumindest eine kleine retrospektive US-Studie hin.
Die Erstlinienbehandlung von fortgeschrittenen Melanomen mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) scheint auch außerhalb von klinischen Studien die Chance auf ein Langzeitüberleben zu eröffnen.
Mit Blick auf rezidiv- und metastasenfreies Überleben bestätigen die finalen Ergebnisse der COMBI-AD-Studie die Wirksamkeit von Dabrafenib/Trametinib beim Stadium-III-Melanom. Die Effekte auf das Gesamtüberleben sind dagegen weniger klar.
Zum Melanom gibt es neue Daten zur adjuvanten und neoadjuvanten Therapie – und zwar sowohl für BRAF/MEK-Inhibitoren als auch zur Immuntherapie. Auch die RNA-Impfung und die lokale Injektion eines neuen Medikaments stehen auf dem Prüfstand.
Schon länger ist bekannt, dass die Aktivität des Immunsystems mit den Jahreszeiten variiert. Auch die Wirksamkeit von Checkpointhemmern scheint klinisch relevanten saisonalen Schwankungen zu unterliegen, wie eine Studie bei fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom zeigt.
Das größte medizinische Problem bei Tattoos bleiben allergische Reaktionen. Melanome werden dadurch offensichtlich nicht gefördert, die Farbpigmente könnten aber andere Tumoren begünstigen.
Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) sind aus der Krebstherapie nicht mehr wegzudenken. So sehr Patienten und Patientinnen davon profitieren, bleiben doch Herausforderungen nach der Behandlung.
Seit Mitte 2022 steht der PD-1-Inhibitor Pembrolizumab zur adjuvanten Behandlung des Melanoms in den Tumorstadien IIB und IIC nach vollständiger Resektion zur Verfügung. Nun wurde festgestellt, dass seine Wirksamkeit unabhängig von histopathologischen Merkmalen wie Tumordicke oder Mitoserate ist.
Eine Strahlentherapie bei Patientinnen mit Brustkrebs kann das Risiko für Melanome und Hämangiosarkome erhöhen, legen US-Daten nahe, auch wenn diese insgesamt selten auftreten.
Eine Therapie mit autologen dendritischen Zellen erzeugt zwar eine massive T-Zell-Antwort, kann die Prognose von Melanomkranken aber nicht verbessern: In einer Phase-3-Studie kam es mit der Behandlung tendenziell sogar häufiger zu Rezidiven als unter Placebo.
Personen mit primärem kutanem Melanom, die zum Zeitpunkt der Diagnose rauchen, haben eine erhöhte melanombedingte Mortalität, legen neue Daten nahe. Auch auf die Menge der Zigaretten kommt es an.
Eine Fallsammlung mit Schwarzen Melanompatientinnen und -patienten zeigt, wie wichtig es bei dieser Gruppe ist, bestimmte Körperteile bei der Früherkennung in den Blick zu nehmen.
Die Diagnose „malignes Melanom“ verkürzt die verbleibende Lebensspanne der betroffenen Personen. Mit wie vielen Jahren noch zu rechnen ist, haben vier Forscherinnen aus Schweden für die Stadien II und III kalkuliert.
Das Ganzkörperscreening ist eine der wichtigsten Methoden zur Hautkrebsprävention. Doch wie steht es um die Inspektion von verborgenen Stellen wie der Kopfhaut oder dem Anogenitalbereich? Eine australische Umfrage zeigt, wie die Ärztinnen und Ärzte in einem der sonnenreichsten Länder damit umgehen.
Für die T-Klassifikation und Stadieneinteilung des malignen Melanoms spielt das Merkmal einer Ulzeration eine bedeutende Rolle. Wie aber ist eine beginnende Ulzeration einzuschätzen, bei der nicht alle Kriterien für Ulzeration erfüllt sind?
Eine werdende Mutter wird wegen Hautkrebs mit Pembrolizumab behandelt. Vier Monate nach der Geburt ihres Sohnes erkrankt dieser schwer an Durchfall. Forschende aus den Niederlanden schildern, warum sie zwischen der schweren Gastroenteritis und der Behandlung der Mutter einen Zusammenhang sehen.
