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Neoadjuvante Therapie des Melanoms

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Zusammenfassung

Durch die Entwicklung von Immuncheckpointinhibitoren und zielgerichteten Therapien wurden bei der systemischen Behandlung des Melanoms erhebliche Fortschritte erzielt. Diese Fortschritte werden nun auf die neoadjuvante Behandlung der lokal fortgeschrittenen Erkrankung übertragen. Insbesondere der Einsatz der PD-1-Blockade allein oder in Kombination mit der CTLA-4-Blockade ist vielversprechend bezüglich der Verringerung des Rezidivrisikos und der Sterblichkeit. Erste Daten zeigen, dass eine neoadjuvante Immuntherapie eine Deeskalation der Lymphknotenoperation ermöglichen könnte. In ähnlicher Weise hat die neoadjuvante BRAF-MEK-Hemmung bei Melanomen mit BRAF-Mutationen zu vergleichbaren Ergebnissen geführt, auch wenn die Ansprechdauer im Vergleich zur Immuntherapie geringer ist. Darüber hinaus hat die randomisierte Studie S1801 den ersten Beweis für die Vorteile des neoadjuvanten Ansatzes gegenüber dem konventionellen Ansatz einer Operation mit anschließender adjuvanter Therapie geliefert.
Titel
Neoadjuvante Therapie des Melanoms
Verfasst von
Lena Fuchs
Anja Gesierich
Patrick Schummer
Univ.-Prof. Dr. med. Bastian Schilling
Publikationsdatum
05.01.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
best practice onkologie / Ausgabe 1-2/2024
Print ISSN: 0946-4565
Elektronische ISSN: 1862-8559
DOI
https://doi.org/10.1007/s11654-023-00546-0
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Bildnachweise
CT vor und nach neoadjuvanter Therapie bei Lymphknotenmetastasen eines Melanoms/© Fuchs, L. et al. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Arzt hält Koloskop/© Graphicroyalty / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Ältere Frau hält Hanteln in den Händen/© yavdat / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Hoden an einem Schaubild /© Mathias Ernert/ Urologische Klinik/ Universitätsklinikum Mannheim (Symbolbild mit Fotomodellen), Nahaufnahme einer älteren Frau, die Creme auf ihre Hände aufträgt/© Strelciuc / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)