Zum Inhalt
Die Dermatologie

Diagnostik des malignen Melanoms der Haut

Empfehlungen der aktuellen S3-Leitlinie zu Histologie und Molekularpathologie

Erschienen in:

Zusammenfassung

Seit August 2016 liegt die aktualisierte S3-Leitlinie zum malignen Melanom vor. Grundlagen von Diagnostik und Klassifikation sind der histopathologische Befund des Primärtumors und ggf. des Wächterlymphknotens. Wichtigste Prognosefaktoren des Primärtumors sind Tumordicke nach Breslow und Nachweis einer Mikrometastasierung in der Wächterlymphknotenbiopsie. Die Tumordicke bestimmt den Sicherheitsabstand der Nachexzision. In die T‑Klassifikation gehen Ulzeration des Primärtumors und Vorhandensein von Mitosen im Melanom <1 mm mit ein. Der Wächterlymphknoten sollte mithilfe der HE-Färbung und immunhistologischer Methoden aufgearbeitet werden. Der größte Tumordurchmesser einer Mikrometastase wird ausgemessen und in Zehntelmillimetern (Rotterdam-Klassifikation) angegeben. Im Stadium der Metastasierung oder bei nichtresektablen Tumoren soll molekularpathologisch auf mutierte Onkogene BRAF und NRAS getestet werden, in akralen und mukosalen Melanomen zusätzlich auf cKIT. Bei nachgewiesener Mutation ist die Therapie mit Signaltransduktionsinhibitoren möglich.
Titel
Diagnostik des malignen Melanoms der Haut
Empfehlungen der aktuellen S3-Leitlinie zu Histologie und Molekularpathologie
Verfasst von
PD Dr. C. Rose
Publikationsdatum
05.09.2017
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Dermatologie / Ausgabe 9/2017
Print ISSN: 2731-7005
Elektronische ISSN: 2731-7013
DOI
https://doi.org/10.1007/s00105-017-4046-9
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Kompaktes Leitlinien-Wissen Dermatologie (Link öffnet in neuem Fenster)

Mit medbee Pocketcards schnell und sicher entscheiden.
Leitlinien-Wissen kostenlos und immer griffbereit auf ihrem Desktop, Handy oder Tablet.

Neu im Fachgebiet Dermatologie

Mit Kohlenstoff-Käfigen gegen Radiodermatitis?

In einer chinesischen Phase-II-Studie ließ sich durch eine Salbe mit dem Kohlenstoffmaterial Fulleren einer Radiodermatitis wirksamer vorbeugen als mit einem Trolamin-haltigen Produkt. Im Detail bleiben aber noch viele Fragen offen.

Von einer Mandelallergie, die keine mehr war

Ein zweijähriger Junge mit bekannter Mandelallergie und auffälligen Reaktionen auf Mückenstiche soll auf weitere Allergien getestet werden – eigentlich ein klarer Fall. Doch ein unerwartet erhöhter Tryptase-Wert lässt den Kinderpneumologen aufhorchen. Was steckt hinter diesem Laborergebnis?

Konjunktivaler Provokationstest gelingt leicht in der Praxis

Die aktualisierte S2k-Leitlinie zur Provokationstestung bei allergischen oberen Atemwegserkrankungen steht kurz vor der Verabschiedung. Hinzugekommen ist nun auch die konjunktivale Provokation.

Schützt niedrig dosiertes DOAK auch vor Thrombophlebitiden?

Die fortgesetzte Gabe von niedrig dosiertem Apixaban nach tiefer Beinvenenthrombose senkte in der Nachauswertung einer randomisierten Studie das Risiko einer symptomatischen oberflächlichen Venenthrombose.

Update Dermatologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Die Leitlinien für Ärztinnen und Ärzte, Nahaufnahme einer älteren Frau, die Creme auf ihre Hände aufträgt/© Strelciuc / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Mandeln in und neben einem Holzschälchen/© onairjiw / Getty Images / iStock (Symbolbild), Kind erhält Augentropfen/© Nadzeya Haroshka / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Frau nimmt Tablette ein/© LumineImages / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)