Prof. Thomas Tüting, Magdeburg, stellte beim EADV-Kongress 2023 neue Immuntherapiekonzepte beim Melanom vor. Besonders das Potenzial von Interferon(IFN)-γ-produzierenden CD4+-Effektor-T-Zellen wird seiner Meinung nach bisher zu wenig beachtet.
Personen mit reseziertem Melanom im Stadium IIB/C haben unter dem Checkpointinhibitor Nivolumab ein signifikant niedrigeres Risiko für Rezidive und Metastasen als unter Placebo.
Personen mit einem Melanom in der Kindheit oder im frühen Erwachsenenalter haben ein erhöhtes Risiko für eine zweite primäre Krebserkrankung. Die Inzidenz und Tumorart unterscheiden sich je nach Alter bei der Ersterkrankung.
Wer von einer Psoriasis betroffen ist, hat mitunter auch ein erhöhtes Risiko für Malignome. Lässt sich dieses durch die richtige Psoriasistherapie gleich mitadressieren?
Personen, die bereits an einem Melanom erkrankt sind, entwickeln nicht selten ein zweites. Wodurch das Risiko eines erneuten Primärtumors beeinflusst wird, weiß ein Team aus Sydney.
Einer aktuellen Kohortenstudie zufolge sind chronische Nebenwirkungen nach einer Anti-PD-1-Therapie bei metastasiertem Melanom häufig. Vor allem endokrine Toxizitäten wie die Hypothyreose hielten oftmals über Jahre an.
Menschen mit resektablem Stadium-3- oder -4-Melanom und pathologischer Major-Response auf eine neoadjuvante PD-1-Inhibitor-Gabe haben auch längerfristig eine gute Prognose. Darauf deuten zumindest die Ergebnisse einer Phase-1b-Studie hin.
Die Inzidenz von Melanomen in situ (MIS) hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Trotzdem weiß man nach wie vor wenig über die Langzeitprognose nach der Diagnose.
Spitzoide Melanome bei Kindern gehen zwar mit einem relativ hohen Progressionsrisiko, aber einer geringen Mortalität einher. Möglicherweise handelt es sich hier häufiger um atypische spitzoide Proliferationen als um Melanome.
Erste Studien lassen erkennen, dass Imiquimod bei Lentigo-maligna-Läsionen womöglich zur Tumorrückbildung führen könnte. Nun wurde die Wirksamkeit des Immunmodulators im neoadjuvanten Setting placebokontrolliert überprüft.
Die Vorteile einer onkologischen Immuntherapie mit höher Dosierung und dafür größeren Intervallen liegen auf der Hand. Nachteile mit Blick auf immunbedingte Nebenwirkungen (irAE) waren in einer retrospektiven Analyse nicht zu erkennen.
Bekannt wurden auf mRNA-basierende Impfungen durch die Pandemie. Aber auch für andere Einsatzgebiete ist die Technologie denkbar – so auch zur Behandlung von Krebserkrankungen. Erste klinische Erfolge sind bereits bei Patientinnen und Patienten mit Melanom zu verzeichnen.
Nicht nur beim malignen Melanom werden Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) erfolgreich eingesetzt. Welche Nebenwirkungen diese Wirkstoffe auf der Haut verursachen können, hat nun ein Team von Dermatologinnen und Dermatologen aus ganz Europa anhand von Real-World-Daten zusammengetragen.
Wie gut Patienten und Patientinnen mit fortgeschrittenen Melanomen auf die Behandlung mit einem PD-1-Inhibitor ansprechen, könnte laut einer Beobachtungsstudie aus Polen auch vom Vitamin-D-Status abhängen.
Während derzeit überall über ChatGPT diskutiert wird, gerät etwas aus dem Blick: Künstliche Intelligenz (KI) ist zum Teil schon längst in der medizinischen Routine angekommen. Der Internist und Forscher Prof. Jakob Kather hat die in Deutschland einmalige Professur für „Clinical Artificial Intelligence“ an der Technischen Universität Dresden inne. Er erklärt uns zentrale Begrifflichkeiten und spricht über Chancen, aber auch Risiken von KI in der Medizin.
