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17.05.2018 | Melanom | Leitthema | Ausgabe 6/2018

Der Onkologe 6/2018

Malignes Melanom − Früherkennung, Diagnostik und Nachsorge

Zeitschrift:
Der Onkologe > Ausgabe 6/2018
Autoren:
Gabor Dobos, Kimberley Farmer, Ralf Gutzmer, Felix Kiecker, Dr. med. Claas Ulrich

Zusammenfassung

Hintergrund

Das maligne Melanom ist eine häufige Hautkrebsart mit einer sehr hohen Mortalität. In Europa versterben jährlich etwa 22.000 Menschen daran, davon etwa 2700 Patienten alleine in Deutschland. Die Inzidenz zeigt seit Jahren eine steigende Tendenz. Bedeutende Risikofaktoren für die Entstehung eines malignen Melanoms sind die Anzahl der melanozytären Nävi am Körper, eine positive Familienanamnese für Melanom und genetische Prädisposition.

Ziel

In dieser Arbeit soll auch dem Nichtdermatoonkologen eine Übersicht über die Diagnostik, Behandlung, Stadieneinteilung und Nachsorge des malignen Melanoms vermittelt werden.

Material und Methoden

Es wurde eine selektive Literaturrecherche in Medline über Pubmed erstellt und mit eigenen Erfahrungen der Autoren ergänzt.

Ergebnisse

Es werden 4 klinische Formen des Melanoms unterschieden: superfiziell spreitende Melanome (SSM), Lentigo-maligna-Melanome (LMM), akral-lentiginöse Melanome (ALM) und noduläre Melanome (NM). Diese unterscheiden sich sowohl in ihrem klinischen Erscheinungsbild, ihrer Lokalisation und Entwicklung und letztlich auch ihrer Prognose, die für das ALM und NM am ungünstigsten ist. Zur Diagnosesicherung und zur klinischen und pathologischen Stadieneinteilung ist eine operative Erstversorgung von kutanen Melanomen unerlässlich. Ab einer Tumordicke nach Breslow über 1 mm wird die diagnostische Exzision des Wächterlymphknotens (WLK) empfohlen. Bei Befall des WLK sollte zunächst eine Ausbreitungsdiagnostik mittels Schnittbildgebung erfolgen. Ist eine Exzision und Nachexzision und ggf. die WLK-Biopsie erfolgt, wird eine stadiengerechte Ausbreitungsdiagnostik empfohlen. Die empfohlene Nachsorge des malignen Melanoms gestaltet sich stadienadaptiert und entsprechend der aktuellen Leitlinie.

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Literatur
Über diesen Artikel

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