Eine Auswertung von Pharmakovigilanz-Datenbanken deutet auf eine erhöhte Melanomgefahr unter PDE-5-Hemmern. In rund ein Prozent der Berichte wird zudem Priapismus als Nebenwirkung erwähnt.
Die systemische Immunreaktion wird durch die Darmmikrobiota maßgeblich beeinflusst. Es ist daher zu vermuten, dass sich eine antibiotische Therapie auf den Effekt von Immuncheckpoint-Hemmern auswirkt. In einer Studie hat sich die Vermutung bestätigt.
Erhalten Personen mit fortgeschrittenen Melanomen sowohl vor als auch nach der Resektion den PD-1-Blocker Pembrolizumab, kommt es deutlich seltener zu Rezidiven, mangelhaften Resektionen und Op.-Komplikationen als unter einer rein adjuvanten Therapie mit der Arznei.
Melanome können schon bei relativ kleinen Durchmessern metastasieren. In einer griechischen Studie wies fast jede zehnte Person mit einem Melanom unter 6 mm Durchmesser bei der Diagnose Metastasen auf. Ein weiteres Zehntel entwickelte solche im Laufe von neun Jahren.
Moderne systemische Therapien scheinen bei Melanomen mit unbekanntem Primarius (MUP) ähnlich gute Behandlungserfolge zu erzielen wie bei metastasierten Melanomen mit bekanntem Primärtumor (MKP).
Ein personalisierter mRNA-Impfstoff gegen tumorspezifische Antigene verlängert offenbar die rezidivfreie Lebenszeit bei Melanomen erheblich. In der Phase-2b-Studie KEYNOTE 942 schnitten Krebskranke mit der Vakzine besser ab als unter alleiniger Pembrolizumab-Therapie.
Was sich in Phase-I/II-Studien abzeichnete, bestätigt sich in einer aktuellen Phase-III-Studie: Die Therapie mit tumorinfiltrierenden Lymphozyten (TIL) scheint beim fortgeschrittenen Melanom machbar und effektiv zu sein.
Das Auftreten von immunvermittelten Nebenwirkungen (irAE) unter Checkpoint-Inhibitoren korreliert auch beim metastasierten Melanom mit besseren Überlebensaussichten – selbst dann, wenn die irAE einen stationären Aufenthalt nötig machen.
Die meisten Antihypertensiva wirken photosensibilisierend und für Diuretika gibt es Hinweise auf ein gesteigertes Melanomrisiko, bei anderen Blutdrucksenkern sind die Resultate widersprüchlich. Hier die Ergebnisse einer aktuellen Studie.
Die adjuvante Therapie von voll resezierten Melanomen bedient sich ausgiebig der Gabe von PD-1-Antikörpern und BRAF- plus MEK-Inhibitoren. Aber wie gut funktioniert das außerhalb von Phase-III-Studien?
In der Erstanalyse der Studie IMspire150 war die Nachbeobachtung noch zu kurz für eine Berechnung des Gesamtüberlebens. Nun liegt eine Interimsanalyse mit Überlebensdaten vor.
Die COVID-19-Pandemie hat offenbar viele Menschen davon abgehalten, an Screening-Programmen teilzunehmen. Forschende aus Gießen befürchten insbesondere für zwei Gruppen langfristige Konsequenzen.
Melanozytäre Läsionen unklarer Dignität stellen in der hautärztlichen Praxis eine Herausforderung dar. Eine niederländische Arbeitsgruppe hat sich mit dem klinischen Verlauf solcher Hautmale beschäftigt.
Die Diagnose kutaner Melanommetastasen ist nicht einfach, auch da sie die erste klinische Manifestation der Erkrankung sein können. Griechische Daten könnten bei der Einordnung helfen.
Mit der chronischen Hauterkrankung Rosazea steigt offenbar das Risiko für aktinische Keratosen sowie für Plattenepithel- und Basalzellkarzinome. Einen Zusammenhang mit dem Melanomrisiko scheint es nicht zu geben.
Forschende aus den USA identifizierten eine Untergruppe von Patientinnen und Patienten mit Melanomen im Frühstadium, die ein sehr geringes Risiko haben, an der Krankheit zu sterben. Die Autoren plädieren für eine veränderte Nomenklatur dieser Tumoren.
Bei vielen Patientinnen und Patienten kommt es nach einer Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) zu „immune-related adverse events“. Hat deren Behandlung einen Einfluss auf die Effektivität der Immuntherapie?
Bei metastasiertem Melanom mit einer BRAF-V600-Mutation ist eine initiale Therapie mit Checkpointhemmern gefolgt von BRAF/MEK-Blockern wirksamer als eine Behandlung in umgekehrter Reihenfolge: Nach zwei Jahren sind damit deutlich mehr Melanomkranke am Leben.
In einer Studie der Universität Wien konnte gezeigt werden, dass neurologische Symptome bei Erstdiagnose der intrakraniellen Metastasierung bei Melanomkranken ein unabhängiger und signifikant prognostischer Faktor sind.
Wenn schlohweißes Haar plötzlich wieder dunkle Farbe annimmt, mag das für manche nach Grund zur Freude klingen. Womöglich freut man sich da aber zu früh, denn der Farbwechsel kann gefährliche Ursachen haben.
Wer als Mädchen häufig einen Sonnenbrand bekommt, hat als Frau ein erhöhtes Hautkrebsrisiko, und zwar auch dann noch, wenn sie die Sonne als Erwachsene meidet. Dafür spricht eine detaillierte Langzeitanalyse aus Norwegen.
Nach dem Empfang eines Spenderorgans steigt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, aufgrund der nötigen Immunsuppression deutlich an. Wie eine Studie zeigt, bleibt es häufig nicht bei einer einmaligen Diagnose.
Nicht die UV-Strahlung, sondern die Ärztedichte und der Wohlstand sind für die Melanominzidenz relevant. Darauf deutet ein Vergleich von über 700 US-Landkreisen. Das weckt Zweifel an der Zuverlässigkeit von Angaben zur Inzidenz bestimmter Tumoren.
Im Darm von Melanomkranken, die gut auf eine Checkpointhemmer-Therapie ansprechen, dominieren ganz bestimmte bakterielle Bewohner. Diese scheinen eine Ernährung ihrer Wirte mit viel Ballaststoffen und Omega-3-Fettsäuren zu bevorzugen.
Trotz aller Präventions- und Aufklärungsbemühungen in puncto UV-Schutz sind noch viele Europäerinnen und Europäer der Meinung, Sonnenbräune sei gesund. Selbst Hautkrebserkrankte halten am Sonnenbad fest.
„Interdisziplinarität spielt in der Onkologie eine große Rolle – so natürlich auch bei der Behandlung von Hauttumoren“, so Prof. Dr. Ralf Gutzmer, Sprecher der AG Dermatologische Onkologie in der DKG. Der Kongress biete ein breites Themenspektrum für das Fachgebiet der Dermatologie. Eine Sitzungsauswahl.
Eine Therapie individuell auf jeden Menschen zuzuschneiden ist ausgesprochenes Ziel der personalisierten Medizin. Aber ist die Dermato-Onkologie hier schon angekommen? PD Dr. Christian Posch nahm dieses Thema auf dem EADV-Kongress auf eine etwas philosophischere Art und Weise unter die Lupe.
Die Wirksamkeit von Immuncheckpoint-Inhibitoren wurde in den letzten Jahren umfassend untersucht. Wie es jedoch um die Lebensqualität der Krebspatientinnen und -patienten im Vergleich zu anderen verfügbaren Krebsbehandlungen steht, wurde nun in einer aktuellen Studie erforscht.
Die Melanom-Forschung steht an erster Stelle, wenn es um innovative Behandlungsformen geht – etwa bei der Gentherapie mittels Virusvektor oder einem mRNA-Krebsimpfstoff. Auch für die dystrophische Epidermolysis bullosa scheint die Gentherapie ein vielversprechender Ansatz zu sein.
Bei der Diagnose des malignen Melanoms verbessern technische Hilfsmittel die Erkennung. Die Zulassung von Pembrolizumab für das Stadium IIB/C erweitert die Therapieoptionen. Neu ist ein Biomarker-Test, der das Rezidivrisiko im Stadium II A-C vorhersagen könnte.
Mehrere Melanome gleichzeitig sind gar nicht so selten – besonders bei älteren Patientinnen und Patienten. Das hat eine Studiengruppe aus Barcelona festgestellt.
Die neoadjuvante Therapie stellt ein neues Konzept dar, das mit erstaunlich guten Daten bei fortgeschrittenem Melanom überzeugt. Die Frage zur Therapiesequenz – Immuntherapie oder zielgerichtete Therapie in der Erstlinie – ist geklärt. LAG-3 bewährt sich als neues Target.
Vor einer Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren sollte man Krebserkrankte sorgfältig auf kardiovaskuläre Vorerkrankungen untersuchen. Wie wichtig das sein kann, zeigen die Ergebnisse einer Kohortenstudie aus Belgien.
Eine Therapie mit Checkpointhemmern führt zwar nur selten zu schweren kardialen Nebenwirkungen, dann aber häufig zu einer Myokarditis. Treten solche unerwünschten Effekte zusammen mit einer Myositis auf, ist das Sterberisiko besonders hoch.
Krebskranke sollten möglicherweise bei einer Immuntherapie auf Paracetamol verzichten – das Schmerzmittel scheint die Wirkung der Checkpointinhibitoren deutlich zu schwächen. Darauf deuten sowohl klinische Daten als auch Tierexperimente.
Ein Hautkrebs-Screening-Programm in Allgemeinarztpraxen in den USA führte im Laufe von fünf Jahren zu einer steigenden Inzidenz dünner, aber nicht zu einer signifikant sinkenden Inzidenz dicker Melanome. Möglicherweise produzierte das Screening vor allem Überdiagnosen.
Die Therapie bei fortgeschrittenem Melanom muss sich möglicherweise auch am Geschlecht der Krebskranken orientieren. Für Frauen könnte die Kombination Ipilimumab/ Nivolumab weniger geeignet sein als für Männer.
Ein Forscherteam der Hautklinik des Universitätskrankenhauses von Brüssel machte sich auf die Suche nach den häufigsten Ursachen für Längsspalten in Finger- oder Fußnägeln. Tumoren konnten in der Hälfte der Fälle verantwortlich gemacht werden.
Von Cortison über Biologika zu CAR‑T‑Zellen: Was ändert sich aktuell in der Rheumatologie? Prof. Elisabeth Märker-Hermann wirft gemeinsam mit Moderator Prof. Markus M. Lerch einen Blick auf die Behandlung von Polymyalgia rheumatica, rheumatoider Arthritis oder Lupus erythematodes. Einige Paradigmenwechsel sind hier im Gange. Die Rheumatologin betont außerdem: Einfache Fragen und wenige Basisuntersuchungen geben erste wichtige diagnostische Hinweise.
Mittels hochintensivem fokussiertem Ultraschall lassen sich Knötchen, die nach einer Behandlung mit Poly-L-Milchsäure entstanden sind, offenbar auflösen. Das legt eine brasilianische Fallserie nahe.
Frauen mit kosmetischen Silikonbrustimplantaten haben offenbar ein höheres Risiko für eine Reihe von Breast-Implant-Illness-assoziierten Symptomen als diejenigen, die Silikonimplantate aus rekonstruktiven Gründen erhalten.
Immunvermittelte Hautreaktionen gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen von Immun‑Checkpoint‑Inhibitoren. Eine offene Phase‑2‑Studie untersuchte den JAK‑1‑Inhibitor Upadacitinib bei schwerer ICI‑assoziierter Dermatitis. Die Hautsymptome gingen rasch zurück, schwerwiegende therapieassoziierte Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.